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Birgit & Dirk (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juni 2007 • 2 Wochen • Strand
Alle Vorteile und Nachteile eines Stadthotels
4,3 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Gut

Beim Hotel handelt es sich um ein langsam in die Jahre kommendes, sechsetagiges Gebäude mit ca. 200 Zimmern, was aufgrund seiner Lage fast an der Nordspitze der Insel Rhodos in zwei Richtungen Meerblick hat, zumindestens, wenn man in Richtung Weststrand nicht die unteren Etagen erwischt. Das Hotel war immer sauber, selbst abends "fegte" hin und wieder eine Reinigungskraft durch den Eingangsbereich. Wir hatten Halbpension gebucht, was wir nicht bereut haben. Die Gästestruktur war gemischt, sowohl vom Alter als auch den Nationalitäten. Die Engländer waren vielleicht zu 70% vertreten und stellten größtenteils die ältere Hälfte Urlauber. Belgier waren noch stark vertreten, Deutsche waren eher die Minderheit, wie auch einige Russen in der zweiten Woche (die sich aber dezent zurückhielten). Loben muss man die offensichtliche Behindertenfreundlichkeit, denn der Zugang zum Restaurant war sowohl über eine leichte Schräge erreichbar als dann auch im unmittelbaren Restaurantbereich mit einem kleinen Fahrstuhl, der 1m Höhendifferenz "überbrückte". Die Ersteinweisung durch den Reiseveranstalter (in unserem Fall Neckermann) mutiert immer mehr zu einer "Werbeverkaufsveranstaltung". Es wird so gut wie nichts über Land und Leute erzählt, sondern nur die Ausflugsmöglichkeiten in aller Ausführlichkeit geschildert, die man im Anschluss gleich völlig überteuert buchen kann. Nachfragen werden dann nicht oder falsch beantwortet. So konnte keine Aussage zum Preis der Liegen am Strand gegeben werden, und eine 5-Euro-Telefonkarte sollte am öffentlichen Fernsprecher für Gespräche nach Deutschland fast 2 Stunden reichen (tatsächlich ca. 40 Cent/Minute). Wir hatten Mitte Juni Tageshöchsttemperaturen zwischen 25 und 35°C, die Wassertemperatur lag bei 24°C. Unsere Handys zeigten bei Vodafone und O2 Erreichbarkeit an.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Fangen wir mit dem Guten an. Wir haben noch nie in einem Auslandsurlaub einen so kostengünstigen Mietsafe erhalten (12 Euro für 2 Wochen). Zimmergröße ausreichend, Ausstattung mit Klimaanlage, Kühlschrank, Fernseher (ZDF und im Wechsel ARD bzw. Deutsche Welle-TV), Telefon, Badewanne mit Duschmöglichkeit, Föhn. Das Mobiliar war Stand 70er Jahre und wies diverse Nutzungsspuren auf. Die Matratzen waren eher hart und damit angenehm für uns, es gab auch für jeden 2 Kopfkissen mit unterschiedlicher Füllmenge. Sowohl die Tür als auch das große Fenster waren undicht, so dass Zugluft unumgänglich war, selbst bei geschlossener Balkontür (kleiner Tipp: Im Schrank liegende Wolldecke abends von innen vor die Tür legen, dann hören die Geräusche auf). Die wie unsere Zimmer zur Westküste liegenden Zimmer befinden sich an einer Einbahnstraße, die vor allem abends und nachts von diversen Autos auf der Suche nach Parkplätzen genutzt wird, sowie von Jugendlichen, die mit ihren Mopeds in der entsprechenden Lautstärke immer bei uns vorbei mussten. In Kurzfassung: Die Geräuschkulisse war so extrem, dass wir nicht eine Nacht bei geöffnetem Fenster durchschlafen konnten und das Fenster immer schließen mussten. Außerdem hatten wir 13 Tage teilweise sehr starken Westwind, der genau ins Zimmer blies. Aber wir wollten unseren Urlaub ja nicht im Zimmer, sondern auf der Insel verbringen.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Das beste am Hotel! Es gab sowohl morgens als auch abends ein Buffet mit einem separaten Stand, wo ein Koch sowohl beim Frühstück Eier, Omeletts o.ä. frisch zubereitete, als auch abends das ein oder andere kochte bzw. zubereitete. Dass sich jemand über das Essen in anderen Bewertungen beschwert, war für uns nicht nachvollziehbar. Sicher wiederholte sich das Angebot nach einer Woche, es war aber jeden Tag mehr als 1 Essen dabei, was uns schmeckte (es gab jeden Abend 3-4 verschieden Fleischangebote, immer diverse Salate und auch die Wurstsorten waren nach unserem Geschmack in Ordnung). Die Tische wurden regelmäßig von abgestellten Tellern dezent beräumt. Die Getränkepreise lagen so bei 2, 70 Euro für eine 0, 75-Liter Flasche Wasser mit Kohlensäure und 2, 60 Euro für eine große Flasche Bier. Für alle, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, der Hinweis: "You will be seated" heißt "Sie werden platziert".


