- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Da ich im Vorfeld mir schon per Email bestätigen ließ, dass ich auch tatsächlich im Dar El madina unterkomme und nicht wegen Überbuchung ins Solaya abgeschoben werde, verlief der Check-In reibungslos und schnell. Willkommensgetränk wurde gereicht, ich konnte mir sogar vorher das Zimmer ansehen (zu diesem Zeitpunkt war es noch nicht so voll). Das Zimmer ist ausreichend groß, ebenfalls der Kleiderschrank mit eingebautem kostenlosen Safe. Balkon ebenfalls groß genug. Unser Zimmer lag mit der Balkonaussicht zum Pool, dort war es ruhig. Mit der Eingangstür allerdings zum Atrium, wo abends die italienische Animation stattfindet, die bis 23 Uhr sehr sehr laut ist. Trotz laufender Klimaanlage und Fernseher übertönt diese Lautstärke alles! Da sollte man vom Management daran denken, dass nicht alle Urlauber schwerhörig sind und auch gemäßigtere Lautstärke mehr zum Wohlfühlen beiträgt. Zu unserer Zeit wurde am Strand ein Wall gebaut, damit in Zukunft keiner mehr vom Strand aus über die abgestorbenen Korallen läuft. Hut ab vor den ägyptischen Arbeitern, die diese Arbeiten bei dieser Hitze ausführten, teilweise waren es noch Minderjährige! Die arbeiteten von frühmorgens bis abends mit sintflutlichen Arbeitsgeräten. Unsere Reisezeit war Anfang bis Mitte Juni, es war heiß, zwischen 32 und 37 Grad, mäßiger Wind. Man sollte früh morgens oder ab 17 Uhr schnorcheln gehen, möglichst wenn Flut ist, dann kann man das rechts vom Steg gelegene Riff "überschwimmen" und sieht tolle Korallengebirge. Wir haben auch eine Schildkröte gesehen und einen Barrakuda (VORSICHT), Moränen, Rochen, riesige Fischschwärme. Bei Wellengang kann man allerdings nicht so gut über das Riff schnorcheln, da man sehr vorsichtig sein muss, damit man nicht in die Korallen getrieben wird. Bei genügend Wasserstand über den Korallen und bei glatter Wasseroberfläche allerdings sehr sehr schön! Der Steg ist sehr lang, ein Abzweig nur für Taucher, dann gehts weiter für Schwimmer und Schnorchler. Das Ende des Steges ist überdacht und dort stehen auch 2 Regale mit Fächern zur Verfügung, wo man seine Sachen reintun kann. Da wir für diese 2 Wochen nur 750 pro P. gezahlt haben, sieht man über einiges hinweg, bei höherem Preis hätte ich mich mehr geärgert, was die Hygiene bei der Essenzubereitung anbelangt.
Ausreichend groß, Bad sauber, alles wirkte noch neu, Einhandarmaturen von Grohe, keine verkalkten Armaturen, Toilette absolut sauber. Dusche ebenfalls schön groß. Jeden Tag frische Handtücher, allerdings sind die kleinen Handtücher wirklich sehr klein, bei langen Haaren ein Problem, diese ins Handtuch zu wickeln, fast unmöglich. Fön vorhanden.Leider fehlen hier einige Steckdosen im Bad. Eigener Fön oder Glätteisen kann hier nicht angeschlossen werden. Diesen kann man im Zimmer benutzen, dann muss man sich allerdings an der Rezeption einen Adaper leihen, denn solche Steckdosenwie im Zimmer haben wir noch nirgendwo gesehen, sind wohl spezielle ägyptische. Es gibt noch einen Wasserkocher und Nescafe, Teebeutel, Zucker, Creamer. Klimaanlage sehr laut, haben wir nachts immer durchlaufen lassen müssen wegen der Hitze. (Ohropax nicht vergessen). Minibar ist nicht im AI eingeschlossen! Es gibt zu Beginn eine Wasserflasche, die man immer wieder an den Spendern auffüllen muss. Entgegen der Aussage einer anderen Bewerterin ist es NICHT üblich, jedesmal eine neue Flasche zu bekommen. Aber unser Reiseleiter bekam bei Ankunft auf unsere Anfrage gesagt, man bekäme immer eine neue Flasche. Als das nach 1 Woche noch immer nicht passiert war, fragten wir nach und uns wurde gesagt, man muss diese auffüllen. Als wir daraufhin aber meinten, unser Reiseleiter von 12 Fly habe uns eine andere Information gegeben, bekamen wir daraufhin "ausnahmsweise" jeden Tag eine neue Flasche. Also ist es wohl DOCH üblich, dass die Flaschen aufgefüllt werden müssen, was m.E. unhygienisch ist, da ich gesehen habe, wie eine Dame ihre Flasche auffüllte und dann direkt aus der Flasche trank.
