Titel: Zwischen Nostalgie-Staub und Animations-Gold: Ein Abenteuerurlaub der besonderen Art Gesamt: 4 / 6 Sonnen (da die Animation alles rettet) Die Instandhaltung: „Charme der Vergänglichkeit“ (3 von 5 Sternen) Unsere Ankunft im Hotel fühlte sich ein bisschen wie eine Zeitreise an – allerdings in eine Ära, in der man „Instandhaltungsbudget“ noch für ein Fremdwort hielt. Man merkt sofort: Hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben, vor allem im Sinne von „wir behalten alles, bis es zerfällt“. Die Tapete im Flur hatte bereits eine so ausgeprägte Persönlichkeit entwickelt, dass sie mir beim Vorbeigehen fast die Hand schütteln wollte, während sie sich sanft von der Wand rollte. Die Balkontür ließ sich nur mit einer speziellen Mischung aus Jiu-Jitsu und gutem Zureden schließen, und die Armaturen im Bad spielten bei jedem Händewaschen eine sanfte Melodie aus Quietschen und Pfeifen. Es hat durchaus einen gewissen Abenteuer-Faktor, wenn man nie weiß, ob der Duschkopf heute als Springbrunnen oder als sanfter Nebelsprüher fungiert. Man gönnt dem Gebäude sichtlich keinen Cent zu viel – aber hey, wer braucht schon eine perfekt schließende Schranktür, wenn man stattdessen diesen authentischen „Lost Place“-Vibe inklusive hat? Die Gastronomie: „50 Shades of Beige“ (4 von 5 Sternen) Beim Essen wurde es dann kulinarisch… interessant. Man muss dem Koch lassen: Er hat Talent! Das Fleisch war zart, der Fisch auf den Punkt und das Gemüse knackig. Aber dann kommt der Plot-Twist: Die Buchhaltung scheint hier die Hoheit über das Gewürzregal zu haben. Es wirkt fast so, als gäbe es eine strikte „Ein Salzkorn pro 10 Kilo“-Regel. Ich bin mir sicher, dass der Chefkoch heimlich weint, wenn er sieht, wie er seine eigentlich leckeren Kreationen so „nackt“ rausschicken muss. Die Rezepte folgen offenbar dem Motto: „Warum zwei Zutaten nehmen, wenn es auch eine tut?“. Es schmeckt gut, keine Frage, aber es ist eine kulinarische Fastenzeit für die Geschmacksknospen. Man sitzt vor einem handwerklich perfekten Gericht und fragt sich: „War das jetzt Huhn oder eine sehr motivierte Kartoffel?“. Wer hierher kommt, sollte sicherheitshalber ein Fläschchen Tabasco oder zumindest ein paar Salzstreuer im Koffer schmuggeln. Die Animation: Die Alchemisten um Boss SAM (5 von 5 Sternen) Und dann kommen wir zum absoluten Highlight, dem Grund, warum man trotz klappernder Türen und fader Suppe mit einem Lächeln nach Hause fährt: Die Animation unter der Leitung von Sam. Was dieses Team leistet, grenzt an Magie. Sam und seine Crew sind die modernen Alchemisten des Tourismus – sie schaffen es tatsächlich, aus Scheiße Gold zu machen. Das Budget für Equipment scheint wohl zeitgleich mit der letzten Renovierung des Hotels im Jahr 1994 eingestellt worden zu sein, aber das hält sie nicht auf. Das beste Beispiel ist das Dart-Turnier. Wir spielten auf einer Korkdartscheibe, die schon so viele Schlachten geschlagen hat, dass sie ihre ursprüngliche Form längst aufgegeben hat. Durch die Millionen Treffer hat sich die Fläche derart massiv nach innen gewölbt, dass die Scheibe mittlerweile konkav ist. Man wirft nicht mehr auf eine Scheibe, man wirft in eine Schüssel aus Kork! Wer hier einen 180er wirft, hat nicht nur Glück, sondern beherrscht die Gesetze der Ballistik in einer Krümmungsdimension, die Einstein vor Neid erblassen ließe. Sam moderiert das Ganze jedoch mit einer Energie, als stünden wir im Finale der Weltmeisterschaft im Ally Pally. Die Stimmung ist so grandios, dass man völlig vergisst, dass man gerade auf eine Ruine wirft. Diese Truppe rettet den kompletten Urlaub. Sam könnte wahrscheinlich auch eine unterhaltsame Show aus einem kaputten Toaster und drei alten Socken machen. Fazit: Wer ein Luxusresort sucht, in dem alles glänzt, ist hier falsch. Wer aber Lust auf eine Zeitreise hat, gerne selbst nachsalzt und vor allem die beste Animation erleben will, die aus absolut Nichts ein echtes Feuerwerk zaubert, der sollte Sam und sein Team besuchen. Tipp: Bringt dem Koch einen Pfefferstreuer und Sam eine neue Dartscheibe mit – wobei, die konkave Scheibe hat eigentlich schon Kultstatus!
