- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Beim "Ramada Lake Garda Resort" handelt es sich um eine auf den ersten Blick sehr ansprechende und gepflegte Ferienanlage. Meine Angabe "Weiterempfehlung NEIN" bezieht sich auch eher auf Preis-Leistungsverhältnis, als das Hotel / die Anlage an sich. Anlage ist übersichtlich, Zimmer und Appartements sind um eine gepflegte und saubere Garten-/Poolanlage in mehreren zweigeschossigen Häusern untergebracht, zu jeder Einheit gehören 1-2 Terassen bzw. Balkone. Blick auf den Gardasee (in der Ferne) nur von einem Querblock nach hinten raus gegeben. Bei Buchung der Hotelzimmer vermute ich, dass das Frühstück inkl. ist, ansonsten Euro 10,-/p.P und Tag zusätzlich. Preise HP sind mir nicht bekannt. Gästestruktur, neben Inländern, überwiegend Deutsche, Österreicher, Schweizer und Niederländer und vor allem britische Reisegruppen! unter den Gästen. Anfang September waren auch noch einige wenige Kindern (in Süddtl. waren ja immer noch Ferien) in der Anlage, ansonsten Paare 30+ oder 50/60+. Preis-Leistungsverhältnis ist für mich nicht gegeben. Für wirklich viel Geld wird wenig bis gar nichts geboten. Man fühlt sich irgendwie ausgenutzt und über den Tisch gezogen. Für "Kurz" sicher kein schlechtes Domizil. Länger eher nein, aber wegen des Preises, nicht die Ausstattung, Sauberkeit usw. betreffend. Wenn, bei Buchung den Wunsch für ein in der ersten Etage liegendes Zimmer / Appartement äußern (die unteren Terassen sind noch einmal tiefer gelegt mit vorgelagertem Hochbeet, nimmt die Sicht). Außerdem das Häuserensemble vermeiden, welches vis-a-vis des Hauptgebäudes (Restaurant und Terrasse) liegt, wegen Lautstärke (Musik) und (Flut-)Licht. Wir hatten auch das Pech, direkt zwischen dem Serviceraum und einem rundum gekachelten Durchgang zum Innenhof, dort ratterten fast zu jeder Tageszeit die Reinigungswagen mit quietschenden Rädern durch und es latschte immer einer vorbei, außerdem machen sich Rollkoffer um Mitternacht gezogen von Reisegruppen auf Fliesen auch nicht gerade leise aus, zu wohnen. Den September habe ich als angenehm erlebt, eine Woche Hitze (26-30 Grad), dann drei Tage Dauerregen und merkliche Abkühlung. Voll war es vielerorts noch, aber ab 12./13.09. wurde es merklich leerer und ruhiger.
Gebucht würde von uns, über eine Agentur in Süddeutschland, die "Landhausferien" des überwiegend gehobeneren Segment u.a. in Italien vermittelt, ein 3-Zimmer-Appartement für drei Erw. (2 Schlafzimmer und zwei Badezimmer, zwei Terrassen, die Küchenzeilen sind so rudimentär ausgestattet, dass "richtiges Kochen" eigentlich nicht möglich ist. Schade, dass war anders geplant ... Kaffeemaschine gibt es. Telefon in einem der Schlafzimmer zzgl. der Möglichkeit Nutzung Anschluss für einen Laptop (natürlich gegen zusätzlicher Bezahlung). Der Kühlschrank ist bis obenhin gefüllt mit Flaschen und Snacks, die jedoch einen horrenden Preis kosten, am Besten direkt ausräumen und zur Seite stellen, sonst hat man keinen Platz um bspw. seine Getränke zu kühlen. Einzelne Klimageräte in den Räumen unter der Decke vorhanden, können über Fernbedienung individuell eingestellt werden. In den Kleiderschränken in beiden Schlafzimmern je ein Safe vorhanden, bitte die Bedienungsanleitung richtig lesen, einer war bei uns deswegen nicht zu nutzen. Im Hotel wird einem als Appartementgast das Gefühl vermittelt, dass Appartementgäste weniger gern gesehen sind als Hotelgäste die vielleicht noch HP gebucht haben. Dies offenbart sich