Das „Seabel Alhambra“ ist eine weitläufige Anlage in maurischem Stil mit vielen Innenhöfen und zum Teil mit Springbrunnen, die Zimmer verteilen sich auf das Hauptgebäude sowie auf mehrere, zweistöckige Nebengebäude. Obwohl als Beach Hotel deklariert, ist der Strand ca. 400 Meter vom Hotel entfernt – als ich das bei „Google Maps“ gesehen, wollte ich sofort wieder stornieren. Letztendlich war der Weg vom Hotel aber gar nicht so schlimm. Das Hotel ist in der 4 Sterne Kategorie eingegliedert – na ja – das glaub ich nun eher nicht. 3 Sterne treffen da schon eher zu. Das gesamte Ambiente ist meiner Ansicht ein bischen lieblos und kahl. Das große, offene Atrium im Eingangsbereich ist zwar ganz nett mit Lounge-Möbeln ausgestattet, aber es fehlen z.B. dekorative Pflanzenkübel oder ähnliches. Warum verstecken sich die Springbrunnen in den Neben-Innenhöfen, warum ist nicht gleich im Atrium ein Springbrunnen als 1. Eindruck installiert? Ebenso der offene Innenhof, der zum Restaurant gehört. Es ist zwar wunderbar, dass man im Freien essen kann, aber auch hier fehlt die Deko, es ist ziemlich kahl und steril An der Rezeption gibt es u.a. einen Geldautomat, einen Kofferabstellraum, einen Raum mit den Miet-Safes (2 Dinar/Tag) sowie eine kleine Computer-Ecke. Zu der Anlage gehören vier Pools, einen zentralen Pool mit Animation, zwei Kinderpools und einen Pool in Strandnähe ohne Animation. Dieser Pool ist groß genug, um auch mal seine Bahnen zu ziehen. Desweiteren gibt es ein großes Hallenbad und einen Spa-Bereich gegen Gebühr. Der Spa-Bereich ist sehr schön, das lohnt sich. Wir haben einmal den heißen Stein genutzt – ½ Stunde 6,00 Euro. War sehr erholsam. Im Wellness-Bereich gibt es zusätzlich ein sehr schönes Schwimmbad mit bequemen Liegen, Holzfußboden, brennenden Kerzen, dezentem Licht und freien Getränken. Die Preise für die Anwendungen sind auf recht hohem Niveau. Liegen, Auflagen und Handtücher sind inklusive. Allerdings gibt es für die Liegen am Strand keine Auflagen – nein falsch – es gibt genügend Auflagen am unteren Pool, jedoch wird es nicht geduldet, dass diese Auflagen mit zum Strand genommen werden. Dabei gibt es mehr Auflagen als es Liegen am Pool gibt. Die Liegen am Strand sind sehr hart und stellenweise ziemlich ramponiert. Es wäre ein leichtes, einen Teil der Auflagen auch für die Strandliegen bereitzustellen – entzieht sich meiner Kenntnis, warum das nicht gemacht wird. Liegen-Reservierung per Handtuch ist uns nicht aufgefallen, wird auch nicht toleriert, Hinweis-Schilder sieht man entsprechend. Handtücher gibt es nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 10 Dinar / Handtuch. Dann erhält man eine Karte/Handtuch mit der man dann die Handtücher am Animations-Büro abholen kann. Der Handtuchtausch ist jederzeit möglich. Nicht vergessen, am Urlaubsende die Handtücher wieder abzugeben und die Karte abzuholen. Die Kaution gibt es nur nach Abgabe der Karte an der Rezeption zurück. Da hat man wohl schlechte Erfahrungen gemacht, dass diese Vorgehensweise praktiziert wird – obwohl – so toll sind die Handtücher nun auch nicht, dass man sie mit einpackt. Internet-Nutzung nur im Lobby-Bereich und gegen Gebühr möglich. Kostenpunkt 5 Dinar für eine ½ Stunde. Der Access-Code wird von einem Mitarbeiter an der Rezeption direkt auf dem Gerät eingegeben, so dass auch nur für dieses Gerät nutzbar. Na ja. Die Gäste-Struktur ist sehr gemischt, hauptsächlich Deutsche und Franzosen, einige Engländer und Niederländer, am Wochenende dann auch viele tunesische Familien. Es wird überall Deutsch gesprochen und verstanden, französisch und englisch sowieso und ein „shukran“ (arabisch für danke) wird lächelnd quittiert Das Hotel bietet ein tolles Preis/Leistungsverhältnis und ist optimal, um für wenig Geld für eine Woche dem „Ende Oktober-Blues“ in Deutschland zu entkommen. Für einen längeren Aufenthalt fehlt es uns aber an Ambiente im Hotel und Gemütlichkeit in den Zimmern. Und ein Aufenthalt in der Hauptsaison und entsprechender Belegung – undenkbar. Uns kam einmal am Strand ein junger Mann entgegen, zeigte uns eine zwei Euro Münze, die er am Strand gefunden hat, fragte nach dem Wert in Dinar und wollte uns die dann schenken, weil die Banken wohl keine Münzen annehmen. Im