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David (46-50)
Alleinreisendim Dezember 2018für 1-3 Tage

Großer Name, wenig dahinter

3,0/6
Das Hotel ist repräsentativ gestaltet. Es handelt sich um einen modernen halbrundbau mit nominell acht Stockwerken zuzüglich einigen C-, D- etc.-Zwischengeschossen.
Der Eingangsbereich war sehr großzügig mit einer großen Glasfront, einem weiten Sitzbereich mit schwarzen Ledergarnituren. Er erstreckte sich über zwei Stockwerke. Zwei Rolltreppen führten in den oberen Bereich mit Konferenzräumen.
Mehrere Aufzüge führten in die Etagen, die mit Teppichboden ausgelegt waren. Auf jeder zweiten Etage befand sich zudem ein Bereich mit einer braunen Ledersitzgarnitur zum chillen. Für mich waren diese Bereiche nicht erreichbar, da die Aufzüge nur mittels einer Accesscard funktionierten, die einen ausschließlich und automatisch nur auf die gebuchte Etage brachte. Andere Stockwerte waren, außer der achte Stock und das Erdgeschoß, nicht erreichbar. Das fand ich daneben. Unangenehm war auch, daß das Hotel kein richtiges Treppenhaus hatte.
Das Publikum war einfach, viele Reisegruppen. Als ich eincheckte kam gerade ein voller Bus mit Asiaten an.

Lage & Umgebung3,0
Das Hotel liegt ca. zwei Kilometer vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt am Messegelände. Man erreicht es entweder zu Fuß in ca. einer halben Stunde, was mit Gepäck beschwerlich ist oder aber mit der Trambahn oder der U-Bahn (Station Festhalle/Messe). Von dort läuft man zum Hotel ca. fünf Minuten.
In unmittelbarer Umgebung des Hotels befinden sich nicht nur die Messehallen und der Messeturm, der dem Hotel direkt gegenüber liegt, sondern auch die Senckenberganlage, das Senckenbergmuseum und die Frankfurter Universität.
In die Innenstadt nimmt man am besten öffentliche Verkehrsmittel, wie die U-Bahn.

Zimmer4,0
Mein Zimmer lag im zweiten OG. Es war sehr geräumig, komfortabel eingerichtet mit Teppichboden und Einbaumöbeln. Überteuerte Minibar vorhanden. Es gab einen Wasserkocher mit Tee und Kaffee. Es gab keinen Bademantel mit Slippers auf dem Zimmer, was angesichts des Wellnessbereichs unangenehm war.
Das breite Fenster gab einen nicht sonderlich interessanten Blick auf Messehallen frei. Ein kleineres Seitenfenster ließ sich vollständig öffnen. Das Fenster hatte keine Jalousien oder Rolläden aber verdunkelnde Vorhänge.
Das Bett war etwas breiter als ein Einzelbett aber schmäler als ein Doppelbett. Es hatte ein bequemes größeres und ein bequemes kleines Kissen. Die Decke war mal wieder zu dünn für den Winter, im Schrank befand sich indes eine flauschige graue Zusatzdecke.
Das Zimmer hatte keine Heizung.
Das Zimmer war überwiegend ruhig; am Abend hörte ich einige dumpfe Schläge aus anderen Zimmern.
Das WLAN auf dem Zimmer funktionierte gut. Es gab auch einen relativ geräumigen Wandschreibtisch.
Das Bad war eher klein, hatte aber auf engem Raum ein WC, ein Bidet, ein Waschbecken und eine Badewanne. Es gab zusätzliche Pflegeprodukte im Bad.

Service4,0
Der Service war durchschnittlich, vor allem recht langsam. Der Check-in dauerte ganze zehn Minuten, der Check-out fünf. Das war zu lange. Ansonsten war das Personal freundlich und ordentlich.

Gastronomie2,0
Das Hotel hat ein Speiserestaurant „Classico“, dessen Küchenzeiten allerdings mal wieder zu rügen sind: 18-22 Uhr. Das ist zwar typisch deutsch, für ein internationales Publikum aber inakzeptabel, und letztlich auch für uns Deutsche. Was macht jemand, der hungrig um 22 Uhr ankommt. Und wer ißt nachmittags um 18 Uhr zu Abend? Vernünftige Küchenöffnungszeiten wären 20 bis 24 Uhr, auch gegen den Willen der Gewerkschaften.
Dies vor allem auch deshalb, weil man nach Ankunft im Hotel vielleicht erstmal im Wellnessbereich ausspannen möchte um danach ein schönes Abendessen zu genießen. Da der Wellnessbereich um 23 Uhr schließt ist der gegen 20 Uhr Ankommende nicht selten zur Auswahl zwischen Wellness und Sättigung gezwungen.
Zudem gibt es in dem Hotel ein Sushi-Restaurant, das aber in die Bar im Erdgeschoß integriert und sehr ungemütlich war.
Neben den Speislokalen gibt es zwei Bars, eine in der Lobby, die tagsüber auch kleine Gerichte anbietet aber unter der Woche schon um 21 Uhr schließt und eine „Lifestyle Bar“, die bis 1 Uhr geöffnet hat und ebenfalls kleine Gerichte anbietet, jedoch sehr voll und von einem typischen Bar-Publikum besucht war, das nicht mein Ding war.
Im übrigen war das Classico-Restaurant während meines Aufenthalts geschlossen. Es wurde ein Buffet im Frühstücksbereich angeboten, quasi als Ersatz, da viele Gruppen in dem Hotel abgestiegen seien. Entsprechend voll war dieser Bereich und völlig unattraktiv für den, der gepflegt zu Abend essen wollte. Für mich gab es in diesem Hotel an diesem Abend daher keine Essens-Option. Zum Glück gibt es als Alternative auf der anderen Seite des Messeturms einen empfehlenswerten Italiener.

