- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Die Ziegelscheune ist ein altes, liebevoll umgebautes Haus, in dem man auch noch alte Elemente sieht. Das Haus hat viele Facetten. Wir hatten das Ludwig Richter Zimmer im zweiten Stock. Schon im Vorwege hatten wir Halbpension gebucht. Das ganze Haus macht einen sehr überforderten Eindruck.
Unser Zimmer war zweckmäßig eingerichtet. Die Möbel sind hell und wohnlich. Das Bad ist recht neu, es lagen Shampoo, Duschgel und Seife im Bad. Nachgefüllt wurden die Artikel ncht. Der Balkon ist möbliert und mit Blick auf die Elbe. Leider ist der Balkon nur halb zum Nachbarbalkon abgetrennt. Man kann von einem zum anderen Balkon gehen. Eine durchgehende Trennwand wäre schöner. Bei Anreise fanden sich noch fremde Haare und Sand in der Dusche. Der Fernseher ist definitiv zu klein. Ein kleines Schließfach oder ein kleiner Safe fehlen. Eine Verdunklung des Zimmers ist nicht möglich. Die Front zur Elbe besteht komplett aus Glas. Das untere Element mit der Balkontür verfügt über einen Vorhang zum Zuziehen. Die darüberliegenden Fenster haben weder Rollo noch Vorhänge. Hier scheint ab 5:00 Uhr die Sonne hinein. Im ganzen Haus hatte man den Eindruck, alle wären überfordert. Angefangen im Zimmer..... Hier hätte man den Balkon gerne vom Laub und den Spinnweben befreien können, wenn das Zimmer hergerichtet wird. Sah man vom Balkon herunter, lagen die Regenrinnen voller Laub. Im gesammten Haus fanden sich tote Fliegen und andere Insekten auf Fensterbänken, Regalen und anderen Flächen. Die Terasse des Biergartens könnte auch einen Besen und einen Unkrautbrenner vertragen. Die Gartenmöbel bräuchten etwas Öl. Die Beschattung des Wintergartens muss dringend gewaschen werden.
Wir hatten als Hausgäste eine Pauschale von 16 Euro pro Person. Es gab eine Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch. Es war deutlich zu merken, ob der Chef oder der angestellte Koch am Werk war. Teilweise haben wir Gerichte moniert, weil sie nicht geschmeckt haben. Dafür gab es dann vom Service ein Bier und die Aussage, man würde es an die Küche weiterleiten. Ein persönliches Feedback hat der Chef sich nicht geholt. Die Gerichte des angestellten Kochs waren deutlich besser abgeschmeckt und die Portionen waren größer. In Anbetracht der Tatsache, dass hier viele Wanderer, Fahrradfahrer und andere aktive Sportler einkehren, sollten die Portionen größer sein, denn man hat nach einem aktiven Tag Hunger. Bratkartoffeln waren nicht knusprig, sehr fettig und ungewürzt. Die Röstis waren labberig, fad und schwimmen auf dem Teller im Öl. Alle Gerichte des Chefs sind mit viel zu vielen roten Zwiebeln gespickt. Der Zander und das Steak sind in der Pfanne einen zweiten Tod gestorben. Die Kohlroulade war trocken und wurde bereits aufgeschniotten, wieder erwärmt. Die große Antipastiplatte ist für zwei deutlich zu klein. Die Sülze war gut. Die Frühstückszeit ab 8:00 ist spät. Wir wären morgens gerne früher losgefahren.Eine Frühstückszeit ab 7:30 Uhr wäre schön. Die Aufbackbrötchen zum Frühstück sind nicht sehr lecker. Es sollte sich wohl ein ortsansässiger Bäcker finden, der morgens Brötchen liefern kann. Am Ende unseres Aufenthaltes kam der Chef und brachte uns den Nachtischmit den Worten, wir hätten ihn wohl vor eine ziemliche Herausforderung gestellt. Letztlich haben wir über 1500 Euro für 10 Tage gelassen und der Chef hat es zwischendurch nicht geschafft, mal einen Kurzen an den Tisch zu bringen und das persönliche Gespräch zu suchen.
Der Service im Haus hat viele Gesichter. Wir haben eigentlich alle Punkte vorgefunden, die in vorherigen Bewertungen kritisiert oder gelobt worden sind. Lange Zeiten für neue Getränke.... dann wieder kamen die neuen Getränke sofort. Sehr positiv aufgefallen ist uns Herr Hansel. Er versucht wirklich, den Laden am Laufen zu halten und fragt immer wieder bei den Gästen unaufgefordert nach, ob alles in Ordnung sei und ob man noch etwas trinken möchte. Das macht der Rest leider viel zu selten. Gefühlt arbeitet jede+r Angestellte für sich. Beim Frühstück war der Service sehr unterschiedlich. Manchmal war alles um 8:00 Uhr komplett fertig, an anderen Tagen fehlte die Hälfte. Oft fehlte die Serviette auf dem Laib Brot zum selber schneiden. Dafür wurde das Rührei mit einer Papierserviette abgedeckt. Angestellten erzählten immer wieder, dass Personal fehlt. Wenn dem so ist, muss eben die Kapazität des Hauses angepasst werden. Es kann nicht als pauschale Entschuldigung für Defizite herhalten. Jedes Mal, wenn Getränke später kamen oder Bestellungen vergessen wurden, wurde der Personalmagel genannt. Hier muss eine Lösung her, denn der Gast zahlt für den vollen Service. Auch neu ankommenden Gästen wurde sofort das fehlende Personal unter die Nase gerieben. Vor Anreise hatte ich im Buchungsvertrag vermerkt, dass mein Mann Geburtstag hat. Ich hatte darum gebeten, ob man vielleicht den Tisch nett eindecken könne. Es wurde vergessen! Gratuliert hat man auch nicht!
Da wir mit dem Motorrad unterwegs waren, war die Ziegelscheune ein guter Ausgangspunkt für unsere Touren. Ansonsten ist man außerhalb des Ortes. Es gibt dort nicht viel. Essen gehen wird -auch in Bad Schandau direkt- zum Problem, wenn man keinen Tisch reserviert hat. Die Ziegelscheune liegt allerdings sehr schön an der Elbe. Die Lage ist einmalig. Wir haben abends oft draußen im Biergarten gesessen, gegessen und den Sonnenuntergang genossen. Mit der Gästekarte kommt man kostenlos über die Elbe und kann auch den ÖPNV benutzen. Wir haben einen Ausflug zu den Schrammsteinen zu Fuß gemacht.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gibt keine hauseigenen Freizeitangebote.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im August 2020 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Britt |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 35 |