bereits beim Empfang, es gibt null Einweisung und Erklärung zu den Appartements und deren Ausstattung usw. - lediglich der Weg von Rezeption bis Wohnung wird auf einem Plan aufgezeichnet. Soweit war die Wohnung in Ordnung, von o.g. Unzulänglichkeiten und weiteren kleinen Schönheitsfehler abgesehen. Eine furchtbare Elektrik, die einem das Gefühl gab auch dann "zu schwingen", wenn die Chipkarte, die diese eigentlich aktivieren bzw. deaktivieren sollte, gezogen wurde. Dafür das die Anlage erst in 2008 eröffnet wurde ist bereits vieles zerschrammt und angekitscht. Uns war auch bekannt, dass wir die Wohnung ohne jeglichen Hotelservice gebucht hatten (keine tägliche Reinigung und Handtuchwechsel, Zwischenreinigung hätte Euro 40,-zusätzlich gekostet), ABER in dem Angebot der Agentur stand "Wechsel zweimal wöchentlich"! Nur, davon wusste man im Hotel nichts, dem Servicepersonal war etwas anderes in ihren Unterlagen vermerkt bzw. gar nichts. Ärgerlich, da die Verständigung äußerst schwierig war, die Reinigungsdamen sprachen nur Italienisch und ihre Vorgesetzte (die im übrigen den ganzen Tag äußerst geschäftig hin und her rannte, man sich aber nicht vorstellen konnte, womit sie nun äußerst wichtig beschäftigt war ...) zwar Englisch,aber schlecht verständlich, sprach. So musste um zumindest frische Handtücher regelrecht gekämpft werden, eine Tatsache, die einem den Urlaub schon ein wenig vermiesen kann, da man stets auf der Lauer liegt um nach dem Reinigungspersonal Ausschau zu halten. Ein Punkt der mit dem Vermittler zu klären ist, und nur einer von vielen, dass es scheinbar Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Agentur und Hotel gibt.
Ein Restaurant, in dem wird auch das Frühstück eingenommen wird. Bewerten kann ich persönlich nur das Frühstück. Restaurant wurde nicht ausprobiert. Bei einem Blick auf die Speisekarte empfand ich diese als wenig vielfältig, einfallslos und überdies teuer. Muss nicht sein. Moniga del Garda bietet im Ort selbst noch viele Möglichkeiten essen zu gehen, einfach rustikal bis gehoben. Das "Ramada Lake Garda" ist sehr von Reisegruppen frequentiert, deren Erscheinen zu den Mahlzeiten natürlich immer "gewaltig" daherkommt, beim Frühstück kommt das Servicepersonal auch schon öfters einmal nicht mit Auffüllen des Büffet nach. Ein ohnehin wenig vielfältiges Büffet unter Betrachtung des Preises von Euro 10,-/p.P. (es sei denn man hat ÜNF gebucht). Vor allem die "Aufschnittvielfalt" (1 Sorte Käse, 2 Sorten Wurst) ist einem nach einer Woche ziemlich auf den Keks gegangen, ansonsten ist von (gezuckerten) Frühstückscerealien, über Brot, sogar Körnerbrot! (für Italien echt der Wahnsinn), Kuchen, Gebäck, Eierspeisen bis hin zu Tomaten, Gurke und frischen Früchten vieles vorhanden, wenn auch oft in abgepackter Form. Für ital. Verhältnisse vermutlich Luxus, ich sage „es geht geradeso“. Kaffee und heißes Wasser für Tee gibt es aus dem Samowar (wenn Reisegruppen da), wenn nicht, bekommt man kleine Kännchen Kaffee und warme geschäumte Milch an den Tisch gebracht. Cappuccino, Latte Macchiatto und Co. nur gegen Aufpreis. Servicepersonal beim Frühstück durchweg freundlich, mit Englisch kommt man auch hier gut zurecht. Die Organisation mit Bedienen, Abräumen, Neueindecken und Säubern sowie Auffüllen mutet jedoch oft etwas chaotisch an. Dafür, dass sich viele Gäste beim Frühstück so benommen haben, dass man hätte die Hühner bestellen können, kann das Personal nichts, aber das Abräumen müsste besser funktionieren.