    Service
  • Eher gut
  • Freundlichkeit wird groß geschrieben, vor allem im Restaurantbereich, dessen Mitarbeiter man hervorheben muss. Das Personal hat schwache Deutschkenntnisse, mit Englisch kommt man weiter. Zimmerreinigung top, vielleicht lags am täglichen 1 Euro Trinkgeld, dass wir sogar jeden Tag neue Handtücher hatten. Allerdings waren die Reinigungszeiten jeden Tag anders, es kam vor, dass diese erst nach 14 Uhr stattfand. Der Check-in war schwach, wie vielleicht die Rezeption der schwächste Punkt des Hotels war. Es fand nur eine Schlüsselübergabe statt und eine Information über die Essenzeiten, das war's. Auch hätte sicherlich jeder Fremde unproblematisch beim Wissen um unsere Zimmernummer unseren Schlüssel bekommen. Drei Nachfragen am Anreisetag bezüglich des defekten Kühlschranks wurden mit dem Hinweis, das jemand kommt, abgetan. Am Nachfolgetag stellte sich dann heraus, dass es üblich war, dass man lediglich im Flur eine Sicherung herausgenommen hatte, um den Kühlschrank zwischen zwei Belegungen abzutauen. Bis zu unserem Umzug nach 3 Tagen zwei Etagen höher (wir hatten bei Buchung angegeben, so hoch wie möglich ein Zimmer zu bekommen), war ein ebenfalls am Anreisetag festgestellter Mangel der ständig laufenden Klospülung nicht abgestellt (war uns dann aber nach dem Umzug auch egal). Wäscherei war offensichtlich vorhanden (ein entsprechender Beutel mit Preisliste (zwischen 1, 50 und 5 Euro) lag im Schrank).