Gegenzug wollte er dann als Erinnerung ein 5 oder 10 Cent Stück haben. Im Hintergrund stand – als ob er da auch zufällig langläuft und nicht dazu gehört - ein anderer Mann. Man mag jetzt böses denken, aber ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir unser Portemonnaie herausgeholt hätten, um seinem Wunsch zu entsprechen. Wir haben dann abgelehnt, auch seinem Wunsch nach einer Zigarette nicht entsprochen und sind weitergegangen. Die beiden sind dann – auf einmal - vereint weitergezogen. Also - immer ein bischen aufpassen und nicht allzu gutgläubig sein. Ein Internet-Cafe oder freies WLAn haben wir trotz Suche nicht gefunden. Ist eigentlich erstaunlich. Ich kann in einer Plamenhütte in Asien problemlos und vorallem kostenlos einen Internet-Zugang nutzen, hier jedoch ist es fast unmöglich, vor allem nicht kostenlos
Meiner Ansicht nach DER Schwachpunkt des „Seabel Alhambra“ Es soll auch neu renovierte Zimmer im Hauptgebäude geben, die wirklich schön sein sollen – ist schwer zu glauben. Wir hatten einen Bungalow gebucht, diesen aber kurz nach Betreten gleich wieder verlassen, zwar sehr groß aber zu dunkel, zu ungemütlich und zu lieblos eingerichtet. Zimmerwechsel in eines der Nebengebäude direkt am Pool, aber auch lieblos, zweckmäßig und ungemütlich eingerichtet, aber nicht ganz so schlimm wie der Bungalow. Aber schön war das Zimmer trotzdem nicht, zwar ausreichend groß aber z.B. nur drei Steckdosen im ganzen Zimmer (eine davon im Bad), zwar AirCon, aber nicht regulierbar, entweder an oder aus, keinen Safe, keinen Kühlschrank (Minibar nur gegen Gebühr Dinar 7,50/Tag), das Zimmer sehr hellhörig, die Kanalisationsgerüche aus dem Bad haben auch nicht zum Wohlfühlen beigetragen aber der größte Witz war die Zimmertür, einfach mit einer Kreditkarte oder einem beherzten Stoß zu öffnen. Ein Hoch auf Photo Shop, den die Bilder der Zimmer auf der Homepage des Hotels haben mit der Realität nicht wirklich viel gemeinsam. Auch die Lage direkt am Animationspool war nicht ganz so optimal, wurde man doch auch mal bis um halb zwei nachts beschallt. Ein erneuter Zimmerwechsel wäre bestimmt möglich gewesen, wollten wir uns dann aber auch nicht mehr geben. Wenigstens war das Bett angenehm und auch der Balkon war nett. Die Zimmerreinigung war eigentlich auch o.k. – lediglich der Sandhaufen, der sich auf der Anrichte durch das Abstellen der sandigen Wasserflaschen gebildet hat, wurde ignoriert. Dafür wurden T-Shirts immer nett gefaltet.
Bei Buchung „All-In“ Frühstück, Mittag- und Abendessen in Buffet-Form, Zwischensnack, Pizza, Crepes, Kuchen, Gebäck, Tunesisches Menü 1 x die Woche, Spaghetti jeden Abend nach dem Show-Programm. Das Essen war mengenmäßig o.k. mit verschiedenen Themen-Abenden – so wurde einmal ein ganzer Thunfisch, ein anderes Mal ein ganzer Truthahn frisch filetiert oder es gab Scampis. Schön war die „italienische Ecke“ – frisch zubereitete, verschiedene Nudelgerichte oder Pizza aus dem Ofen. Natürlich reichlich Salate und Gemüse. Göttlich das riesige Dessert-Büffet mittags und abends sowie frisches Eis. Morgens dann frische Croissants, Crepes mit Schoko-Sauce, Schoko-Brötchen, Weißbrot und Toast, der obligatorische „Eiermann“ fehlte auch nicht. Wurst- und Käse wurden auch angeboten, der Käse war o.k., die Wurst traf meinen Geschmack nicht. Für meinen Geschmack war das Essen aber nicht abwechslungsreich genug, zu fade und zu ungewürzt, von der Gewürzecke haben wir daher reichlich Gebrauch gemacht. Die Hygiene ist sehr gut, das Küchenpersonal trägt Haarnetz und Mundschutz, wir haben alles gegessen und unsere Getränke auch mit Eis bestellt – keine Probleme mit Magen/Darm. Ist schon erstaunlich, wie sich einige Gäste anstellen, wenn der Barkeeper den Drink mit Eiswürfeln auffüllen möchte. Die Bars bieten die üblichen lokalen alkoholfreien und alkoholischen Getränke an, das Bier wird frisch gezapft. Im Restaurant ist Getränkeservice (mittags und abends), an den Poolbars Selbstbedienung. Schön ist auch, dass die Tische im Restaurant mit Stoffservietten und Stofftischtüchern eingedeckt sind. Wir haben nach Möglichkeit immer draussen gegessen, denn der Innenraum des Restaurants hat ein bischen Kantinencharakter, der Geräuschpegel ist entsprechend hoch.
