Das Kinderhotel Stegerhof ist ein überschaubares, traditionsreiches Haus in Donnersbachwald. Der Familienbetrieb ist in drei Bereiche (Gasthof, Hotel, Appartmenthaus) gegliedert und miteinander verbunden. Von der Familie Gürtler wird auch noch ein kleiner Lebensmittelladen geführt. Die Häuser sind top gepflegt, saisonal liebevoll dekoriert und in sehr gutem Zustand - wenn auch unterschiedlichen Alters. Unsere Zimmer waren von der Größe her angemessen, mit Teppichboden, einem Doppelbett, einer Schlafcouch und einer Sitzgelegenheit. Beide Zimmer hatten ein Bad mit WC (eines mit Badewanne, eines mit Duschkabine) und einen Balkon. Die angebotene 3/4-Pension haben wir in Anspruch genommen und gemeinsam mit den ca. 100 anderen Gästen jeden Abend zu Abend gegessen und morgens gefrühstückt. Die meisten Gäste waren - so wie wir - der Reisezeit entsprechend mit nicht schulpflichtigen Kindern auf Urlaub - viele mit Großeltern und fast alle haben das Kinderprogramm und die Wintersportmöglichkeiten genutzt. Alles in allem können wir das Hotel unbedingt weiter empfehlen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet und für gute Unterhaltung und gleichzeitig auch Erholung ist gesorgt. Lassen Sie es sich gut gehen ... in unserem Fall haben wir das gemacht und das Personal hat dazu beigetragen, dass es ein gelungener Urlaub wurde.
Unsere beiden (miteinander verbundenen) Zimmer waren in Ordnung, in gutem Zustand, sehr sauber und gepflegt. Wenn die Kombination in den beiden Bädern (eines mit Wanne, eines mit Dusche) Absicht ist, dann gut geplant! Kein wesentliches Kriterium - aber Standard in einem Vier-Sterne-Haus - sind die vom Hotel zur Verfügung gestellten Kosmetika: in diesem Fall Seife und Duschgel/Shampoo. Beides qualitativ eher mau. Für Babies in den Kinderhotels zur Verfügung gestellte Hipp-Kosmetika dafür gut.
Unsere 3/4-Pension beinhaltete ... ... Frühstück: reichliche Auswahl, frisches Brot (top!) und Gebäck, verschiedene Müsli und frischer Obstsalat, Eierspeisen und alles andere Übliche. Kaffe aus der Kanne oder Espresso-Maschine, frisch zu pressender Apfelsaft (Steiermark!)´, alles in allem tadellos. ... Schifahrerjause: ein pikantes Gericht und Salat und Kuchen, nebst Kaffe/Tee/Kakao. Nach einem anstrengenden Schi- oder Badetag gut und zum richtigen Zeitpunkt. Nicht umwerfend, aber OK. ... Abendessen: mit Vorspeisenbuffet (kalt), Salatbuffet (wechselnde Salate und Dressings), zwei bis drei Suppen, Hauptspeise (entweder serviert - Auswahl aus drei) oder als Buffet, Dessertbuffet und Käsebrett. Für Babies gibt es täglich zwei verschiedene, selbst gemachte Breis (süß / pikant) - selbst verkostet: ausgezeichnet. Für Kinder ein Kindermenü oder Buffet. Alle Achtung: in der Küche arbeiten ca. 8 Personen (zumindest waren so viele dort als ich mich am Ende der Woche fürs kulinarische Umsorgen bedankt habe) und die beherrschen ihr Handwerk im wesentlichen. Sehr bemerkenswert ist auch das Dessert-Buffet (es gab täglich zumindest eine warme Nachspeise und mehrer kalte). Auf meine Frage nach dem Partissier am letzten Abend wurde mir das Lehrmädchen Anna genannt ... Also Anna: vielen Dank für die vielen, köstlichen Desserts dieser Woche! Bei der Abschlussprüfung komme ich gerne als Zeuge! Alles in allem für die Küce: nicht top aber sehr gut (unerwartet und damit überraschend). Service: sehr geduldig, persönlich und zuvorkommend. Getränkepreise: angemessen. Größter Verbesserungsbedarf: der Kaffee a la carte ist schlechter (!) als jener SB-Kaffee aus der Espressomaschine beim Frühstück / Jause - wird in einer Meinl-Tasse serviert schmeckt aber wie Helmut Sachers ... (Tipp: die Steiermark hat mit Hornig einen guten, eigenen Gastro-Kaffee-Röster)
