Das Hotel besteht aus vielen Gebäuden, davon mehrere, in denen Zimmer untergebracht sind, die auch verschieden alt sind, so dass man nur einen Teil der Wohnanlage kennenlernt. Daher ist eine Bewertung aller Teile nicht möglich, wenn man nur in einem der Gebäude übernachtet hat. In einigen Berichten über den alten Teil des Hotels waren hier negative Bewertungen zu finden. Wir haben im (wahrscheinlich neueren) Teil gewohnt, in dem auch die Rezeption und das Restaurant untergebracht sind. Dieser Teil ist zweigeschossig und sehr gut gepflegt. Überhaupt wird im Hotel offensichtlich sehr viel Wert auf Sauberkeit gelegt. Als Tipp: Wir haben nach dem Lesen der Berichte hier im Reisebüro extra um Unterbringung im neuen Teil gebeten. Die ganze Anlage ist im maurischen Baustil gehalten, was einem auch unter fast ausschließlich europäischen Bewohnern das Gefühl vermittelt, sich in der arabischen Welt zu befinden. Die Gäste teilen sich wie folgt auf: Viele Italiener und Franzosen, und durch die langen Pfingstferien (Reisezeit 30. 5.-7. 6.09) in Süddeutschland auch viele Familien von dort. Das Hotel bietet "Ultra All Inclusive" an, also Getränke rund um die Uhr, sowie Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnacks und Abendessen, so dass es zwischen sechs und 21 Uhr fast ganzzeitig was zum Essen gibt. Auf jeden Fall sollte man etwas gegen Mücken und Moskitos mitnehmen, am besten etwas, das verhindert, dass die Biester überhaupt stechen, aber auf jeden Fall etwas, das danach Schmerzen lindert. Auch ist etwas gegen Übelkeit und Durchfall zu empfehlen. Uns hat es jeweils einmal erwischt, bei mir war es wohl der Fisch aus dem Restaurant und bei meiner Freundin die Kombination Sonne und Bootschwanken. Ich habe mir die Zähne mit Mineralwasser (bekommt man im Restaurant oder an jeder Bar) geputzt, da das Wasser stark chlorhaltig war und nicht zum Runterschlucken geeignet ist. Der Handyempfang war gut, es gab keine Schwierigkeiten, nach Deutschland zu telefonieren. Über den Preis weiß ich noch nichts zu sagen, wir haben allerdings auch nicht viel mit der Heimat telefoniert. Handy- oder Batterieladegeräte passen im Übrigen auch in tunesische Steckdosen. Ich denke, dass die Zeit, zu der wir gereist sind, die wohl beste Zeit ist, um Tunesien zu besuchen, es herrschten (Ende Mai, Anfang Juni) schon jetzt Temperaturen von über 30 Grad am Tag, da will ich den tunesischen Sommer gar nicht erleben. Aber wer es heiß mag, kann ja auch später reisen. Grundsätzlich rate ich jedem, mit den tunesischen Händlern um alles zu feilschen, ob es Andenken sind oder Kameltouren oder Taxifahrten. Die Landsleute erwarten das auch so und setzen ihren Anfangspreis natürlich was höher an, gehen aber bereits nach dem ersten Nachfragen oder "Ich weiß nicht recht" schon von sich aus runter und machen einen Preis "nur für dich".
Unser Zimmer war ziemlich geräumig, es hatte ein großes Wohn-/Schlafzimmer mit französischem Bett (Eine große Matratze, eine Decke!), großem Kleiderschrank, einer Sitznische mit zwei Matratzen und einem Tischchen, zwei Stühlen, sowie einem Fernseher (mit ZDF, RTL und Videotext), außerdem ein großes Bad mit Wanne und großem Spiegel, einen Raum, in dem nur die Toilette war, und einen Abstellraum (in dem ein großer Tank an der Decke befestigt war und den wir nicht genutzt haben). Leider hatten wir keinen Balkon, nur eine Tür mit Geländer vor, auf dem die Handtücher trocknen konnten. Es gab aber auch Zimmer mit Balkonen, doch auf die konnte man aus unserem Zimmer gut drauf sehen. Von dieser Tür bot sich ein Blick auf den vorderen Bereich des Hotels mit der Rezeption, ein Stück des Meeres konnten wir auch sehen. Die Zimmer werden natürlich täglich gesäubert (einmal waren an einem Tag sogar zweimal Reinemachfrauen in unserem Zimmer), dabei Handtücher und Bettzeug gewechselt. Überhaupt war das Zimmer in sehr sauberem Zustand, auch die Wanne und die Toilette. Zur Begrüßung standen Früchte und Süßigkeiten auf dem Wohnzimmertisch, die Früchte waren uns allerdings nicht geheuer. Einen Safe gab es nicht auf dem Zimmer, es gab leider nur Schließfächer an der Rezeption, die aber überwacht waren und für 2 TDN am Tag verfügbar waren.