Sport & Unterhaltung4,0
Im obersten, nominell achten, Geschoß befindet sich ein Fitness- und Wellnessbereich. Dieser besteht zunächst aus einem großen Hallenschwimmbad, das aber mit 1,35 m Wassertiefe nicht sehr tief ist. Man kann darin aber angenehm schwimmen. Es ist gepflegt wenn auch nicht mehr ganz neu. Rundum befinden sich Liegen, auf die das Servicepersonal gerollte Handtücher verteilt hatte. Der im Prospekt angekündigte Blick über die Stadt war indes nur eingeschränkt möglich, da die großen Doppelfenster beschlagen waren und eine Durchsicht daher fast nicht möglich war.
Im hinteren Bereich des Hallenbades lag ein Fitnessraum, den man insofern nur erreichte, wenn man durch das Hallenbad lief. Der Raum war relativ klein und total zugestellt mit zahlreichen Fitnessgeräten, darunter fünf Laufbändern. Er hatte frontal ein großes Glasfenster, mit Blick aufs Heizkraftwerk.
Neben den Herren-Umkleiden führt eine Tür zum kleinen Saunabereich mit einer heißen Finnsauna und einem Steambad. Beides war nicht mehr ganz neu. Die Sauna wies leichte Abnutzungsspuren auf. Sie war relativ dunkel und angenehm temperiert. Es gab zwei kleine Fenster zum Hallenbad hin, die allerdings ebenfalls beschlagen waren.
In der Sauna stand ein befüllter Aufgußeimer bereit und wurde während meiner Anwesenheit in der Sauna auch neu befüllt.
Der Umkleidebereich war unzureichend. Erstens war er nach „Geschlechtern“ getrennt. Zweitens waren die Spinde nicht verschließbar, da es kein Schlüsselsystem gab sondern ein undurchschaubares PIN-Code-System, das aber nicht erklärt war. Ich habe daher alle Wertsachen auf dem Zimmer gelassen und nur das Nötigste in den Saunabereich mitgenommen, Hose und Trainingsjacke, und dies dann in einem unabgesperrten Spind gelassen. Es waren nicht viele Leute im Wellnessbereich, als ich mich dort aufhielt. Wenn viel los ist, finde ich diese Lösung allerdings unzureichend, zumal man die Zimmerkarte unbeaufsichtigt in der Kleidung liegen lassen muß. Dies gilt erst recht, als es auf dem Zimmer keinen Bademantel gab, man sich also notgedrungen im Wellnessbereich umziehen muß.
Die Umkleiden waren i.ü. gepflegt aber nicht mehr ganz neu. Sie waren zudem sehr kalt.
Die Sauna hatte keinen Auskühlbereich, doch konnte man im Grunde die Umkleide hierfür nutzen. Aber das ist natürlich nicht Sinn der Sache.
Besonders ärgerlich war mal wieder die Entgelt-Politik des Hotels für den Wellness- und Fitnessbereich. Hierfür wurden zusätzliche 5 Euro berechnet, mit der unzutreffenden Begründung, Saunaleistungen würden anders besteuert als Hotelleistungen. Es handelt sich schlicht um einen Vorwand um für den Fitnessbereich zusätzlich Kasse zu machen. Dies merkte man bei diesem Hotel auch daran, daß auch für die Nutzung des Fitnessraums zusätzlich 5 Euro berechnet wurden obgleich es sich hier augenscheinlich nicht um eine „Saunaleistung“ handelte.
Man mußte die Benutzung am Eingang in ein Buch eintragen. Offenbar tat das aber kaum jemand, da die Pforte nicht besetzt war. Dort lagen im übrigen Handtücher und Slippers bereit, die ich auf dem Zimmer vermißt hatte. Ich wäre ganz gern mit den Slippers vom Zimmer in den Wellnessbereich gelaufen.

Hotel3,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Alleinreisend
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1-3 Tage im Dezember 2018
Reisegrund:Arbeit
Infos zum Bewerter
Vorname:David
Alter:46-50
Bewertungen:386
Kommentar des Hoteliers
Sehr geehrter Gast,
herzlichen Dank für Ihre konstruktive Kritik! Wir bedauern, dass wir Ihre Erwartungen bei Ihrem letzten Aufenthalt nicht in vollem Umfang erfüllen konnten. Selbstverständlich ist es unser Bestreben unseren Service stetig zu verbessern. Aus diesem Grund helfen Sie uns mit Ihrem Erfahrungsbericht an unseren Leistungen kontinuierlich zu arbeiten. Wir hoffen, Sie dennoch bald wieder einmal bei uns begrüßen zu können. Ihre Direktion des Maritim Hotels Frankfurt
NaNHilfreich