Familienbetrieb mit teilweise langjährig verbundenen MitarbeiterInnen: das bedeutet: persönliche Ansprache, freundliche Behandlung, und authentisch wirkende Bemühtheit um den Gast. Das hat uns imponiert. Auch der Umgang mit dem Personal scheint herzlich und familiär. Auch bei offensichtlichen Kompetenzüberschreitungen (in Erfüllung eines Gästwunsches) gab es freundliche (aber bestimmte) Worte. Für mich ist der Umgang mit dem Personal ein gutes Zeichen für ein gut geführtes Haus. Die Kinderbetreuung, die So-Fr in der Zeit von 9.30 bis 20.00 Uhr durchgehend angeboten wurde, haben wir - vor allem unsere ältere Tochter - sehr zu schätzen gewusst. Die Damen waren sehr bemüht, kannten die Kinder schon nach wenigen Stunden beim Namen und schafften es, eine Atmosphäre zu erzeugen, in der sich unsere Tochter - aber auch die vielleicht 15 anderen Kinder im Alter von 2 - 6 Jahren - sichtlich wohl fühlten. Am Ende der Urlaubswoche wollte unsere schwimmbadverrückte Tochter nur mehr in den Kids-Club und nicht mehr baden ...
In einer almenreichen Gegend, schon gegen Schluss des Donnersbachtales gelegen, ist Donnerbachwald ein kleines Dorf in der Steiermark, etwa 30 km Fahrkilometer von der Bezirkshauptstadt Liezen gelegen und daher entsprechend ruhig und einschichtig. Für einen Familienurlaub (im Winter) ist diese Lage aber optimal: reichlich Schnee (Seehöhe beinahe 1.000 m), vernünftige Erreichbarkeit, nettes, kleines Schigebiet, das auch in den Ferien nicht überlaufen ist, gute Schischule ... alles Ingredienzien, die einen guten Winterurlaub ausmachen, wenn man nicht auf Apres-Ski-Parties aus ist. Außerdem - das mag ein Vorteil aber auch ein Nachteil sein - ist man in der digitalen Wüste: keine UMTS Versorgung vorhanden.
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Hallenbad mit zwei Bereichen: Schwimmbereich und Kleinkinderplantschbereich. Beides in Ordnung ... große Panorama-Fenster bestätigen bei Schlechtwetter die Entscheidung, wenn man im Wasser treibt. Liegestühle und Handtücher ausreichend vorhanden. Saunabereich: neu und angenehm, mit Kneipp-Becken, Whirlpool und allem anderen, was dazu gehört. Im Haus gibt es auch noch eine Kegelbahn, einen Schießstand (??!), ein Almsüberl, Billard-Tische und anderes Unterhaltsames ... das haben wir aber alles nicht genutzt. Außerdem gibt es ein Aktiv-Programm für Erwachsene mit Nordic-Walking, Schneeschuhwandern, Backen, Herz-Chakra-Meditation, Handschlittenfahrten etc. ... und natürlich ein Wellness und Kosmetik-Team, dessen Fähigkeiten wir nicht getestet haben. Zum Schifahren fährt der Bummelzug Bruno zweimal morgens und einmal mittags. Die dem Haus partnerschaftlich verbundene Schischule magic snow ist trotzdem in Gehweite - mehr Spaß macht aber der Zug. Die Schischule hat - laut eigenen Angaben - einige Preise als Kinder-Schichule gewonnen ... unserer Erfahrung nach zu Recht. Außerdem sollte sie einen Eltern-Preis bekommen: für die Kleinsten (und Unischersten) gibt es ein sehr flexibles Programm mit täglicher Option auf Teilnahme halbtags, mittags oder ganztags. Bravo! Der Rest ist typisch für eine österreichische Schischule: sehr bemüht, motivierend für die Kleinen und rühren für deren Eltern.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im März 2013 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gerry |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 19 |


