100% Weiterempfehlung 5.7 von 6 Gesamtbewertung
5.7 6 3
“Wohl die schönste Palastanlage Rajasthans” mehr lesen
im März 14, Michael , 61-65
“Zurück in die Zeit der Maharadschas” mehr lesen
im Dezember 13, Dirk , 46-50

Infos Junagarh Fort

Das Junagarh Fort ist wohl der urtümlichste der großen Rajasthan-Paläste. Er gewährt heute noch Einblick in das Leben der Rathore-Rajputen, die erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ihre Macht und einen Großteil ihres unermesslichen Reichtums verloren haben.

Im Jahre 1587 begann der Rajputen-König Raja Rai Singh, einflußreicher Heerführer des Mogulkaisers Akbar, mit dem Bau dieser ebenerdigen Festung, die durch einen Wassergraben und eine hohe Mauer geschützt ist. An manchen Stellen hat die fast 1 km lange Umfassungsmauer eine Breite von 9 m und eine Hohe von 20 m. Diesen beeindruckenden Schutzvorkehrungen ist es zu verdanken, dass das Fort nie von Feinden eingenommen werden konnte und bis heute sehr gut erhalten ist. Nach und nach errichteten die Nachfolger von Rai Singh etliche Bauwerke innerhalb der Festungsmauern, so dass der Besucher heute mehr als 30 Paläste, Tempel und Pavillions bewundern kann. Ein großer Teil der Paläste kann besichtigt werden.

Ältester Bestandteil der Palastanlage ist das Eingangstor Suraj Pol, durch das man auch heute noch den Komplex betritt. Es ist ein massiver Bau ohne Schnörkel, dessen glatte Fassade nur durch zwei Balkone und eine sie verbindende Galerie aufgelockert wird, von der aus Musikanten die Abreise oder die Ankunft des Rajas verkündeten. Im Gegensatz zu den übrigen Bauten ist es aus gelbem Marmor gefertigt, der aus dem 300 km entfernten Jaisalmer herangeschafft wurde. Der Legende zufolge soll Rai Singh den Baustoff seiner aus Jaisalmer stammenden Frau zuliebe gewählt haben, wahrscheinlich aber hatte man den langen Transportweg auf sich genommen, weil der später verwendete rötliche Sandstein noch nicht entdeckt worden war. Zwei Elefanten flankieren den Durchgang zum ersten großen Innenhof .

Dabei ist es ratsam, sich von im Fort angestellten Führern die vielen Räume zeigen zu lassen, da man sich sonst leicht verirren kann. Besonders beeindruckend sind die Ganga Niwas Durbar Hall mit den fein gemeißelten Wänden und Dächern, der mit Spiegeln verzierte Phul Mahal (Blumensaal) und der mit Jagdszenen bemalte Chandra Mahal (Mondsaal). Die Innenausstattung der Räume zeigt deutlich den Einfluß der mogulischen Architektur.

Eines der Glanzstücke des Palastes ist der Saal der Privataudienzen, Anup Mahal, der im 17. Jh. unter Anup Singh entstand und seine phantastische aus Spiegeln, Einlegearbeiten und Malereien in Gold bestehende Dekoration unter Raja Surat erhielt. Für die Innenausstattung griffen die Herrscher von Bikaner bevorzugt auf fremde Künstler zurück. Für Lackarbeiten auf Holz holte man Spezialisten aus Multan (heutiges Pakistan), für Einlegearbeiten Künstler aus Amber bei Jaipur. Wie in etlichen rajputischen Palästen trat auch in Bikaner ab dem 18. Jh. der Mogulstil deutlicher in Erscheinung, da mit dem Niedergang dieser Dynastie viele arbeitslos gewordene Kunsthandwerker an die Fürstenhöfe abwanderten.

Im Blumenpalast kann man ein kleines Bett des Rao Bika (1465-1504) bewundern. Der Herrscher ließ seine Beine immer über den Rand hinausragen, um selbst dann noch, wenn er ans Bett gefesselt werden sollte, aufspringen und sich gegen seine Widersacher verteidigen zu können. Ganz unbegründet war dieser Spleen nicht, hatte doch eine Konkubine seinen Großvater mit seinem Turban ans Bett gebunden und so den Häschern preisgegeben.

Heute ist hier das Museum untergebracht, das nach alter rajputischer Tradition voller Stolz die übliche Waffensammlung präsentiert, darunter auch eine Kanone, die auf ein Kamel montiert werden konnte, und sogar das wie eine Reliquie ausgestellte Flugzeugwrack aus dem Ersten Weltkrieg.



 

Hotels in der Nähe: Junagarh Fort

alle anzeigen

3 Bewertungen Junagarh Fort

Reisetipp bewerten
Bild des Benutzers lauermi
Michael
Alter 61-65

Wohl die schönste Palastanlage Rajasthans

Der Stadtpalast Fort Junagarh wurde von 1589-1594 in der Hauptstadt des Staates Bikaner am Rande der Wüste Thar errichtet. Erbaut aus rotem Sandstein und Marmor wurde er von Raja Rai Singh, einem einflussreichen General in der Armee des Großmoguls Akbar. Ein Wassergraben und eine 986m lange und 20m hohe Bastions-Mauer mit zwei Eingangstoren umfasst die Festungsanlage, im Inneren mit prachtvollen Palästen, Tempel und Innenhöfen. Besonders schön und sehenswert sind der Mondpalast (Chantra Mah... weiterlesen

im März 14
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers HansiM23
Dirk
Alter 46-50

Zurück in die Zeit der Maharadschas

Sehr beeindruckend ist dieses Highlight, der Prunk, in dem die Maharadschas früher gelebt haben, lässt sich nur erahnen, ist aber sogar so noch spürbar weiterlesen

im Dezember 13
Gesamtbewertung 5.0
Weiterempfehlung
Bild des Benutzers Mansol
Manfred
Alter 66-70

Junagarh-Fort, wurde niemals erobert

Das Junagarh-Fort steht es inmitten der Stadt Bikaner und ist mit den 37 Bastionen und Wallanlagen weithin sichtbar. Das weitläufige Fort wurde Ende des 16. Jahrhunderts vom Raja Rai Singh erbaut und konnte nie erobert werden. Die Palast Innenarchitektur des Junagarh-Forts soll laut Aussage unseres Reiseleiters einmalig in Indien sein. Das Junagarh-Fort war früher auch ein Schutzort für Karawanen auf dem Weg von Gujarat nach Nordindien. Noch heute gilt das Junagarh-Fort als eines der hervorr... weiterlesen

im März 08
Gesamtbewertung 6.0
Weiterempfehlung

Altersgruppen

Werbung

Interessantes in der Nähe

Reisetipp abgeben

Top 1

Junagarh Fort

Sehenswürdigkeiten

Junagarh Fort

Sport & Freizeit

Noch kein Reisetipp vorhanden. Haben Sie einen? Reisetipp abgeben

Hotels in der Umgebung

Orte in der Nähe