Das Hotel besteht aus dem Haupthaus, wo neben den Zimmern u. a. sämtliche Restaurants, Bars, drei Geschäfte und das Spa untergebracht sind, sowie einem vorgelagerten Bungalow-Areal. Ist man von der gepflegten Gartenanlage vor dem Entre'e und der grosszügigen und stilvollen Einrichtung in der Hotel-Lobby beeindruckt, relativiert sich das Ganze, je weiter man den Komplex eingehender begutachtet. Der Eindruck, dass man hier anfangs viel Liebe zum Detail aufbrachte und im Laufe der Zeit aus welchen Gründen auch immer jegliche Renovierungen / Erhaltungen einstellte, lässt sich an vielen Dingen ( nicht mehr ausgebaute Wege, fehlende Platten bzw. Steine, verkümmerte Pflanzen usw. ) feststellen. Das Hotel bietet All-in bzw. Vollpension an ( darüber s. Gästestruktur ) Das russische Reiseunternehmen PEGAS und das italienische VIAGGI haben offensichtlich die größten Kontingente gebucht. Die italienischen Gäste erkannte man an dem gelben bzw. orangen Bändern am Handgelenk ( Vollpension + 1 Getränk ). Neben diesen beiden Hauptgruppen trafen wir auf Polen, Tschechen, Slovaken und ca. 50 Deutsche. Die Alterstruktur reichte vom Baby bis zu älteren Herrschaften. Wir waren die ersten Maitage da. Die Mittagssonne ( 12.30-15.00 Uhr ) vertrieb auch die hart gesottenen Sonnenanbeter in die klimatisierten Räume. Das Wasser war je nach Sonneneinstrahlung zwischen 23 - 25 Grad. Wir hatten leider keinen Neopren mit, sodass aufgrund der manchmal kalt aufkommenden Strömungen ein längerer Schnorchelaufenthalt nicht möglich war. Dringend eine Kamera ( Unterwasser ) mitnehmen, es lohnt sich. Die angebotenen Bootstouren sind nicht erforderlich, das Riff zeigt genug her. Leider gibt es noch genug Gäste, die mit Badeschuhe auf dem Riff herum trampeln und dann auch noch die Fische füttern. Unerklärlich, warum das Personal nicht darauf achtet und zumindest Hinweisschilder aufgestellt hat. Ich fürchte, dass dieses Riff mittelfristig deshalb auch seine Reiz verliert. Abschließend: Wir sind leidenschaftlich Schnochler und sind nicht enttäuscht worden. Die anderen "Unzugänglichkeiten" ( wie oben beschrieben ) haben wir mehr oder weniger in Kauf genommen. Auf keinen Fall ist das eine 5* Sterne-Hotel, auch wenn sich ein externes Spa eingemietet hat. Wer nur einen Badeurlaub machen will, sollte sich woanders umschauen.
Wir hatten einen Bungalow mit Meerblick gebucht. Die Einrichtung ist zweckmäßig und mit einem überdimensionalen Bad. Die nicht zusammenstellbaren Betten und deren Matratzen waren in Ordnung.Der Kühlschrank funktionierte. Der TV war mit ARD, RTL II und RTL ( CH ) gespeist. Es handelt sich um Doppelbungalows. Im Wohn-/Schlafraum gab es eine verschlossene Verbindungstür. Wir hatten den Nachbarn schnarchen und das Klingel vom Wecker gehört. Die sog. Low-Cost Bungalows liegen abseits in dem Areal und sich aus Holz. Auf Internet über Smartphone haben wir aus Kostengründen verzichtet. Die Verbindung ( PC in der Lobby ) dauert ewig. SMS gingen zügig weg.