Das Restaurant des Hotels bietet von 6 bis 10 Uhr Frühstück, von 12. 30 bis 14 Uhr Mittagessen, und von 19 bis 21 Abendessen an. Durch die sehr große Auswahl am Büffet müsste jeder noch so wählerische etwas bei jeder Mahlzeit finden. Morgens gab es Brötchen, Croissants, Müsli, Joghurt, Pfannkuchen, Omelette, Kaffee, Kakao und frisch gepressten O-Saft. Leider waren die nicht süßen Brötchen sehr klein und es gab nur eine Sorte Käse und Aufschnitt, was mir als einziges nicht gefiel. Das Frühstück wirkte auf mich eher französisch geprägt (Baguettes und Croissants), während mittags und abends die Küche sehr italienisch geprägt war (es gibt immer Pizza und Nudeln). Aber zu jeder Mahlzeit gab es auch landestypisches (außer am italienischen Abend, an dem es sogar Schweinefleisch gab), und neben Suppen, Salaten und "live-Cooking" ein reichhaltiges Büffet mit Gemüse (Kartoffelgerichte, Tomaten, Auberginen etc.) Fleisch (vor allem Rind und Truthahn, Schwein gab es nur einmal, oft auch kaltes Vitello Tonnato), Fisch oder Leber (wer's mag) und eine riesige Auswahl verschieder Nachtische. Ab und zu stand das Abendessen unter einem Motto (Candle Light Dinner, italienisch, Fischabend oder tunesischer Tag), was sich natürlich dann auch aufs Büffet auswirkte. Am Pool gab es zu dem am Nachmittag ab etwa 16 Uhr Snacks. Das bedeutet, es gab Croissants, Pizzastücke, Crepes (wahlweise mit Schokosoße) und kalte Pommes. Die kleine AI-Bar am Strand machte gegen 17 Uhr zu, die große hatte aber noch abends geöffnet, am Pool schloss die Bar Punkt 23 Uhr, die Bar am Restaurant hat offenbar 24 geöffnet, was wir allerdings nicht genau bestätigen können. Die kleine Strandbar bot Bier (nachmittags allerdings schon warm), Wasser, Cola und Säfte an, die große (allerdings ja nicht im AI-inbegriffene) bot auch Cocktails etc. an. Kaltes Bier, Cocktails und alle anti-alkoholischen Getränke gab es auch an der Poolbar und der Bar zwischen Rezeption und Restaurant.
Die Angestellten des Hotels waren ausnahmslos freundlich und hilfsbereit. Unsere Koffer wurden nach dem Check-Inn (mit scheußlichem, aber wohlgemeinten Begrüßungsgetränk) auf das Zimmer getragen. Jeder Angestellte, ob Gärtner, Koch oder Putzfrau, Kellner, Barkeeper, Poolausicht und Animateure sowieso, waren stets freundlich und grüßten bei jeder Begegnung. Auch ohne Trinkgeld gab es bei jeder Mahlzeit einen Kellner, der Getränke gebracht hat, und am Pool und am Strand bekam man immer eine Liege, die der Bademeister zusammen mit Matratze höchstpersönlich zum gewünschten Ort bringt. Fast alle Arbeiter im Hotel sprechen Deutsch, auf jeden Fall genug, um zu verstehen, was man möchte. An der Rezeption kann man Euro in Dinar wechseln, ohne eine Gebühr zahlen zu müssen, eine Wäscherei ist auch vorhanden, wurde von uns aber nicht gebraucht.
