Die gesamte Hotelanlage ist relativ weitläufig in Teilbereichen, eindeutig wurden hier zwei Hotelanlagen voe einigen Jahren zusammengelegt. Der im Neckermannkatalog abgebildete Bereich besteht aus mehreren Gebäuden dieser Art, die jedoch relativ eng zusammenliegen. Der nicht dargestellte Bereich besteht aus zwei- bis dreistöckigen Gebäuden in komplett anderer Bauart. Die Bereiche sind durch mehrere Strassen, die die Anlage doch sehr zerschneiden, unterteilt. Ein Blick in Google-Earth verschafft vielleicht einen ersten Eindruck. Es gibt insgesamt drei Pools, die nicht ganz schlecht sind aber auch keinerlei Besonderheiten bieten. Hier muss betont werden, dass wir in zwei Wochen nicht ein einziges Mal einen gereinigten Poolbereich erlebt haben, aus anderen Anlagen, die auch 'nur' drei Sterne haben sind uns noch die allmorgendlichen Reinigungstrupps in Erinnerung, die ALLES gereinigt haben. Die Gestelle der Liegen sind mit dem gesamten Dreck und Staub der Saison beschichtet, die Liegeflächen der Liegen sind total versifft, verklebt von verschütteten Getränken, Sonnencremelachen etc., man möchte gar nicht weiter darüber nachdenken, Hotelhandtücher, die es zum Glück in ausreichender Zahl im Appartement gab, halfen das Elend abzudecken. Die Kinder wollten nun mal häufig zum Pool. Der Allgemeinzustand der Pools ist gerade noch erträglich, an einigen Stellen gibt es leichte Schäden, die das Badevergnügen jedoch nicht unbedingt beeinflusst haben. Ein Mietauto bereits ab Flughafen ist sehr empfehlenswert, da einem der ca. 2-stündige Transfer erspart bleibt, Fahrzeit mit dem Auto nach Palma ca. 1 Stunde, emailcarhire als Internetvermietung ist derzeit preismässig sehr zu empfehlen. Alles zusammen kann ich diese Anlage überhaupt nicht empfehlen, wir hatten zum Glück einen der Sondertermine zum Super-Family-Spartarif erwischt, 2Erw.+2Ki., 2Wochen 1. 900,-Euronen AI, aber was nutzt der günstigste Preis wenn ein Hotel absolut nichts taugt. Weitere Kritikpunkte siehe unten. Besser eine andere Anlage wählen...
Zimmer waren normaler Standard, Hellhörigkeit ging so, ausser bei Appartements im obersten Geschoss, da hier oftmals die Technikzentralen auf dem Dach stehen, die Dauergeräusche verursachen! Sauberkeit wie geschrieben so lala.
Leider gibt es nur ein einziges Restaurant, das für die Massen viel zu klein ist, egal ob Frühstück oder Abendbrot. Die Atmosphäre entspricht der einer Kantine im Großunternehmen zur Stosszeit, das Personal war hoffnungslos überfordert aber auch nicht willig dem Andrang Herr zu werden. Alle waren ständig beschäftigt, aber irgendwie passierte nichts, ein Phänomen. Oft gingen Gläser, Besteck oder Teller aus und wurden erst nach längerer Zeit wieder aufgefüllt. Teller und Schüsseln waren grundsätzlich dreckig. Das Essen war gerade mal mittelmäßig, oft lauwarm bis kalt, selbst bei gerade frisch hingestellten Nudeln mit Sauce. Die Qualität, naja, es ging so, mal wars verkocht mal noch nicht ganz durch. Küchenstil, ich würde es mal als international mit leicht mediterranem Einschlag bezeichnen. Trotz AI sind wir zum Schluß hin häufiger essen gegangen. Die Imbisse zum Mittag - Pommes weich, Hähnchen Sticks, und man mag es kaum glauben, Döner in Spanien... Im Speisesaal war man mit einem Salat alle mal besser bedient. Wein war bis auf den Rotwein im Speisesaal an allen anderen Bars ungeniessbar, AI-Mixgetränke waren auch kaum zu trinken. Grundsätzlich gab's Getränke tagsüber und an den Bars nur im Plastikbecher. Selbst ein bezahlter Veterano-Brandy, der nicht AI war, wurde im Plastikbecher ausgeschenkt, unglaublich.
Und jetzt auch noch der Service... Freundlichkeit des Personals, Fehlanzeige, ausgenommen Rezeption, das Personal im Speisesaal hat den störenden Gast im Wesentlichen ignoriert. Tische durfte man sich zu 90% selbst von den Resten der Vorgänger freiräumen, neue Tischdecken wurden einem, wenn man mal versehentlich beachtet wurde, meistens als zusammengefaltetes Stück Stoff auf den Tisch oder die Stuhllehne geworfen, ausbreiten durfte man sie selbst. Glücklicherweise lagen neue Tischdecken, Servietten und Besteck offen herum, sonst würden wir wahrscheinlich noch heute auf unsere erste Mahlzeit warten. Das Personal an den Bars war freundlich reserviert aber noch im Wesentlichen erträglich. Die Zimmerreinigung beschränkte sich auf ca. 10 Minuten, bei wechselndem Personal, so dass selbst ein Vorabtrinkgeld kaum geholfen hätte, die Sauberkeit, naja, was man halt in 10 Minuten gemächlich schaffen kann. An der Rezeption sprach man mehrere Sprachen, was zumindest bei Problemchen die Sache etwas beschleunigt. Ein mit der Bettwäsche von der Putzfrau eingewickelter Schlafanzug blieb leider verschwunden, eine kleine Entschuldigung der Rezeption blieb jedoch trotz freundlicher Nachfrage aus.
Tja, die Lage des Hotels...am Rande von Cala Bona ca. 1km zum Meer/Strand von Cala Bona, zu Fuß ein öder Weg, und in Cala Bona selbst sollte man die Strände völlig ignorieren und gleich nach Cala Millor weitergehen/-fahren. Zum Laufen nach Cala Millor ist es doch definitiv zu weit, gerade mit Kindern, mit dem Auto waren es ca. 10 Minuten, jetzt kann man sich überlegen, wie lange es zu Fuß dauern würde, man kann es zwar laufen, aber so prickelnd ist der Weg wirklich nicht. Einziger Vorteil der Lage ist die relative Ruhe wegen der Abgelegenheit und die schnellen Anbindung an Schnellstrassen, um andere Orte zu besuchen. Das Hinterland in dieser Ecke von Mallorca gibt leider auch nicht so viel her.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation war mit hoteleigenen Animateuren recht zurückhaltend, die Kinderdisco, nachdem wir bereits etliche andere erlebt haben, war extrem einfallslos und jeden Abend zu fast hundert Prozent identisch. 'Schnappi' war in dieser Darbietung selbst für eingefleischte Schnappi-Fans nach kürzester Zeit unerträglich. Man hatte nie das Gefühl, das die Kinder, die eigentlichen Hauptdarsteller, im Mittelpunkt standen. Das war dann eher der 'Proty', eine kostümierter Biber, der als Masskottchen der Protur-Kette durch einen Opfervater jeden Abend dargestellt werden musste, und seinen allabendlichen 5-Minuten-Auftritt hatte, also, Vorsicht an alle Väter am Bühnenrand, es kann jeden erwischen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Tobias |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