"Sprachbarriere": Hinweis, es wird nur Italienisch und Englisch gesprochen, absolut kein Deutsch. Soweit so gut, ich gehöre auch nicht zu den Personen die es quasi „verlangen“, dass man sich in dem Land nur auf sie einstellt, ich versuche soweit wie möglich in Landessprache und/oder Englisch zurecht zu kommen. Aufgrund von einer Vorbewertung wusste ich, wie es in diesem Hotel ist. Ich spreche etwas Italienisch, doch keineswegs so gut, als dass ich mich mit Muttersprachlern, die sich in keiner Weise bemühen langsam und deutlich zu sprechen, flüssig zu parlieren, im Hotel wurde grundsätzlich von Seiten des Personals mit Nicht-Italienischen Gästen nur Englisch gesprochen. Mein Englisch ist entfernt von perfekt, aber eigentlich bilde ich mir ein ganz gut zu sprechen, doch beim „Check-In“ – abends um 20:00 Uhr – stieß man schnell an Grenzen, die aber nicht an uns lagen. Der Empfang durch den jungen Herrn an der Rezeption war sehr unfreundlich und herablassend. Er war sehr schlecht zu verstehen (schnell gesprochen und genuschelt) und auf Nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hatte, reagierte er wenig verbindlich, sehr unwirsch. Es ist keine Art, Gästen einen Zettel aus der Hand zu reißen!, bloß weil sie die Meldebestätigung ausgefüllt hatten, er aber nur eine Unterschrift wollte und dies wenig verständlich zuvor klargemacht hatte. So stelle ich mir den Empfang in keinem Hotel vor, weder bei vier Sternen, noch bei mehr oder weniger. Dafür dann der „Check-Out“ umso freundlicher – als wäre man nur froh wenn Gäste wieder abreisen? War allerdings auch ein anderer Mitarbeiter. :) Frühstücksservice: siehe bitte unter "Gastronomie"! Reinigung: siehe bitte Angaben zum Zimmer! Neben den dort erwähnten Schwierigkeiten die wir hatten, wurde einmal ein wenig gesäubert, zufriedenstellend, obwohl nicht gebucht, auch so ein Punkt der unter "unklare Information" zu setzen ist. Außerdem hat man dann bis zum "Check-Out" "gebangt", ob man diese Reinigung extra zahlen muss. Dem war Gott sei Dank nicht so. Sonstige Serviceleistungen? Nicht erkennbar. Und wenn wohl auch nur wieder gegen Extrazahlung ... Im Appartement lag eine Mappe mit Informationen über das Hotel aus: sehr dürftig den Infogehalt betreffend. Eher nur benannt, was alles verboten ist, die Dinge die dort angesprochen wurden gebietet schon der gesunde Menschenverstand. In Deutsch andere Informationen (bzw. gravierend weniger) als in Italienisch oder Englisch. Keine Informationen über wirklich wichtige Punkte wie die Ausstattung (Küche: was ist und wovon wieviel vorhanden), noch Erklärungen über die (wie zu nutzende), vorhandene Elektrik usw.). Wie läuft das mit den zu leihenden Poolhandtüchern? usw. In einem vier Sternehotel erwarte ich ein gutes "Hotel-ABC", habe ich auch in kleineren Häusern geringeren Standards bereits viel besser erlebt.
Die Hotelanlage liegt oberhalb des Ortes Moniga del Garda. Es ist recht ruhig, wenn man einmal von der nervigen Dauerberieselung mit Musik durch die Lautsprecher auf der Restaurantterasse bis ca. 22 Uhr und das Dauerflutlicht ebendort, welches genau auf den Häuserblock unseres Appartements schien bzw. schallte, absieht. Ein Auto ist mehr als empfehlenswert um in den Ort mit seinen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Strand usw. zu gelangen (ca. 5-10 min). Theoretisch kann man auch den Hügel hinunter zu Fuß gehen, es ist jedoch kein Gehweg vorhanden, und auf ital. Landstraßen - insbesondere abends / in der Dunkelheit - kommt einem Selbstmordkommando gleich. Im direkten Umkreis zum Hotel gibt es keine Geschäfte noch Lokalitäten (außer dem Hotelrestaurant). Es ist also eher als ruhig zu erachten, genau das haben wir auch gewollt. Der Ort Moniga ist jedoch wie so ziemlich alle Orte am Gardasee ziemlich zersiedelt, so dass man je nachdem wo man wohnt und wo man hin möchte, weitere Wege zu bewältigen hat. Motorisiert eröffnen sich dem Besucher rund um den See und auch im Hinterland aber sehr sehr viele Ausflugsmöglichkeiten.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Ein gepflegter mittelgroßer Pool ist vorhanden. War die meiste Zeit leer. In unserer ersten Ferienwoche waren wir so viel unterwegs und abends zu geschafft, um hinein zu tauchen. Dann kam der Regen und die Möglichkeit war noch begrenzter. Liegestühle und Sonnenschirme sind vorhanden, Poolhandtücher gibt es wohl an der Rezeption, ob mit Kaution, Pfand o.ä. entzieht sich meiner Kenntnis. Sonstige Freizeitangebote? Fehlanzeige. Es ist absolut nichts geboten, kein Fitnessbereich, keine Animation, eine Tatsache, die mich aber auch nicht störte - ganz im Gegenteil. Ein Manko, kein Hinweis auf die Möglichkeit der (kostenfreien) Internetnutzung irgendwo im Haus, außer dem bereits erwähnten Anschluss in den Zimmern / Appartements gegen Extrazahlung mit dem eigenen Gerät.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im September 2009 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Sunshine |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 11 |