Nach der Landung in Monastir fuhren wir knapp fünfzig Minuten bis zum Hotel. Die Straßen sind in Recht gutem Zustand auf dieser Strecke und der Bus war klimatisiert, so dass dies kein Problem für uns war. Nach der Einfahrt mit dem Bus ins Hotelgelände erreicht man sofort im vorderen Bereich des Gebäudes die Rezeption. Die Bar und das Restaurant liegen gleich dahinter. Etwa hundert Meter vom Eingang befinden sich die Pools und die Disco dieses Teils, außerdem gibt es ein Hallenbad (von uns nicht genutzt) direkt vorm Eingangsbereich und eine Minigolfanlage auf der anderen Seite der Einfahrt. Das Gelände des Hotels ist sehr weitläufig, es liegen viele Tennisplätze und ein Golfplatz am Hotel. Der Weg zum Strand führt am anderen (dem vermutlich älteren Teil) und zwischen den Tennisanlagen des Hotels vorbei. Nach knapp drei Minuten Fußweg erreicht man den Strand, dort liegen eine große, kostenpflichtige, und eine kleine, für AI-Leistungen vorgesehene, Strandbar. Außerdem wird dort noch ein neuer Teil des Hotels errichtet, an dem derzeit hinter einem Bauzaun gebaut wird. Vom Strand aus kommt man nach etwa 15-20 Minuten entspanntem Spaziergang zum Yachthafen, nebem dem die Innenstadt mit vielen Geschäften, Restaurants, Blumenwiesen und sogar einem Freizeitpark liegt. Wir haben uns diese Teile des Ortes angesehen, eine Katamaranfahrt und einen Ausflug mit einer Kamel-Karawane gemacht. Das können wir alles weiterempfehlen, es gibt zudem noch etliche weitere Möglichkeiten, Ausflüge oder ähnliches zu machen. Zu nennen wären da neben den Katamaranen noch Glasbodenboote und Piratenschifftouren mit Verpflegung auf dem Wasser und fürs Land Quadfahrten, Kutschenfahrten, am Strand lang reiten (wird auch von den Karawanen angeboten) und Buggy-Fahrten. Eine Reise nach Sousse (mit uralter Medina und Stadtmauer) oder Safaris und Reisen in andere Landesteile haben wir ebenfalls nicht mit gemacht, werden aber im Hotel von den Reiseveranstaltern angeboten. Am Strand kann man Jetski, "Bananen", Tretboote, kleine Segelboote, Wasserski und Fallschirmgleiten buchen. Als weiterer Tipp von uns: Die Reiseveranstalter sagen im Informationsgespräch im Hotel, man solle möglichst über den Veranstalter buchen. Das ist für Reisen ins Landesinnere oder Safaris etc. wohl auch ratsamer, allerdings für Bootsfahrten, Quads, Kamele und Aktivitäten am Strand lohnt es sich, mit örtlichen Anbietern noch um ein paar Dinars zu feilschen. Auch das gehört ja zu einem Urlaub in einem solchen Land! Für Leute, die sich nicht so gern zu Fuß von Ort zu Ort bewegen, sind Taxen am Erschwinglichsten. Vom Hafen bis zum Hotel kostet eine Fahrt nur etwa zwei Dinar. Gegen etwas mehr Geld (4 TDN p. P.) kann man aber mit sogenannten Tuk-Tuks (dreirädige, motorisierte, oft offene "Rikschas") oder gegen noch etwas mehr Geld mit der Pferdekutsche fahren (ca. 15 TDN, verhandelbar).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Hotel bietet sehr viele Sport-Möglichkeiten, es gibt um die 14 Tennisplätze und einen Golfplatz (haben wir nicht genutzt, kann gut sein, das man dafür zahlen muss oder zumindest eine Kaution fällig ist), Minigolf, Tischtennis, Bogenschießen, Billard, Dart, Boccia, Schwimmen sowieso, Volleyballfeld, Handballtore (alles inklusive) und im Hallenbad auch einen Wellnessbereich. Wassersport (s. o.) kostet Geld (Jetski z. b. 35 TDN für 20 Minuten, Am Fallschirm hinterm Boot langziehen lassen 35 TDN, etc., aber Preise verhandelbar). Außerdem gibt es mehrere Spielplätze im sehr bunten (tolle Blumen) Hotelgarten. Die vielen Animateure bieten zudem über den ganzen Tag verteilt Tänze an (mittags am Pool, mal Cha Cha Cha, mal Bauchtanz, täglich Aerobic am Pool und im Pool) während des Abendessens auf dem Hof vor dem Restaurant und nach der "Mini-Disco" für Kinder in der Disco dann Standardtänze aller Art. Die Pools des Hotels sind ziemlich schlicht, es gibt zwei tiefe Becken und ein flaches für kleine Kinder, aber keine Rutschen oder Sprungmöglichkeiten. dafür bekommt man wie schon gesagt immer einen Platz und am Hauptpool findet auch der größte Teil der Animation tagsüber statt (neben den Tänzen und Aerobic gibt es auch "Überraschungsspiele" wie Dart, Minigolf, Wasserbombenfangen etc.). Am Pool kann man sich auch ein Henna-Tattoo machen lassen, das je nach Größe kostet (meine Freundin hat sich für 20 TDN ein chinesisches Zeichen über den Knöchel machen lassen), und das etwa eine Woche gehalten hat, bis erste Teile unsichtbar wurden. Abends gibt es dann vor diesem Pool die Mini-Disco, die jedoch manchmal in der Disco stattfindet. Anschließend gibt es in dieser Disco täglich wechselnde Shows, bei denen die Animateure tanzen, singen oder Sketche aufführen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Björn |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


