Wer im Berghof in ein Appartmentzimmer einquartiert wird, obwohl ein Hotelzimmer gebucht wurde, genießt im Parterre keinen Blick auf die Allgäuer Berge, sondern schaut auf Mietshäuser und Hinterhöfe mit Blick auf alte, abgestellte Fahrräder und kann dem Treiben der dortigen Mieter beim Wäscheaufhängen und Blumengießen zuschauen. Bei der Handy-Erreichbarkeit muss man aufpassen, dass man nicht in den teuren Roaming-Modus eingestuft wird, da Österreich nur einen Katzensprung entfernt ist. Hier empfiehlt es sich, die Netzsuche auf seinem Handy auf "manuell" einzustellen. In weniger als einer Stunde ist man in Österreich und kann gegenwärtig 20 Cent preiswerter pro Liter Super-Benzin tanken als in Deutschland. Bequem zu erreichen sind ebenso die sehenswerten Allgäu-Städte Sonthofen, Kaufbeuren, Kempten und Füssen.
Das Zimmer im Appartment war geräumig. TV und Wireless LAN sind vorhanden. Der Safe ist alledings nur gegen eine Gebühr funktionsfähig.Die Sauberkeit sowie die Reinigung des Zimmers sind ok. Der Blick auf eine Küchenzeile vom Bett aus ist störend, wenn man extra ein Hotelzimmer und kein Appartment gebucht hat.Das Bad hat keine Fenster, der Lüfter ist sehr laut und uneffektiv. Die Handtücher trocken nicht und bleiben klamm. Schimmelpilze finden sich an der Dusche in den Silikonfugen. "Allergiefrei" sieht anders aus. Auf der Terrasse und im Zimmer ist man ständig den Blicken der anderen Gäste und des Inhabers preisgegeben. Sichtschutz: Fehlanzeige!
Wer die gut-bürgerliche Küche mit bayerischer Tradition schätzt, ist im Berghof genau richtig. Dennoch gab es fünf Tage hintereinander als Vorsuppe eine Kraftbrühe, wenn auch mit wechselnden Einlagen. Etwas einfallslos für ein Drei-Sterne-Hotel. Der Küchenstil ist landestypisch, die Qualität der Zutaten gut. Sehr zu empfehlen sind die Schweinshaxen.
Das Personal ist unfeundlich. Mit Ausnahme der Saisonkraft aus Bulgarien, der freundlichen Dame an der Rezeption und des Kochs. Der Eigentümer selbst ist hingegen mehr an seinen Stammgästen als an neuen Gästen interessiert. Man merkt in diesem Haus sehr deutlich, ob man ein Stammgast ist oder keiner. Das hat die Atmosphäre schon am Anreisetag zerstört und von daher werden wir nicht mehr diesen Berghof als Urlaubsziel buchen. Die Sauberkeit der Zimmer ist gut wie auch die tägliche Reinigung. Wer es im Urlaub gewohnt ist, seinem Partner „vis a vie“ an einem Tisch zu sitzen, sollte den Berghof als Urlaubsort meiden. Denn bei voller Auslastung wird man im kleinen Essraum an einem Gruppentisch mit bis zu fünf Personen plaziert und darf nur nebeneinander sitzen (sic !). Verstößt man gegen diese Sitzordnung wird man vom 70-jährigen Eigentümer mit dem Satz „Sie sitzen falsch!“ vor allen Gästen gemaßregelt. Zum Glück haben wir bereits am ersten Abend gegen diese Sitzordnung protestiert und bekamen für den Rest unserer Urlaubswoche einen Zweiertisch zugewiesen. Andere Gäste, die ebenfalls Protest anmeldeten, bekamen diese Chance nicht. Von den neun Fenstern im Restaurant läßt sich nur eines öffnen oder anklappen. Gerade in den Sommermonaten und während des Abendessen ist das oftmals eine sauerstoffarme und schweißtreibende Angelegenheit bei mehr als 30 Personen in einem Raum.
Der Berghof liegt direkt neben einer ständig frequentierten Landstraße. Vor dem Haus hört man das Rauschen der vorbeifahrenden Autos. Im Ort selbst fahren des öfteren Diesel-Traktoren vorbei. Das Dorf hat einen Bäcker, einen "Dorfladen" sowie eine Bushaltestelle mit Parkplatz. Wer das einfache Dorfleben ohne Disco und Kneipen sowie Remmi-Demmi genießen will, ist hier genau richtig. Die Ausflugsmöglichkeiten mit dem Bus und dem Auto sind gut.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2012 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Albert |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 5 |
Sehr geehrter Herr Albert, wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unser Haus zu bewerten. Selbstverständlich ist uns eine positive Bewertung lieber, aber wir nehmen Ihre Kritikpunkte gerne auf und werden unser Bestes geben, diese zu ändern. Unser Bestreben ist es, jeden Gast zum Stammgast zu machen und das es diese gibt, geht ja auch aus Ihrer Anmerkung hervor. Übrigens auch oft, weil sie nette Tischnachbarn hatten, mit denen sie sich hier wieder treffen. Zusammen gesetzt werden höchstens zwei Paare und dann auch nur, wenn das Hotel stark gebucht ist. Da der Berghof mitten im Bergdorf Unterjoch liegt, gibt es natürlich auch Nachbarn. Allerdings keinen Innenhof! Vor der Terrasse Ihres Appartements ist ca. 900 qm Wiese und auch ein Blick auf die umliegenden Berge. Was uns leider nicht möglich ist, in Nachbars Garten aufzuräumen. ( Wäsche aufhängen und Blumen gießen sehen wir nicht als Makel) Ein großer Teil des freien Grundstücks geht in Kürze in unser Eigentum über und wir werden dieses anschaulich herrichten. Wir gehen davon aus, dass Ihr Urlaub in unserem Hause leider von Anfang an unter keinem guten Stern stand und bedauern sehr, dass Sie diesen nicht genießen konnten. Mit freundlichen Grüßen aus dem Bergdorf Unterjoch Familie Seidel und Team


