- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel "Renaissance Hanioti Resort" besteht aus 9 einzelnen und herrlich angelegten Gebäuden mit insgesamt 70 Wohneinheiten (Suites und Junior Suites, aber alle sollen laut Katalog gleich groß sein). Die neun Gebäude sind alle höchstens drei Stockwerke hoch (Erdgeschoß, 1. Etage und 2. Etage). Die Anlage ist um 2004 herum gebaut worden und ist daher von außen sehr modern, stylisch und mit Liebe zum Detail (alte Olivenbäumeschön angeordnet im Anlagengefüge etc.) eingerichtet. Alles wirkt noch sehr frisch. Man kann zwischen Frühstück und Halbpension entscheiden - beides ist dann mit Buffet! Die Gästestruktur lässt sich einfach darstellen: zu rund 80% wird die Anlage von englischen Familien mit Kindern dominiert, die auch mal ganz gerne verbotenerweise mit Tam-Tam in den Pool (teils auch von der poolüberspannenden Brücke) springen. 10% bilden dann auch noch Griechen und die restlichen 10% belegen dann die deutschen Gäste, auch entweder Familien oder ältere Paare. Trotz der kleinen Mängel (Klimaanlage, Geschirr) ist das Hotel sicherlich eines der besten in Hanioti: Es ist zentral, aber doch ruhig und bietet ein äußerst stilvolles Ambiente. Wir können nur dazu raten, nur Frühstück zu buchen, da man im Ort abends im Vergleich zur Hotelanlage wirklich günstig essen kann. Am wärmsten ist es Mitte Juli bis Mitte August. Unbedingt empfehlenswert ist es ein Auto zu mieten und einmal die Halbinsel Sithonia zu umfahren und dort wiederum sehr empfehlenswert ist die klare Badebucht von Vourvourou!
Es gibt zwei Arten von Zimmern: die Junior-Suiten bis 2 Personen und die Suiten (getrenntes Schlafzimmer bei gleicher Ausstattung) für bis zu 4 Personen. Die Möblierung ist, nennen wir es, schlicht: Kleiderschrank, Safe, Kommode und Nachttische. Nicht zu vergessen ist die Kochnische, die aber viel Wärme ausstrahlt, da der Kühlschrank unten eingebaut ist und daher die Luft nur schlecht zirkuliert. Außer drei Gläsern gibt es kein Geschirr. Der Balkon (wir hatten in der Suite sogar 2 einzelne, aber es gibt auch solche mit einem großen) bietet Stühle und Tisch als auch Platz zum Aufhängen von Badesachen. Sat-TV beinhaltete BBC, RTL, ZDF, einen russischen Sender und mehrere griechische. Von den Nebenzimmern hat man kaum was mitbekommen. Zur Klimaanlage haben wir ja eingangs schon ausreichend erzählt. Die ist leider wirklich nicht in der Lage mehr zu leisten.
Es gibt ein offenes Restaurant, das bis hin zum Poolrand reicht, aber trotzdem überdacht ist. Das Gedeck etc. wirkt sehr stilvoll. Wir hatten nur Frühstück und da war eigentlich für jeden was dabei: Brötchen, Croissants, Gebäck, Marmeladen, Nutella, Schinken, Wurst, Speck, Käse, Ei, Spiegelei, Früchte, Jogurt, Kuchen, Kaffee, Tee, zwei Säfte, Wasser und tagtäglich Sekt. Wenn es irgendetwas nicht mehr gab, so wurde eigentlich schnell nachgefüllt, es sei denn es war schon zehn vor zehn (um zehn Uhr ist Ende mit Frühstück). Da keiner zwingend um 7. 30 Uhr im Urlaub aufsteht (es sei denn man braucht Pool-Liegen, aber dazu im nächsten Punkt mehr), war es eigentlich so kurz nach 9 Uhr meistens am vollsten und man fand nur noch vereinzelt Tische drinnen und kaum am Pool. Die Qualität war so wie man sie halt aus Hotels gewohnt ist: solide. Nichts Weltbewegendes, aber auch nichts Abstoßendes. Es wurde immer schnell abgeräumt und wieder fix gedeckt. Tagsüber konnte man sich in der Bar Snacks (Pizza, Eis, Sandwiches, Baguettes, Pommes) und Getränke an den Pool bringen lassen, jedoch war das alles (genauso wie das A-La-Carte-Restaurant mittags) über Maßen überteuert (Bsp.: Pommes 4, 80 Euro, Stück Pizza 3, 80 Euro, Bier auch an die 4 Euro, Grillteller für 1 Person um die 17 Euro). Die Pina Colada, die ich mir einmal für 7, 90 Euro bestellte, war aber eher ein 50: 50-Mix aus Batida de Coco und Vodka... Das Essen der Halbpensionisten fing unseres Empfindens nach sehr spät um 20 Uhr an. Einmal in der Woche gibt es einen Grillabend. Zur Qualität des Abendbüffets können wir uns aber nicht äußern, da uns der Preis von 25 Euro/Person + Getränke abschreckte.