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Hier kommen die Vorteile zum Tragen. Top ist die Lage zum Mandraki-Hafen (5 min), zur traumhaften Altstadt (10 min) und zur Fußgängerzone der nördlichen Neustadt (5 min) mit vielen Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten (Zeiten fußläufig angegeben). Top auch die Lage zum weniger windanfälligen Oststrand, der unmittelbar hinter der am Haupteingang vorbeiführenden Straße begann. Nachteil die Strandqualität: Wir konnten uns bisher unter der Bezeichnung "Sand- und Kieselstrand" wenig vorstellen, jetzt wissen wir, dass Badeschuhe eigentlich Pflicht sind, will man nicht den 3-4m breiten Steinstreifen (abgeflachte Steine 2-6cm Durchmesser) "unter Schmerzen durchwaten". Selbst im Wasser setzen sich diese Steine ca. 4-5m fort, dann ist es so tief, dass man eh nicht mehr stehen kann. Außerdem hat sich der Sand im Liegestuhlbereich bis spätestens 13 Uhr so aufgeheizt, dass man auch ohne Badelatschen kein Schritt vor den anderen mehr machen kann. Diverse "Mini-markets" liegen im 100m-Umkreis, wo man alles bekommt, was man so als Tourist braucht (Ouzo, alkoholfreie Getränke,, fertige Sandwiches, Postkarten ....). Größere Einkaufsmärkte haben wir nur in der südlichen Neustadt entdeckt, vom Hotel mit dem Auto in 15 min erreichbar. Die Transferzeit vom Flughafen würde normalerweise auf dem direkten Weg bei 20 min liegen, da wir sowohl auf der Hin- als auch der Rückfahrt weitere Hotels anfuhren, lag sie bei ca. 45 min. Ausflugsmöglichkeiten ohne Ende, in unterschiedlicher Qualität und nach Möglichkeit nicht über den Reiseveranstalter zu buchen, denn dieses ist um bis zu 100% teurer, als wenn man es bei lokalen Anbieter oder bei Schiffsreisen direkt am Hafen bezahlt. Empfehlen können wir die Anmietung eines Autos für ein paar Tage, um auch den südlichen Teil der Insel kennen zu lernen. Uns gefiel die komplette Altstadt, die Reste der Akropolis mit dem daneben liegenden antiken Stadion. Weiter empfehlen wir Ausflüge zum schönsten Sandstrand an der Westküste in Tsambika, eine Fahrt nach Monolithos an die südliche Westküste und bedingt nach Lindos. Lindos nur, wenn man es schafft, nicht mit einem Touristenbus dort hin zu kommen, um sich gemeinsam mit tausenden anderen Touristen durch die sicherlich reizvollen engen Gassen durchzukämpfen. Wir haben in Lindos eine insgesamt 2, 5-stündige Wanderung um die unmittelbar angrenzende Bucht gemacht, vorbei an den Resten dreier Windmühlen zu einer ca. 70m hohen Erhebung (mit einem alten Bunker o.ä.). Während dieser Wanderung konnten wir fernab vom Strom der Touristen den Blick auf die weiße Stadt, die herrlichen Berge und das Meer in aller Stille genießen. Nicht zu empfehlen sind Touren zum Tal der Schmetterlinge (angekündigt waren tausende von Schmetterlingen, tatsächlich in 1, 5 Stunden ganze 3 Schmetterlinge gesehen) und das Tal der 7 Quellen (7 kleine Rinnsale auf einer Fläche von ca. 10 qm, die sich in einen kleinen Bach "ergießen"). Schade um das Geld, wenn man diese Touren auch noch über den Reiseveranstalter bucht (bis zu 42 Euro als Doppelpack). Das ein oder andere ist auch mit dem Bus kostengünstig erreichbar. Die zentrale Bushaltestelle mit einzigem Kartenverkauf befindet sich hinter dem Neuen Markt, recht zentral gelegen. Zu empfehlen auch noch die Fahrt mit dem City-"Eisenbahn"bus, der in 45 min für 4 Euro einen netten Überblick über die Stadt gibt. Schwache Englischkenntnisse sind gut, um auch etwas vor Direktmoderation des Fahrers zu verstehen (ein nettes Unikum).


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Im Hotel selbst gab es innenliegend einen kleinen Pool. den wir nie genutzt haben. Am Strand gabs Liegen in ausreichender Menge, nicht morgens schon reserviert, weil kostenpflichtig (2 Liegen mit Schirm 7 Euro/Tag). Zusätzlich waren am Strand Duschen vorhanden. Am Nachmittag wurde es etwas voller, wenn offensichtlich die Schule aus war und die einheimische Jugend "Besitz vom Strand" nahm. In der zweiten Woche fand sich auch ein einheimischer "Anbieter", der am Strand Parasailing, Bananenboot u.ä. gegen Gebühr anbot.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gutHotel entspricht der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juni 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Birgit & Dirk
    Alter:31-35
    Bewertungen:10