Die Hotelanlage ist groß und erweckt zunächst einen guten und sauberen Eindruck. Dieser verflüchtigt sich allerdings, sobald man genauer hinsieht. Insgesamt weiß man natürlich, dass man sich in Afrika befindet und reist in dem Wissen an, dass man hier lange nicht das erwarten kann, was man bei uns erwarten würde. Allerdings werde ich dieses Hotel niemandem weiterempfehlen, da die negativen Aspekte deutlich überwiegen und nichts mit anderer Kultur zu tun haben, sondern eher mit der Profitgier des Managements.
Die Größe der Zimmer ist optimal, unsere Minibar war brandneu. Auch die Klimaanlage funktionierte problemlos und der Balkon mit Meerblick war einfach, aber ausreichend ausgestattet. Das Badezimmer war von der Größe her ebenfalls in Ordnung. Handtuchhalter, Wasserhähne etc. waren verkalkt und verrostet. In den Fugen sammelte sich einiges an Dreck. Toilette und Dusche an sich sahen aber okay aus. Wasser lief etwa zwei Minuten, bevor es kurz eiskalt wurde und dann für etwa eine Minute garnicht mehr lief. Dies war zur Abendzeit immer so. Da die meisten Hotelgäste um diese Zeit duschen waren, machten wir uns nichts daraus.
Restaurants gab es mehrere, wir aßen allerdings immer im Hauptrestaurant. Auch Bars gab es an jeder Ecke. Das Restaurant an sich war sauber und die Köche arbeiteten immer mit Handschuhen. Das Frühstück war okay, es gab jeden morgen gebratene oder gekochte Eier, Pfannkuchen, Donuts, Brötchen, Marmelade, Käse etc. Abendessen war oftmals kalt, außerdem gab es jeden Tag etwa das gleiche (mit leichten Abweichungen): Nudeln mit Tomatensoße, Reis mit Gulasch oder Kartoffeln und Hühnchen. An Gemüse gab es immer Möhren, Zucchini oder Paprika... An einem Tag gab es Wassermelonen, ansonsten jeden Tag Bananen, Datteln und Birnen. Im Restaurant kam leider keine ruhige Abendstimmung auf. Wenn man nach langem Schlangestehen endlich Essen und Getränke hatte, musste man sich erst einen Platz suchen, der noch nicht besetzt war (nach einigen Minuten Suche fand man allerdings meistens etwas).
Das Personal ist meist freundlich und bemüht. Mit deutsch kommt man meistens- mit englisch immer- weiter. Meiner Ansicht nach braucht das Hotel dringend mehr Personal, man sieht, dass das Vorhandene mit der Arbeit kaum nachkommt. Im Hauptrestaurant und an den Bars muss man sich Getränke selbst holen. Dies führt natürlich vor allem beim Abendessen zu langen Warteschlangen und Dränglerei. Kommt man erst um 19.30 zum Abendessen, sind nur selten Teller vorhanden. Das Besteck und auch die Teller sind oft schmutzig oder die Gläser am Rand gerissen. Bei den AI-Leistungen wird an vielem gespart: Minibar ist bei der Ankunft leer und wird nur gegen Bezahlung aufgefüllt. Man darf sich lediglich Wasser mitnehmen aufs Zimmer. Sobald man um mehr als eine 0,65 l Flasche bittet, wird man gefragt "Warum so viel?" Softdrinks gab es immer und überall- in 0,2 l Wegwerfbechern. Auch hier hatte man fast schon ein schlechtes Gewissen, wenn man zweimal hintereinander an der Bar Getränke nahm. Alles andere kostete "extra"- Wein gab es aus 10l-Pappkartons.
Das Hotel liegt mitten in der Wüste, ca. 30 km südlich von Hurghada an einer wunderschönen Bucht. Diese ist entweder zu Fuß oder mit einem Shuttle zu erreichen. Nach Hurghada ist es etwa eine Stunde Fahrtzeit (mit dem Bus 8€ pro Person für Hin- und Rückfahrt)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sportangebote sind vorhanden: Tennis, Tischtennis, Beachvolleyball, Wassergymnastik, Wasserball... Ebenso verfügt das Hotel über einige kleine Shops, Internet etc. Im La Dorada (Restaurant am Strand) werden auch verschiedene Themenabende veranstaltet. Den Pool haben wir nicht genutzt, da der Strand des Hotels wirklich traumhaft ist. Hier bekommt man zwar nur schwer eine Liege, da leider viele Liegen bereits im Voraus reserviert werden. Zur Not treibt auch ein freundlicher Beachboy noch eine alte Liege mit gerissener Auflage auf- besser als nichts. Am Strand selbst kann man im klaren Wasser herrlich baden oder schnorcheln. Unter Wasser gibt es wahnsinnig viel zu sehen. Jeden Morgen wird der Strand beschallt von lauter Musik, die man sogar unter Wasser noch hören kann. Zeitweise spielen sie auch auf der anderen Seite des Strandes, sodass man mit dem linken Ohr ein anderes Lied wahrnimmt als mit dem rechten...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Franziska |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 10 |


