- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Ich habe als Frühbucher 42,- /Nacht plus 6,- Frühstück/Tag bezahlt. Das ist für Wiener Verhältnisse, wie mir mehrfach bestätigt wurde, günstig. Ich hatte den Eindruck, dass wenige Gäste im Hotel waren. Was ich an Gästen sah, war durch alle Altersschichten und Nationalitäten, mit einer Ausnahme: Ich kann mich nicht an Kinder und Jugendliche erinnern. Das Hotel würde ich als ruhig und sauber bezeichnen. Die Etage roch noch so wie eben eröffnet. Kleines Detail am Rande: Das Hotel ist so sauber, dass die Handwerker auf meiner Etage ihre Schuhe am Aufzug auszogen und auf Strümpfen im Zimmer arbeiteten. Ich habe reichlich geschaut und verglichen, Wenn man keinen echten Geheimtipp hat, bekommt man für das Geld bestenfalls eine **Pension. Ich werde beim nächsten Besuch dieses Hotel wieder in Erwägung ziehen, allein schon, weil der Bahnhof Praterstern günstig liegt.
Ich hatte Zimmer 718. Es war sauber! Sehr sauber, wie ich es selten erlebt habe. Es war groß, hell und zum umbauten Innenhof. Was einem sofort ins Auge sticht: Die Waschsäule und die riesengroße Duschkabine im Zimmer. Für einen Alleinreisenden kein Problem. wenn man zu zweit reist, muss man sich schon mögen, um dem anderen vom Bett aus bei der Körperpflege zuzuschauen. Gleiches gilt fürs WC, dass nur eine oben und unten gekürzte Klapptür hat: Ist eher ein Sicht- als ein Geruchs- oder Hörschutz. Dass man die Waschsäule nur mit herabgelassener Jalousie nutzen sollte, wegen des umbauten Innenhofes, ist ein zu lästiges Detail. Hier hat man am falschen Ende gespart - zugunsten der schnelleren Herstellung und späteren Reinigung. Das Fenster lies sich nur kippen, was im 7. Stock seinen Sinn hat. Die Klimaanlage habe ich tagsüber auf Volllast laufen lassen, konnte aber abends keine starke Abkühlung feststellen. Was mich um den Schlaf brachte, war die Abluft von WC und Dusche, die die ganze Nacht zischte. Die Abluft im WC ist an den Sensor der das Licht einschaltet gekoppelt, aber die Abluft über der Dusche scheint immer einen geringen Abzug zu erzeugen. Die Inneneinrichtung ist spartanisch und nur was für Leute, die Ordnung halten können: Es gibt keinen Schrank, nicht einmal ein Rack oder Regal. Die Kleidung hängt offen an Haken. Es gibt ein Schreibtischchen und eine weitere Ablage hinter der Waschsäule. Gesessen wird auf zwei Plastikhockern. Das Bett war traumhaft, da ich straffgepolsterte Betten bevorzuge. Warum man im Juni eine Winterdecke aufzieht...ich habe sie rausgezogen und mich nur mit dem Bezug zugedeckt. Der TV hängt in der Ecke und versorgte mich auch mit deutschem Programm und Radio. Von meinen Nachbarn habe ich nichts, rein garnichts gehört. Das hatte ich noch nie! Und es waren noch andere Gäste auf der Etage bzw auf der Etage drüber.
Snackautomaten sind keine Gastronomie, aber im Foyer vorhanden. Im benachbarten IBIS gibt es ein Restaurant, dass abends gut besucht war. Ich habe es aber nicht genutzt. Das Frühstück kostet 6,-/Pers./Tag Zuschlag. Der Preis ist angemessen, wenn man bedenkt, was bereits ein einfaches Frühstück im Stehcafe kostet. Es wird einem keine lukullische Offenbarung geboten, eher eintönig, aber es macht satt: Ein Kaffeevollautomat, der ordentliches zustande brachte, ein Brotkorb mit Brötchen, Brot, Croissants und einer Art Gebäckstange. Diverse Teesorten, Marmeladen und Honig, Butter, Streichkäse, Frühstücksflocken, EINE Wurstsorte, Büchsenpfirsiche - alles sehr convenient und überschaubar. Was mir unangenehm auffiel war, dass am Sonntag die Tische im Frühstücksraum nicht abgewischt waren - nicht besonders appetitlich.
Einchecken ging flugs und ohne Verzögerungen. Auschecken dito. Ich hatte zwei Fragen, die mir die Rezeptionistin(nen) abschließend beantworten konnten. Gut fand ich, dass man sein Gepäck bis zum Abflug aufbewahren konnte und dafür einen Abholschein bekam - das war das erste mal, dass ich ein Ticket bekam. Der Hotelchef hat auf die Accor-eigene Zufriedenheitsumfrage prompt reagiert und auf meine Hinweise geantwortet.
Man kommt mit der S7 vom Flughafen Schwechat am Praterstern an und läuft rund 10 Minuten bis zum Hotel. Man kann natürlich auch eine Station mit der U-Bahn fahren und die Hälfte der Strecke zurücklaufen, weil das Hotel genau dazwischen liegt. Der Prater ist vom Bahnhof aus nur über die Straße, vom Hotel aus sind es rund 10 Gehminuten. Vom Hotel aus läuft man in gemütlichen 30 Minuten bis zum Stephansdom, immer nur geradeaus. Alternativ kann man die U-Bahn nutzen. Das Hundertwasserhaus ist mit Straßenbahn und Laufen ca. 30 Minuten vom Hotel entfernt. Es bietet sich an Praterbesuch mit Hundertwasserhaus zu kombinieren. Supermärkte gibt es in Wien in Hülle und Fülle. Im Bahnhof Praterstern auch am Wochenende und Abends. Die Umgebung des Hotels ist wenig spannend oder gar einladend, da es ein Neubaugewerbegebiet auf einem alten Rangierbahnhof ist. Über die Lasallestr. rüber Richtung Prater sind typische Wiener Mietshäuser mit kargen Straßen. Wenn man nicht im benachbarten IBIS essen möchte, sollte man sich was in der Innenstadt suchen.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Alleinreisend |
Dauer: | 1-3 Tage im Juni 2011 |
Reisegrund: | Stadt |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Klaus |
Alter: | 41-45 |
Bewertungen: | 9 |