Die Hauptmahlzeiten werden im Haupthaus in einem Restaurant mit vorgelagerte Terrasse ( 07.-10.00 Uhr - 13.00 - 15.00 Uhr und 19.00 -22.00 Uhr ) eingenommen. Zu den sog. Stosszeiten irrte man schon ein wenig herum, um einen Platz zu finden. Div. Gäste erwarben im Souvenirshop Tassen, um sich einen Tee machen zu können. Neben Tassen waren u.a. Schüsseln für Obst oder Müsli Mangelware, sodass sich dort Schlangen bildeten. Angeblich habe die ägyptische Manufaktur Probleme mit der Lieferung von Geschirr. Wer`s glaubt!!. Wir haben abends immer in dem HODDINI`s Restaurant gegessen, das vornehmlich von deutschsprachigen Gästen und teilweise auch von Italiener aufgesucht wurde. Die Getränke wurde von den Kellnern an den Tisch gebracht, das Essen war in Büffetform. Die Essenskultur einer bestimmten Gästegruppierung hat dazu geführt, dass es abends zu dieser räumlichen "Trennung" kommt. Eine bemerkenswerte Einrichtung, die uns bisher noch nie vorgekommen ist. Das Angebot war aus unser Sicht reichhaltig und schmackhaft. Das arabische Restaurant haben wir nicht aufgesucht. Neben dem Hauptrestaurant konnte man in der Mittagszeit an der Beach-Bar am Hauptstrand Snacks einnehmen ( haben wir nicht probiert). Die im Haupthaus untergebrachte AURORA-Bar, was Sauberkeit und Einrichtung betrifft ist das Ambiente von jedem größerem Bahnhofsrestaurant höher anzusiedeln, bietet ungeniessbare Burger mit Pommes an. Die Abende haben wir meistens in der Cincinatti-Bar verbracht, die vollklimatisiert einen angenehmen Aufenthalt vermittelte, zumal das dortige Service-Personal gegenüber der AURORA-Bar geschult ist. Das am sog. Schnorchelstrand gelegene LADORADA-Fischrestaurant ist " gebührenpflichtig". Lediglich die Getränke am Tage sind im Allin-Pakt.
Wir haben bis auf sehr wenige Ausnahmen nur gute Erfahrungen mit dem Personal gehabt. Vielleicht hat auch der mal hin und wieder zugesteckte Bakschisch in Form von 1 Dollar-Scheine etwas dazu beigetragen. Das Personal kann sich auf russisch, italienisch und englisch verständigen. Lediglich der Herr "Fatih" an der Rezeption war der verständlichen deutschen Sprache mächtig. Erfahrene Ägyptenreisende wissen, dass man in Hinblick auf Hygiene und Sauberkeit keine westeuropäische Ansprüche stellen kann. Erstaunt waren wir über unseren Room-Boy, der uns ständig fragte, ob er heute unseren Bungalow reinigen solle. Unserer Bitte, die verdreckten Gardinen und den defekten Duschschlauch auszuwechseln, kam man sofort nach. Für die deutsche MInderheit war die deutsche Gästebetreuerin stets bemüht, den Beschwerden oder Anliegen umgehend nachzugehen und um Abhilfe zu veranlassen. Uns kam es vor, dass sie allzu häufig gegen das träge Management anzukämpfen hatte.
Die Anlage liegt ca. 30 km vom Flughafen Hurghada. Der Transfer dauert aufgrund der vor dem AL Nabila liegenden angefahrenen Hotels ca. 50 - 60 Min. Mit dem Taxi ist man nach 30. Min in Hurghada. Je nach Lage des Zimmers bzw. der Bungalows kann man schon einen ca. 5 minütigen teilweise auch beschwerlichen Weg zu den Strandabschnitten haben. Außerhalb des Hotels gibt es nur Geröll, Dreck, Abfälle und viel viel Staub. Die fortwährend am Strand angebotenen Touren haben wir nicht wahr genommen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Über das italienische Reiseunternehmen VIAGGI wird auch der sog. Orange-Club geleitet. Die Animateure sind überwiegend italienischer Herkunft. Das "Abendprogramm" ( wir haben uns es nur einmal angesehen und sehr gewöhnungsbedürftig ) wird in italienisch, russisch und englisch moderiert. Die Poolanlage mit div. Rutschen haben wir nicht genutzt. Der Hauptstrand sowie div. kleinere "Strände" sind mit Sand aufgeschüttet worden. Barfusslaufen bedeutet sich in Gefahr zu begeben, leichtere oder auch größere Verletzungen durch Geröll zuzuziehen. Also bitte Badeschuhe anziehen! Wir waren aufgrund des Riff`s nur an dem sog. schwer zugänglichen "Schnorchelstrand", der max. mit 20 - 22 Schirmen und ca. 50 Liegen bestückt ist. Nach kurzer Zeit bekamen wir mit, dass man nach Bezahlung eines Backschisch beim Strandboy für den Urlaubsaufenthalt seine feste Liege bekommen konnte. Morgen um 08.00 Uhr!! waren alle Liegen bereits mit den Hotelhandtüchern belegt. Es herrschen in der Bucht die Gezeiten und gerade bei Ebbe sieht man deutlich die bis an den Strand manchmal scharfkantigen Steine. Zugang in`s Wasser war eine schmale Stelle ( in Höhe des Strandboys ). Das Riff ist ein Traum, das beste HAUS-RIFF was wir bisher in Ägypten vorgefunden haben. Die Quantität und Vielfalt der Fische, u.a. Octopus und Rochen, sowie der Korallen, machten das tägliche Schnorcheln immer wieder zu einem Erlebnis.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gaby |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 13 |