- ZimmergrößeGut
- SchlafqualitätGut
- SauberkeitGut
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher gut
Ambiente beim Essen
- Lange Hose
Die Gastronomie: „50 Shades of Beige“ (4 von 5 Sternen) Beim Essen wurde es dann kulinarisch… interessant. Man muss dem Koch lassen: Er hat Talent! Das Fleisch war zart, der Fisch auf den Punkt und das Gemüse knackig. Aber dann kommt der Plot-Twist: Die Buchhaltung scheint hier die Hoheit über das Gewürzregal zu haben. Es wirkt fast so, als gäbe es eine strikte „Ein Salzkorn pro 10 Kilo“-Regel. Ich bin mir sicher, dass der Chefkoch heimlich weint, wenn er sieht, wie er seine eigentlich leckeren Kreationen so „nackt“ rausschicken muss. Die Rezepte folgen offenbar dem Motto: „Warum zwei Zutaten nehmen, wenn es auch eine tut?“. Es schmeckt gut, keine Frage, aber es ist eine kulinarische Fastenzeit für die Geschmacksknospen. Man sitzt vor einem handwerklich perfekten Gericht und fragt sich: „War das jetzt Huhn oder eine sehr motivierte Kartoffel?“. Wer hierher kommt, sollte sicherheitshalber ein Fläschchen Tabasco oder zumindest ein paar Salzstreuer im Koffer schmuggeln.
Alter der Kinder
- 6 - 11
- Öko-ErlebnisGut
Beliebte Aktivitäten
- Pool
- Wellness
- Animation
- Verfügbarkeit der LiegenGut
- SauberkeitGut
Aktivitäten am Pool
- Unterhaltung & Animation
Wassertemperatur
- kalt
- Lärmpegel im HotelEher gut
Beliebte Animation
- Abendunterhaltung
- Spiele
Die Animation: Die Alchemisten um Boss SAM (5 von 5 Sternen) Und dann kommen wir zum absoluten Highlight, dem Grund, warum man trotz klappernder Türen und fader Suppe mit einem Lächeln nach Hause fährt: Die Animation unter der Leitung von Sam. Was dieses Team leistet, grenzt an Magie. Sam und seine Crew sind die modernen Alchemisten des Tourismus – sie schaffen es tatsächlich, aus Scheiße Gold zu machen. Das Budget für Equipment scheint wohl zeitgleich mit der letzten Renovierung des Hotels im Jahr 1994 eingestellt worden zu sein, aber das hält sie nicht auf. Das beste Beispiel ist das Dart-Turnier. Wir spielten auf einer Korkdartscheibe, die schon so viele Schlachten geschlagen hat, dass sie ihre ursprüngliche Form längst aufgegeben hat. Durch die Millionen Treffer hat sich die Fläche derart massiv nach innen gewölbt, dass die Scheibe mittlerweile konkav ist. Man wirft nicht mehr auf eine Scheibe, man wirft in eine Schüssel aus Kork! Wer hier einen 180er wirft, hat nicht nur Glück, sondern beherrscht die Gesetze der Ballistik in einer Krümmungsdimension, die Einstein vor Neid erblassen ließe. Sam moderiert das Ganze jedoch mit einer Energie, als stünden wir im Finale der Weltmeisterschaft im Ally Pally. Die Stimmung ist so grandios, dass man völlig vergisst, dass man gerade auf eine Ruine wirft. Diese Truppe rettet den kompletten Urlaub. Sam könnte wahrscheinlich auch eine unterhaltsame Show aus einem kaputten Toaster und drei alten Socken machen.
Unerwartete Kosten
- Nein, keine unerwarteten Kosten.

