Tiefere Canyons als der Grand Canyon
Spektakuläre Schluchten weltweit
Der Grand Canyon gilt als die berühmteste Schlucht weltweit, Jahr für Jahr zieht das Weltnaturerbe Millionen Reisender an. Dabei existieren weitere beeindruckende Exemplare auf unserem Planeten, die deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten – obwohl manche von ihnen noch gewaltiger sind. Selbst Europa beherbergt eine Schlucht, die zu den größten Erde zählt.
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Das Colca-Tal in Peru
Das Colca-Tal, auch als Colca-Canyon bekannt, liegt in Peru. Gemessen vom höchsten Berggipfel erreicht das Tal eine Tiefe von etwa 3.200 Metern. Im Gegensatz dazu misst der Grand Canyon lediglich rund 1.800 Meter. Als dritttiefster Canyon weltweit gilt das Colca-Tal mit weniger als 100 Millionen Jahren bei Fachleuten als relativ jung. Noch heute zeigen sich Überreste früherer Zivilisationen am Canyon. Wandmalereien und Höhlen zeugen von den damaligen BewohnerInnen dieser Gegend. Die Schlucht entstand durch den Colca-Fluss, der sich über Jahrmillionen ins Gebirge grub – bis das Valle del Colca entstanden war.
Die Terrassensysteme im oberen Canyonbereich werden noch immer landwirtschaftlich genutzt. Mais, Kartoffeln und Quinoa gedeihen hier. Die Region beheimatet zahlreiche Tierarten – darunter den majestätischen Kondor, der hier seine Schwingen ausbreitet. Mit über drei Metern Spannweite gehört er zu den größten Greifvögeln der Erde. Wer die Schlucht intensiver erkunden möchte, sollte feste Wanderschuhe einpacken. Verschiedene Pfade führen in den Canyon hinab – Wasser, Sonnenschutz und solide Ausrüstung sind unerlässlich.
Die Tara-Schlucht in Montenegro
Der längste Fluss Montenegros, die Tara, formte über Jahrmillionen eine atemberaubende Schlucht. Sie zählt zu den gewaltigsten Schluchten der Welt und zu den längsten sowie tiefsten in Europa. 78 Kilometer erstreckt sie sich und erreicht stellenweise über 1.300 Meter Tiefe. Die Tara-Schlucht liegt im Durmitor-Nationalpark und bleibt ein gefragtes Reiseziel.
Dank Stromschnellen und Wasserfällen entwickelte sich die Tara zu einem Paradies für Rafting-Enthusiasten. Wer nicht in die Schlucht hinabsteigen will, kann sie von oben betrachten. Dies ermöglicht die 1940 errichtete Tara-Brücke, die über die Schlucht führt. Aus 150 Metern Höhe eröffnet sich Reisenden ein fantastischer Blick auf dieses Naturwunder.
Barranca del Cobre in Mexiko
Viermal größer als der Grand Canyon präsentiert sich der mexikanische Barranca del Cobre (Kupferschlucht). Das Schluchtensystem liegt im Bundesstaat Chihuahua und bildete sich ebenfalls durch einen Fluss. Es erstreckt sich in der Sierra Madre, der Heimat des indigenen Volks der Tarahumara.
Die verschiedenen Canyons und Gebirgskämme umfassen eine Fläche von 25.000 Quadratkilometern. Die maximale Tiefe beläuft sich auf 1.800 Meter. Seinen Namen verdankt der Canyon dem kupferfarbenen Gestein. Durch das gesamte Areal führt die Eisenbahn Chepe, die von Los Mochis nach Chihuahua verkehrt.
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