Es gibt ein klimatisiertes rauchfreies Hauptrestaurant (in welchem es ab dem 10. Tag unseres Aufenthaltes sehr laut wurde, wahrscheinlich hatten dann die Italiener Schulferien und ganze Großfamilien bevölkerten das Restaurant mit der entsprechenden Lautstärke) und 2 Außenterrassen. In den meisten Fällen haben wir abends sofort einen Platz gefunden. Morgens ab 7 Uhr war es wunderbar ruhig. Am Essen scheiden sich bekanntlich die Geister, die einen sind begeistert, die anderen widerum enttäuscht. Bei uns hielt es sich die Waage. Das Frühstück war, wie wir es auch aus den Makadi Oasis gewohnt sind, umfangreich mit kleinen Coissants, Blätterteiggebäck, weichen hellen Brötchen (die dunkleren Brötchen waren leider immer sehr ausgetrocknet und schmeckten demzufolge nicht), Toast zum selber Toasten, dunklerem Brot (lecker), Marmeladen, Müsliecke, Obstecke, Joghurtecke. Omlettstation, Crepes, frische Waffeln. Man konnte sich selber Tee zubereiten oder Nescafe. Da mir der frische Kaffee absolut nicht schmeckte, (mehrmals probiert), immer leicht chemischer Geschmack, bin ich auf Nescafe ausgewichen, da das Wasser aus dem Wasserkocher neutral schmeckte. Als Pizzafan schmeckte die Pizza allerdings sehr laff, es fehlte die Tomatensauce und natürlich die üblichen Gewürze. Und jetzt kommt das absolut Störende: Sowohl die Pizza am Pool und an der Beachbar wurden mit bloßen Händen zubereitet. Ich habe selbst beobachtet, wie der Pizzamann an der Beachbar in seinen Schweißhänden eine Serviette hielt, sich immer wieder über Stirn und Nacken und Arme wischte und anschließend mit den Händen die Pizzazutaten auf die Pizza legte! Wie ist das, wenn er vom Klo kommt, wäscht er sich die Hände dann???? Ebenfalls haben wie gesehen, wie an der Grillstation der Mann mit ungeschützten Händen ins rohe Hackfleisch griff, dieses um einen Spieß legte und dann grillte, ebenfalls fasste er so die Fleischstücke an. Das bin ich vom makadi oasis ganz anders gewohnt, dort trugen alle, die mit Lebensmitteln zu tun hatten, Schutzhandschuhe! Auf unser Vorsprechen diesbezüglich beim Oberaufseher der Kellner sagte man uns, man würde sich darum kümmern. Nach 2 Tagen haben wir wieder nachgefragt, warum das so sei und man verwies uns an den Manager, der auch dann später zu uns an den Tisch kam und wir unterhielten uns auf englisch. Er meinte, dass sei nicht so schlimm, denn schließlich würde das Fleisch ja gebraten und Keime somit "Vernichtet": Als ich ihn fragte, ob es nicht auch sein könne, dass mangelnde Hygiene an so vielen Durchfällen der Urlauber Schuld sei, meinte er, dass könne ja auch am Pool liegen!! Ja - was soll denn diese Aussage - dann muss halt der Pool auf Keime untersucht werden und Gegenmaßnahmen getroffen werden. Und die Standartaussage, wir Europäer wurden Durchfall bekommen, weil wir die Hitze nicht vertragen, dann frage ich mich, wieso wir jetzt im Juli in Deutschland bei 34 Grad auch keinen Durchfall haben??? Alkoholische Cocktails schmeckten nicht, dafür aber die sogenannten Mocktails (alkoholfrei).
Zimmerreinigung war gut, ab und zu Handtuchfiguren auf dem Bett oder sogar im Bad (gerne nimmt der Zimmerboy natürlich Trinkgeld). Das Personal ist freundlich, besonders natürlich, wenn die wöchentliche schriftliche Befragung durch eine Dame stattfindet. Dann wird man überall angesprochen und darauf hingewiesen, wo man denn doch bitte sein Kreuzchen hinmachen soll !!!! An dem Tag werden einem auch abends die Getränke an den Tisch gebracht, sonst nicht. Aber was solls, Getränke kann man sich ja auch selbst zapfen! Sonst sind alle Kellner freundlich, man begrüßt sich und lächelt.
Entfernung zum Strand zu bewältigen, in der Mittagshitze schon beschwerlich, da fast der ganze Weg in der Sonne liegt. Außerhalb des Geländes gibt es auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen kleinen Laden für Lebensmittel und Gebrauchsartikel, haben wir nur mal reingeschaut. Bei AI benötigte man ja eigentlich nichts. Ausflugsmöglichkeiten: Bei "Stefan" von den Tigermarines, der täglich am Strand seine Runde macht um Ausflüge zu verkaufen, haben wir eine Halbtagesfahrt nach Abu Dabab gebucht. Mit Getränken für 22 Euro. Man kann aber auch, wie wir erfahren haben, ein Taxi nehmen und in Eigenregie dort hinfahren, der Eintritt in das Naturschutzgebiet soll wohl 5 Euro kosten. Das hat den Vorteil, dass man dann viel länger dort bleiben kann (Lunchpaket gibts kostenlos an der Rezeption, einen Tag vorher Bescheid sagen).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Pool ist klein, Schwimmen nur eingeschränkt mögilch, eher was zu Abkühlen, waren aber auchnur sehr wenig am Pool (nur als der Durchfall so extrem war wegen Toilettennähe). Animation nicht genutzt, Animateure waren aber auch nicht aufdringlich, wenn man nicht wollte, ließen sie einen in Ruhe. Internetzugang teuer. Liegen waren immer zu bekommen, wie gesagt, es war noch keine Hauptsaison.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juni 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Ursula |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 21 |