Die Unterkunft für die Kinder war gut (meine Tochter hatte mit ihrer Freundin ein Zweibett-Zimmer). Die Anlage an sich war sehr schön.
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Meine Tochter war hier für eine Woche mit ihrer Freundin. Beide schon geübte Reiterinnen, beide wollten einfach etwas dazulernen. Vorausgeschickt: das haben sie hier leider nicht. Es wurde die ganze Woche hauptsächlich Schritt geritten im Unterricht, die Halle war mit ca. 13 Pferden völlig überfüllt, einige Pferde durften nicht in die Nähe von anderen ... einige liefen beim Antraben einfach in die Mitte... es war bei den wenigen Versuchen so eine Katastrophe, dass sich die Kinder schließlich komplett gegen das Traben entschieden. Von Galopp war gar nicht die Rede. (Beachte: Fortgeschrittenen-Stunde!) Hauptproblem u.a.: sie durften die Zügel nicht aufnehmen. Mussten also ohne Anlehnung reiten und ohne ihre Pferde wirklich im Griff haben zu können. (Übrigens wird dort auch geritten mit Halfter unter dem Zaumzeug!). Wo bitte lernt man reiten, ohne das Pferd annehmen zu dürfen? Bzw. kann sich reiterlich verbessern? Und wie gesagt: es geht um die Fortgeschrittenen-Stunde. Ein Mädchen hatte ein Pferd, dessen Sattelgurt nicht festgezurrt werden durfte, dementsprechend rutschte sie auf dem Pferd hin und her - und wurde entsprechend angeschrien, dass sie daran selbst schuld sei. Eine schließlich wurde am nächsten Tag (gleiches Pferd, gleiches Problem: Sattelgurt durfte nicht angezogen werden) dazu gezwungen, ohne Sattel zu reiten. Und das war die Stunde wo getrabt wurde. Kind wollte nicht antraben, musste aber. Überhaupt wurden während des ganzen Reitunterrichts keinerlei Tipps gegeben, die Kinder wurden nur "angemotzt". In übelstem Ton. Von Reitenlernen bzw. sich Verbessern keine Spur. Typischer Ausspruch wortwörtlich: "Jetzt wollte ich Dich grad loben, jetzt hast Du schon wieder verkackt!" Das Anmotzen ging schon los, als die Kinder zum ersten Mal mit ihren Ponys in die Halle kamen und vor dem Aufsteigen - wie überall üblich - nachgurten wollten. Durften sie nicht. Also - Aufsteigen mit lockerem Sattelgurt. !?!! Angemotzt wurde auch, wenn beim Abmisten zuviel Sand mit auf den Mistboy kam. Oder zu langsam abgemistet wurde ...und bei jeder sich sonst bietenden Gelegenheit. Unsere Mädels haben sich schließlich nur noch für Bodenarbeit (Arbeiten mit dem Pferd an der Hand, Pferdemassage etc.) eingetragen. Das machte ihnen viel Spaß. Und hat die Woche gerettet. Ansonsten: reitmäßig der totale Reinfall. Übrigens haben die Mädels auch Unterricht bei einer anderen Reitlehrerin beobachtet - da lief alles wohl gesitteter und ohne Motzen und mit "richtigem Unterricht" ab. Ach ja - mit dieser Reitlehrerin durften sie einmal ausreiten. Die Reitlehrerin radelte dabei nebenher. Hier durfte sogar getrabt werden. Geht doch! Also wenn Härtsfeldhof, dann bitte darauf achten, dass das Kind bei der "richtigen" Reitlehrerin Unterricht bekommt. Für Fortgeschrittene eher nicht zu empfehlen. (Für Anfänger aber auch nicht. Die wurden vor allem im Schritt im Kreis geführt. Teilweise von anderen Reitschülerinnen.) Das Essen hat den Mädels übrigens gut geschmeckt, auch das Zimmer war in Ordnung und die Anlage an sich recht schön. Auch ein gemeinsamer Lagerfeuerabend hat die Laune gehoben.