Nahezu alle Service-Kräfte waren wirklich immer freundlich, bemüht und zuvorkommend. Es gibt so einige kleine Details, die das Hotel zu einem Vier-Sterne-Hotel machen: sei es der Kofferträger Elias oder der Sektempfang an der Rezeption. Außer den Putzkräften (teilweise russischer Abstammung) sprechen eigentlich alle an der Rezeption passables Deutsch und im Notfall kommt man mit Englisch auch überall weiter. Der Umgang mit Beschwerden macht einen recht guten Eindruck: nachdem die erste Nacht trotz angeblicher Klimaanlage nicht als geschlafe Nacht zählen kann (wie auch, wenn man im Liegen schwitzt und es draußen kühler ist als drinnen?) und wir uns an der Rezeption beschwerten, wurde unverzüglich ein Techniker geschickt, der aber etwas ratlos da stand. Man gab uns eine zweite Chipkarte, damit die Klimaanlage den ganzen Tag in Betrieb sein konnte, was aber nichts brachte. Man versuchte uns aber damit zu vertrösten, dass zurzeit eine Hitzewelle über Griechenland erginge (was man für griechische Temperaturen von knapp 35° im Juli nicht behaupten kann und außerdem sollte die Klimaanlage genau dann arbeiten). Als wir uns am zweiten Abend nochmals beschwerten, kam nochmals der Techniker mit, konnte aber nichts ändern, sondern uns nur ein anderes Zimmer anbieten (total abgedrängt und abgelegen und immer noch, wie das "alte" Zimmer, im 500er-Bereich, weswegen ein Zimmerwechsel wegen der Zentralklima nichts ändern würde). So quälten wir uns durch die zweite Nacht, wonach wir uns nochmals beschwerten (der Techniker hatte tatsächlich ein Problem an der Anlage festgestellt) und man bot uns ein Zimmer im 400er-Haus an, das viel besser zum Pool gelegen war. Unsere Koffer hat Elias dann wieder rübergebracht. Dort funktionierte die Klimaanlage zwar erheblich besser, aber es war nicht so, dass man frierte (was bei der kältesten Einstellung zu erwarten gewesen wäre). Die Reinigung war o. k. Sie kam täglich, manchmal sehr früh, manchmal sehr spät und Bade- und Handtücher wurden fast täglich gewechselt. Staub und Haare wurden lediglich in die Ecke gekehrt. Einmal erdreistete sich die Putzfrau die Chipkarte umzustecken, sodass die Klimaanlage den ganzen Tag nicht funktionierte und des anderen Tages wurde die Chipkarte nicht nur umgedreht, sondern ganz mitgenommen. Dank unserer zahlreichen Beschwerden hatten wir schon eine ganze Armada an Chipkarten. Da hatte die Putzfrau keine Chance gegen unserer Verlangen nach Kühlung. Auf unseren durch die Reiseleiterin geäußerten Wunsch nach Geschirr im Zimmer wurde aber leider gar nicht eingegangen. Auch eine Verlängerung unseres Aufenthaltes im Zimmer aufgrund der spätabendlichen Abholung war leider nicht möglich, aber man zeigte sich immerhin bemüht. Komfortabel war weiterhin, dass man den Schlüssel des Mietautos und das Auto selbst im Hotel abgeben konnte, anstatt sich in die abends für Autos gesperrte Innenstadt zu quälen.