TOP – TOP – TOP – wirklich die Mitarbeiter sind das Beste an dieser Anlage. Ausnahmslos alle Mitarbeiter sind freundlich, grüßen, winken, lachen und schäkern. Ein Problem, das wir mit dem Zimmer hatten, wurde schnell behoben, unser Wunsch nach einem Zimmerwechsel anstandslos umgesetzt. Besonders die Mitarbeiter im Restaurant, trotz der langen Saison und der langen Arbeitszeit immer freundlich, hilfsbereit und aufmerksam. Man wusste, wenn wir zum Essen kamen, was wir trinken möchten, stellte entsprechend einen Aschenbecher hin usw. Und natürlich gibt man gleich am Anfang und mal zwischendurch ein „Bakshish“ – das macht man doch ebenso, wenn man hier zum Essen geht. Und natürlich wird dann der Service noch besser – ist doch klar. Und auch die Jungs an den Bars, der Kofferträger, der Pool- oder der Strandboy, der die Liegen hinstellt, der „Eiermann“ oder die Putzfrauen haben ihr „Bakshish“ - die arbeiten doch für uns, dann sollte es sich doch von selber verstehen, dass man sich dafür auch mal bedankt.
Nur angenehme 30 Minuten Fahrtzeit vom Flughafen „Enfidha“ sind es zum „Seabel Alhambra“, zum quirligen, ganz dem Touristenbedarf angepassten Hafen „Port El Kantaoui“ mit zahlreichen Geschäften, Bars und Restaurants sind es bequeme 20 Minuten Fußweg, entweder an der Straße oder am Strand entlang. In entgegengesetzter Richtung nach ca. 500 Metern erreicht man weitere Lebensmittel-, Souvenir oder Klamottenläden. Und auch „Sousse“ ist mit dem Taxi nicht weit entfernt. Der Strand ist sehr schön, feiner, weicher Sand, sanft abfallendes Ufer. Alles ist relativ sauber, die zu den Hotels gehörenden Strandabschnitte werden täglich gereinigt, abseits davon gibt es schon mal Müll, aber das ist völlig normal. Es laufen viele Strandverkäufer, Tourenanbieter oder Wassersport-Anbieter herum, die ihre Produkte sehr aktiv verkaufen. Nicht genervt oder unhöflich sein, die machen nur ihren Job und müssen auch Geld verdienen, um die Familien zu ernähren. Am Strand kann man wunderbar spazieren gehen. Es gibt einige Beach Bars für einen Kaffee oder einen Snack während des Spaziergangs
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport wird sehr viel geboten, ohne Gebühr kann man Dart-, Tischtennis oder Boccia spielen, Bogen schießen, es gibt ein Beach Volleyball und ein Fußballfeld, am Strand kann man segeln, Kanu- oder Tretboot fahren. Desweiteren hat die Anlage 14 Tennisplätze (Flutlicht gegen Gebühr). Gegen Gebühr besteht die Möglichkeit, einen Tennis-, Tauch oder Golf-Kursus zu buchen, zahlreiche Golfplätze sind in Geh-Weite vom Hotel entfernt. Animation ist nicht unser Ding, auf jeden Fall waren die Animateure mit Begeisterung und entsprechender Lautstärke dabei und zahlreiche Gäste haben mit Freude und ebensolcher Begeisterung an den angebotenen Spielchen teilgenommen. Wer das nicht braucht, geht zum Ruhe-Pool in strandnähe und gut ist. Für die Kleinen gibt es einen Spielplatz, einen Baby- (gegen Gebühr) und einen Mini-Club, Tanzveranstaltungen und eine Disco runden das Unterhaltungsprogramm ab.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Matthias |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 21 |


