- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Quality Inn Hotel in Porto wird durchweg positiv beurteilt. Das war auch der Grund, warum wir dieses Hotel, gebucht über HolidayCheck bei TUI, für den Startpunkt unserer 14tägigen Bahn-Rundreise durch Nord-Portugal mit den Stationen Braga (von dort Tagesausflug per Bus nach Guimarães), Coimbra und wieder zurück nach Porto gewählt haben. Dieser positiven Einschätzung kann ich nicht folgen. Das Quality Inn war das schlechteste von den drei für diese Reise gebuchten Hotels. Das Hotel ist groß, zu groß für die beiden sehr kleinen Aufzüge, ist in eine Häuserfront eingebettet und liegt an einem zentralen Platz Portos, dem Praça da Batalha, von wo man nach wenigen Fußminuten den Bahnhof San Bento und die gleichnamige Station der Metro erreichen kann. Der Preis kann in Anbetracht des niedrigen portugiesischen Preisniveaus wegen der Qualität der Zimmerausstattung und des mageren Frühstücks nicht unbedingt als günstig bezeichnet werden. Wir haben für 5 Nächte 316 EUR ohne Frühstück bezahlt. Im Zimmer selbst waren sage und schreibe 175 EUR als Übernachtungspreis für das Zimmer pro Nacht ausgewiesen. Mehr Wunsch als Realisierbarkeit. Das wäre reine Abzocke. Das Hotel hat seine Stärken (Lage) und Schwächen (Zimmer, Frühstück, Service). Wir würden jedenfalls bei einem zweiten Porto-Besuch ein anderes Hotel aussuchen, denn es gibt doch eine ausreichende Zahl von Hotels. Daher lautet unsere Bewertung: nicht empfehlenswert, obwohl das Hotel nicht wirklich schlecht ist. Ich nutze den Platz hier für einige Tipps: Porto ist trotz der vielen verlassenen Häuser und Stadtwohnungen eine durchaus lebenswerte Stadt, voll junger Menschen und mit Restaurants und Cafés ohne Ende. Unsere Besichtigungstipps: Die Kathedrale, die Börse (Palácio da Bolsa), die Azulejos im Bahnhof San Bento, das Altstadtviertel Ribeira am Douro, die Ponte de Dom Luís über den Douro (unbedingt auf beiden Ebenen überqueren), die Häuser in der Rua das Flores und die Führung durch einen Portweinkeller inkl. Probe. Wir haben den Keller der uns nicht so bekannten Firma Calem besichtigt: eine sehr charmante, temperamentvolle Führung.
Das Zimmer war so klein, dass es noch nicht einmal für ein zweites Nachttischchen gereicht hat. Ausgelegt war das Zimmer mit einem Teppichboden älteren Datums. Im Doppelzimmer wurde nur ein Stuhl als Sitzgelegenheit angeboten. Wo hätte man auch einen zweiten Stuhl hinstellen sollen? Die Matratzen waren zu hart, der Schrankraum ausreichend. Es gab ein TV, aber so weit ich mich erinnere bestenfalls den Sender RTL in deutscher Sprache. Der Safe war trotz dreimaliger Hilfe nicht in Gang zu bringen. Bemängeln muss ich die gefährlich locker angebrachte Dreifachsteckdose unter dem Schreibtisch, die nur auf den Knien erreichbar war, die einzige Dose außer jener im Bad für die elektrische Zahnbürste, an der man sein Mobiltelefon oder Tablet aufladen konnte. Dafür war WLAN frei und funktionierte für unseren Bedarf. Auch die Klimaanlage funktionierte ohne Zugluft und ließ sich gut dosieren. Das Bad war zufriedenstellend. Duschen musste man, wie leider meist üblich, in einer Wanne mit hohem Einstieg. Die Glaswand verhinderte allerdings Überschwemmungen. Positiv empfand ich das Vorhandensein eines Bidets. Die Ablagemöglichkeiten im Bad waren spärlich. Die Aussicht nach hinten offenbarte einem den typischen Blick auf portugiesische Wohnverhältnisse in der Nähe, aber auch über die Dachlandschaft Portos. Das Zimmer war ruhig. Das Hotel hatte wie eine gewisse Hellhörigkeit, aber die Mitgäste waren zum Glück nahezu geräuschlos.
Wir hatten ohne Frühstück gebucht, dann aber an der Rezeption dieses zugebucht: Preis 7,50 EUR. Nach dem ersten Tag haben wir es aber wieder abgestellt. Was kann man auch für 7,50 EUR verlangen, zumindest einen genießbaren Kaffee. Dem war aber nicht so. Der Kaffee war ungenießbar. Bei den Alternativen in den vielen Cafés in Porto, insbesondere auf der Rua das Flores beim Bahnhof San Bento, gab es nur Süßes, aber dafür einen guten Kaffee. Bis auf einmal, wo wir ein Café fanden, bei dem es eine Art Ciabata-Brot gab, allerdings mit so wenig Butter und Marmelade und zu einem so hohen Preis (über 4 EUR), das man diesen nur als Abzocke bezeichnen konnte. In den Cafés gibt es stets frisch gepressten Orangensaft.
Der Service an der Rezeption war gut, allerdings wurden die Betten regelmäßig zu spät, einmal überhaupt nicht gemacht. Wenn man anstrengende Stadtbesichtigungen auf den Vormittag und den späteren Nachmittag aufteilen möchte, half noch nicht einmal das Anbringen des Schildes „Bitte Zimmer machen“. Es wurden grundsätzlich erst die Zimmer der Abreisenden gereinigt. Ein Service im Frühstücksraum war nicht erkennbar.
Für einen Städtebesuch ist die Lage ohne Zweifel ideal. Für Bahnreisende auch, denn der Bahnhof ist per Rollkoffer in fußläufiger Entfernung, der Weg zum Hotel enthält aber eine lange Steigung. Doch wie jede Innenstadtlage, hier an einem großen, wenn auch nicht sehr verkehrsreichen Platz gelegen, muss man unbedingt auf ein Zimmer nach hinten heraus bestehen, egal wie die Aussicht ist. Nicht selten war der Platz vor dem Hotel von lauter Musik erfüllt. Da wir am Flughafen Porto abgeholt wurden, kann ich nichts über den Taxipreis sagen. Die Fahrt, ca. 25 km, hat aber doch eine geraume Zeit gedauert.
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Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im Juli 2017 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Hans Josef |
Alter: | 66-70 |
Bewertungen: | 163 |