- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Baulich ist die Anlage grundsätzlich in Ordnung, noch nicht komplett herunter gewirtschaftet, auch wenn an vielen Ecken und Enden bereits Verschleißerscheinungen deutlich sind. Die Sauberkeit ist nicht ausreichend. Wir hatten es mit stark verschmutztem Frühstücksgeschirr zu tun, langen Haaren im Bad und einem sehr verdreckten Pool und Außenbereich (Vogelkot auf Liegestühlen). Nicht zu empfehlen an den jüdischen Feiertagen Yom Kippur oder Sokkot. Man sollte nicht zu ängstlich sein, weil man einige relativ dunkle Straßen durch das arabsiche oder (nicht weniger unheimliche) orthodoxe Viertel gehen muss, um zum City Center zu gelangen. Für allein reisende Frauen grundsätzlich nicht zu empfehlen. Verlangen Sie möglichst ein Zimmer zum Hof, nicht zur Route Number One, die stark befahren ist.
Die Zimmer waren baulich in Ordnung. Jene der obersten Etage verfügen über einen halbrunden Balkon mit Blick auf den Pool. Die Inneneinrichtung (Türen, Wände, Fliesen) ist schlechter gearbeitet als wir es in Deutschland gewöhnt sind, an vielen Stellen fehlen Blenden oder Schutzkappen. Die Matratze war okay, allerdings ließ die Sauberkeit des Zimmers, insbesondere des Bades zu wünschen übrig. So klebten erschlagene Mücken auf den gerahmten Bildern an der Wand, im Bad waren Haare. Ein undichte Stelle sorgte dafür, dass nach dem Baden oder Duschen sehr viel Brackwasser aus einem Nebenrohrarm überlief und sich auf dem Badezimmerboden sammelte.
Das (vorwiegend arabische) Personal verachtet offenbar seine Gäste, es geht mit westlichen wie mit jüdischen Gästen, insbesondere mit den orthodoxen Jüdinnen sehr schlecht um. Beim Frühstück stellten sich die jungen Männer wie Gefängniswärter neben uns auf, mit auf dem Rücken verschränkten Armen. Kaffe brachten sie nur, wenn man mehrmals darum bat. Dss Frühstück entsprach den dortigen Gepflogenheiten, sprich: koscher, viel Gemüse (Gurken, Paprika, Tomate), Käse, Fisch (Thunfisch), Pudding, Kuchen, weiches Weißbrot, abgepackte Marmelade. Allerdings waren alle Eierspeisen kalt. Die Tischdecken nur abgefegt, zum Teil wurden die Krümel auf den Boden ausgeschüttelt, statt sie auszuwechseln. Nur ein junger Kellner war serviceorientiert und nett zu uns. Ach ja und die einzige arabische Frau, die aber nur Kaffee nachschenken durfte und von den männlichen Kollegen komplett ignoriert wurde.
Der Service ist das eigentliche Problem diees Hotels. Das Personal am Empgangsdesk war schnippisch und unfreundlich. Der Mann, der unser Zimmer reinigen sollte, missachtete an zwei Tagen hintereinander das "Bitte nicht stören"-Schild. Schon als er den ersten Tag trotz des Schildes ins Zimmer trat, mussten wir intensiv mit ihm argumentieren. Am näcshten Tag war es das selbe. Meine Vermutung: Viele Angestellte verdanken den Job Ihrer Verwandschaft mit einem Vorarbeiter oder dem Hotelier selbst und haben weder Manieren, noch Professionalität, noch Lust, den Gästen einen schönen Aufenthalt zu bereiten. Ach ja: Der Portier hat noch versucht, uns ein viel zu teures Taxi aufzuschwatzen, obwohl wir genau so gut den Bus nehmen konnten, was wir auch taten. Wahrscheinlich bekommt er Prozente oder vermittelt unbedarfte Gäste an seine Verwandten weiter. Sie waren übrigens nicht in der Lage, mir enie Rechnung auszudrucken, geschweige denn, dafür zu sorgen, dass mir die Punkte auf meiner Accor Favourite Guest-KArte gut geschrieben werden, weil sie das entsprechende Gerät nicht haben. Sie wollten es an Accor faxen, aber da kam nie was an, was mich auch nicht wundert.
Das Hotel ist eigentlich nicht gelegen, direkt an der Route Number One, der Haupstraße nach Ramallah, die den jüdischen vom arabischen Teil Jerusalems trennt, allerdings im arabischen Teil, gleich neben einem Anwesen, das von der UNO genutzt wird. Auf der anderen Seite der Route Number One befindet sich das jüdisch-orthodoxe Viertel. Man ist vom Hotel zu Fuß in etwa 10 Minuten beim Damaskustor, das in den arabischen Teil der Altstadt führt sowie beim arabischen Busbahnhof. Allerdings ist das gesamte Umfeld im Ostteil Jerusalems für Deutsche sicherlich gewöhnungsbedürftig. Vor dem Damaskustor befinden sich viele Geschäfte, in denen zum Teil erschreckende hygienische Bedingungen herschen. Hinter dem Novotel befinden sich noch zwei weitere Hotels, dahinter ist eine etwas zerklüftete arabische Wohngegend (in der überraschenderweise auch die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung ihren Sitz hat).
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Wie gesagt: Der Pool wie die umgebenden Liegen waren schmutzig. Weitere Fitness- oder Wellnesseinrichtungen sind uns noch aufgefallen. Es gab einen auf zwei Foyerbereiche verteilten Shop für Souvenirs sowie Schmuck. Internetzugang nur im obersten Stockwerk via WLAN. Der Internetterminal im Foyer war kostenpflichtig. Übrigens war alles, von Zimmerservice, über Pool bis Internet während des jüdischen Yom-Kippur-Festes außer Betrieb.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Oliver |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 151 |