Die Lage des Hotels ist wohl die beste in der ganzen Ortschaft: zum Strand (zum Strand später mehr) sind es wirklich 100m! Manche Zimmer in den oberen Etage haben womöglich auch Meerblick. Fast alle Balkons (außer die im 500er-Gebäude) sind zum Pool gewandt, aber trotzdem sehr ruhig am Abend, da - und hier kommt ein Minus-Punkt - der Pool um 19 Uhr dicht macht, was aber auch eingehalten wurde. Zum Ortszentrum, das wenig griechisches Dorfflair versprüht und nur auf den Tourismus (und hier wiederum auf den englischen, was sich in den zahlreichen SkySportsBars mit English Breakfast , Karaoke etc. widerspiegelte) eingestellt ist, sind es vom Hotel auch vielleicht höchstens 200-300m (5 Gehminuten). Zur Hauptstraße mit Supermarkt (alles, was man benötigt, kriegt man dort), Bushaltestelle und Tankstelle sind es vielleicht auch mal gerade 200 m, aber im Hotel kriegt man gar nichts davon mit. Am Hotel vorbei führt eine Einfahrtstraße nach Hanioti, die nicht übermäßig befahren wird, durch eine mannshohe Mauer vom Hotel getrennt ist und auch keinen Lärm ausstrahlt. Eingerahmt ist das Hotel von neuen und etwas älteren Häusern von Einheimischen und zur Meeresseite vom Hotel Naiae (so oder so ähnlich). Im Ort selbst gibt es drei Einrichtungen: Tavernen/Restaurants, Pubs/Cocktailbars und Souvenirshops. Es dreht sich alles um den zentralen Platz, wovon 6 Gassen ausgehen, die Hanioti beschreiben. Die Preise sind angemessen: für 3 Personen haben wir abends mit Getränken zwischen 20 Euro und 35 Euro (das ging von eher fast-food-artigen Restaurants hin zu etwas gehobeneren Lokalen). Im Vergleich zu den 25 Euro, die man im Hotel für das Abend-Buffet pro Person erwartet, sind das Peanuts! Discos oder ähnliches haben wir nicht entdeckt, es gibt vier Großraumdiskos im 20 km entfernten Kallithea, die selbst noch bei Thessalonikis Jugend hoch im Kurs stehen sollen. Im Ort selbst muss man sich auf eine noch etwas andere Gästestruktur einstellen: zwar behalten die Engländer die Oberhand, aber es gibt viele Serben, Bulgaren und Rumänen, für die es mit dem Auto ein Katzensprung nach Chalkidiki ist. Zum Flughafen von Thessaloniki, der südlich von der Metropole liegt (daher kommt man nicht in den gröbsten Stadtverkehr), fährt man je nach Verkehrslage (die Hälfte der Strecke ist nur einspurig) 90 bis 120 Minuten. Alle Ausflüge, die TUI angeboten hat, fahren auch von Hanioti aus, von der 200 m entfernten Bushaltestelle! Es gibt außerdem einige Autovermieter (Bsp.: Suzuki Jimny für einen Tag, 400 km frei für 78 Euro) und dann ist es ein Leichtes die andere Halbinsel Sithonia mal zu umfahren. Die nächsten Dörfer Polichrono und Pefkochori liegen beide jeweils 4 km zur anderen Seite, bieten aber die gleichen Attraktionen touristischer Art.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool hat eine schöne Form und hat Tiefen von rund 1, 30m bis 1, 77m in der Mitte des Pools. Es gibt einen kleinen, abgetrennten Bereich für Kinder mit einer Tiefe von 60 Zentimeter. An der Kante zum Kinderbecken gibt es eine Sitzgelegenheit, die im Katalog als Sonnenterasse beschrieben wird. Der Pool ist sehr sauber und wenig chlorig. Man darf ab 9 Uhr rein und soll bitte wieder, wie bereits erwähnt, um 19 Uhr raus, damit gereinigt werden kann. Es gibt kostenfreie Liegen und Schirme um den Pool, jedoch besteht schon frühmorgens der Deutsch-Englische Badetücherkrieg, d. h. wer noch eine oder mehrere Liegen ergattern will, sollte ungefähr gegen 7 Uhr aufstehen. Es gibt ebenso Tischchen an denen man seine teure Poolbar-Pizza verschlingen kann. Es wurden die üblichen Restriktionen aufgestellt: Duschen vor dem Baden! Nicht reinspringen! Nicht in Kleidung ins Becken! Kein Essen in Pool mitnehmen! Das alles wurde aber von den Gästen missachtet, aber auch niemand aus der Rezeption machte die Gäste nochmals darauf aufmerksam! Desweiteren gab es eine Tischtennisplatte in der Anlage stehen. Leider gab es keine W-LAN-Verbindung und auch keinen zugänglichen PC im Hotel, um mal seine E-Mails zu prüfen. Dafür musste man in die Ortschaft. Der Strand ist eher enttäuschend. Der nur 100 m entfernte Abschnitt war relativ dreckig und ein grobes Sand-Kiesgemisch. 4 Liegen + 2 Schirme gab es für rund 10 Euro. Der Einstieg ins Wasser ist ohne Badeschuhe quasi nicht machbar. Im Wasser findet man unebene Felsplateus, zwischen die man auch mal urplötzlich 50 cm tief fallen kann (Achtung: In den Rillen zwischen Platten finden sich zahlreiche Seeigel)! Nachdem wir es etwas weiter links versucht hatten (vor einer russisch belagerten All-Inclusive-Anlage mit Dauerbeschallung), gaben wir unsere Hoffnungen auf einen herrlichen Strand mit leichtem Einstieg auf und zogen den Hotelpool vor. Einmal in der Woche findet ein Pianoabend statt, der aber bei voller Dröhnung und sehr spärlichem Publikum bis ungefähr 23 Uhr dauert.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2007 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Robert |
Alter: | 14-18 |
Bewertungen: | 1 |