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Dagmar (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Dezember 2010 • 1 Woche • Winter
Das grosse Aber.
3,2 / 6

Allgemein

Es ist eine schwere Entscheidung zwischen eher schlecht und eher gut: Fairerweise muss man sagen, dass das Hotel alles hat, was ein 4-Sterne-Hotel haben sollte, aber es fehlt einfach an vielen Stellen der Sinn fürs Detail. Nur ein Besipiel: Da freut sich der Raucher, dass er nicht vor die Tür gehen muss, sondern in der anhängenden Siglu-Bar rauchen darf. Der Weg dorthin führt ihn dann aber (zusammen mit den Kellnern, die hier das Essen abholen) durch einen völlig verramschten, engen Flur an der offenen Küche vorbei. Als Hotelier wäre es mir peinlich, überhaupt so einen Schandfleck im Haus zu haben; - Ich würde mich Sünden fürchten, dorthin auch noch den Gast zu geleiten! Habe viele gute Bewertungen zu dem Hotel gefunden und frage mich, ob die Leute vielleicht keine Vergleichsmöglichkeiten haben oder wir irgendwie zur falschen Zeit am falschen Ort waren?! Wir jedenfalls werden dorthin nie wieder fahren und beim nächsten Mal lieber noch ein paar Euro drauflegen, um dann vielleicht wirklich 4-Sterne-angeblich superior-Standard zu bekommen.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Das Zimmer war an sich ok, nur etwas zu klein. Es gab ein Tischchen und zwei Sessel, von denen einer so vor der Balkontüre stand, dass sie nicht mehr aufging. Das WC als Extraraum wäre an sich eine gute Idee; - Es ist aber so klein, dass man Beklemmungen bekommt und das Gebläse funktioniert nicht (im Bad übrigens auch nicht). Nachdem sonst nichts los war, hat der Fernseher plötzlich ungeahnte Bedeutung gewonnen - Er war leider so klein (Laptopgrösse), dass man ihn vom Kopfende des Bettes nicht mehr erkennen konnte.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Die Bewertung "eher gut" hier nur, weil es wirklich jeden Abend mind. vier Gänge gab und einige richtig gute Sachen dabei waren. Es gab aber auch reichlich zu meckern: Die Küche hat sich sehr bemüht, Haute Cuisine zu bieten, hat dabei aber die Zeichen der Zeit verkannt. Heutzutage lässt man den Rehbock nach Wild schmecken und verdirbt ihn nicht mit einer "Tahitivanille"-Sosse. Auch Curry-Joghurteis ist nicht chic, sondern unappetitlich. Es wäre schön gewesen, wenn wenigstens ein Klassiker wie Kässpatzn dann so geschmeckt hätte, wie man das erwarten darf. Statt dessen waren sie total mehlig, den Röstzwiebeln war irgendetwas passiert, was sie gummig und orangerot machte und der Käse obendrauf war wohl irgendein Rest, der wegmusste, - jedenfalls kein Emmentaler. Käse war eh so ein Thema: Da lag der arme Kerl beim Weihnachtsmenü schon als wir ankamen auf dem Buffet. Bis wir drei Stunden später wirklich Käse essen wollten, war er schon an den Schnittkanten völlig vertrocknet. Die gleichen schrumpeligen Käseecken, konnten wir dann am nächsten Morgen beim Frühstück wiederfinden... À propos Frühstücksbuffet: Hier lag der Schwerpunkt eindeutig auf Wellness mit vielen Müslis, Brei, Joghurts und Früchten. Wer eher pikant frühstücken wollte, bekam täglich die gleichen drei Sorten Wurst ebenso wie den Schnittkäse als lieblosen Berg hingestellt (wie beim Metzger aus der Schneidemaschine), das Rührei war grundsätzlich entweder kalt oder aus, wenn man nicht morgens um 8.00 Uhr da war.


    Service
  • Schlecht
  • Es ist mühsam, wenn man sich tagelang die Gunst der Mitarbeiter durch strahlendes Dauerlächeln und grosszügiges Trinkgeld erarbeiten muss! Eigentlich würde ich als Gast erwarten, dass ich auf jeden Fall eine Erwiderung auf mein freundliches Guten Morgen verdient hätte... Beim Abendessen hat man oft ewig auf den nächsten Gang gewartet und wenn ich dann beim Dessert angelangt bin, brauche ich den zur Vorspeise bestellten Wein auch nicht mehr! Schön, dass es Zimmerservice gibt, aber was bringt mir die Tasse Kaffee, wenn sie ohne Zucker gebracht wird?! Bis ich den Zucker endlich hatte, war der Kaffee kalt. Wir waren zwar zu Weihnachten da und das Hotel voll ausgebucht - Aber das war ja wohl keine Überraschung und sollte der Service nicht trotzdem funktionieren?


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Der Ort besteht aus ungefähr fünf Häusern (Hotels, Sportgeschäfte/Skiverleih und ein erfreulich grosser Lebensmittelladen) um die Rifflseebahn herum. Wenn das eigene Hotel keine Unterhaltungsmöglichkeiten bietet, herrscht hier absolut tote Hose! Das Tal ist sehr eng, so dass im Winter auch an einem strahlenden Tag max. 3 Stunden Sonnenschein ankommen. Die drei Zimmeraussichten, die wir beurteilen können, führten auf den Grossparkplatz der Rifflseebahn, auf das Liftgebäude selbst oder auf den kaum 50 Meter entfernten steilen Berghang, was sehr beklemmend wirkte.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sport

    Der Pool wäre eigentlich erfreulich gross, liegt aber im Keller und hat keinerlei Flair. Das versprochene Aktiv-/Unterhaltungsprogramm des Hotels beschränkte sich auf Aquafit morgens um 8.00 Uhr und Meditiation, abwechselnd mit Yoga und Pilates, nachmittags um 16.00 Uhr - Die einzige sonstige Action während unserer Woche Aufenthalt war eine Schneeschuhwanderung, die mit der Startzeit 12.00 Uhr für den Tag jegliches Skifahren sowohl vorher als auch nachher unmöglich gemacht hätte. Abends gab es keinerlei Unterhaltungsangebote, so dass die meisten Gäste zum Fernsehen aufs Zimmer gegangen sind.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Dezember 2010
    Reisegrund:Winter
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Dagmar
    Alter:46-50
    Bewertungen:1