- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Hotel mit ca. 20 Zimmern bietet verschiedene Zimmerkatgorien (Standard-, Comfort-, Superior- und Deluxe-Zimmer und einige Suiten). Das Hotel verfügt über eine eigene kleine Brauerei in der ein schmackhaftes natürtrübes Bier gebraut wird. Speisen werden im eleganteren Restaurant "Benedikt´s" und in der rustikal eingerichteten Brauereigaststube "Ammergauer Maxbräu" angeboten. Das Restaurant ist Hotelgästen vorbehalten. Zustand und Sauberkeit des Hauses ist gut. Während unseres 14-tägigen Urlaubs waren überwiegend Kurzzeit-Urlauber Gast in diesem Haus. Neben Annehmlichkeiten, die man bei einem 5-Sterne-Haus erwarten darf, mussten wir aber leider auch Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, die wir bei einem Hotel der 5-Sterne-Kategorie in dieser Form nicht erwartet hätten und in anderen Häusern dieser Kategorie nicht erleben mussten (Details dazu in den Einzelbewertungen). "Á la carte" ist u. E. deutlich sinnvoller als Halbpensions-Pauschalbuchung und preislich nicht unbedingt teuerer! Halbpension beinhaltet ein abendliches 3-Gang-Menü ohne Wahlmöglichkeit. Erst nach massiver Forderung einer Wahlmöglichkeit wurde uns schließlich zugestanden, eine "á-la-Carte"-Auswahl zu treffen und den Preis dafür gegen die Halbpensions-Pauschale (32 € / Person/Tag) zu verrechnen. WIFI steht im Hotelzimmer zur Verfügung, wenn ein Router, der vom Hotel zur Verfügung gestellt wird, im Zimmer angeschlossen wird.
Weil ein Deluxezimmer für unseren Urlaubszeitraum bei Buchung nicht mehr durchgängig zur Verfügung stand, durften wir für einige Tage eine Superior- und danach erst das Deluxe-Zimmer kennenlernen. Unser Superior-Zimmer befand sind auf der 2. Etage, das anschließende Deluxezimmer dann auf der 3. Etage. Die Einrichtung unterschied sich kaum; lediglich die Lage und die Zimmergröße sind unterschiedlich. Die Zimmereinrichtung ist dekorativ. Das Bad verfügt über Dusche, Wanne und 2 Wachbecken. Stylische Cromarmaturen und Wand und Bodenfliesen in Schieferoptik prägen das Erscheinungsbild. Leider ist das WC nicht abgetrennt, sondern im Bad integriert. Ein Panaramafenster zwischen Bad und Zimmer unterstreicht den Eindruck, dass bei der Gestaltung sehr viel Wert auf Optik gelegt wurde. Leider geht dabei manchmal etwas an Zweckmäßigkeit verloren. Als sehr negativ ist besonders die Größe des Kleiderschranks zu erwähnen. 50 cm Hängeschiene reicht u. E. keineswegs, um Kleidung für einen 14-tägigen Winter-Urlaub auf zu hängen. Nach 2-maliger Aufforderung erhielten wir schließlich einen offenen Garderoben-Rollwagen, um unsere Koffer vollständig auspacken zu können.
Die Qualität der Speisen muss u. E. sehr unterschiedlich bewertet werden. So gab es beispielsweise keinerlei Beanstandungen beim reichhaltigen Frühstücksangebot und dem Frühstücksservice. (Das Frühstück wird in der Brauereigaststube serviert) Zum Abendessen wurden Speisen angeboten, die als sehr schmackhaft und von sehr guter Qualität bezeichnet werden müssen aber leider wurden auch immer wieder Speisen serviert, die einer Küche nicht würdig sind, die bestrebt ist, als Gourmetküche bezeichnet zu werden. Unterschiedlichste "Schaumsuppen" waren nicht wirklich schaumig und wir schmeckten deutlich die immer gleiche Ausgangsbasis. Bei den Jakobsmuscheln haben wir uns gefragt, mit welchen chirurgischen Fähigkeiten es möglich ist, aus 1 Jakobsmuschel ca, 5 - 6 Stückchen von ca. 1,5 cm Durchmesser zu schneiden und als Vorspeise zu servieren. Abgesehen von vielleicht jeweils ein oder zwei Gängen durfte man u. E. insbesondere bei dem 5-gängigen Weihnachts- und dem 7-gängigen Sylvester-Gala-Menü (115,-- €/Person)deutlich Besseres erwarten: ° Trüffelremoulade zum Carpaccio bestand aus 5 erbsengroßen Klecksen einer Mayonnaise, die mit einem Hauch Trüffelöl parfümiert war; ° Cappuccino von der Tomate war wirklich kein Genuss. ° Wird eine Scheibe einer Eisrolle, die mit Rumtopf geschmacklich gar nichts gemein hat, dadurch zum Rumtopfparfait, dass eine Schoko-Rumkugel mitserviert wird? Für uns besonders enttäuschend war die Tatsache, dass zum Sylverster-Galadinner unser angestammter Tisch im Restaurant "Benedikt" plötzlich anderweitig vergeben und uns ein Tisch in der Brauereigaststube zugewiesen wurde. Unsere Reklamationen beim Servicepersonal führten lediglich zu Aussagen, dass man für diese Regelung auch keine Erklärung habe. Man erklärte, die Tischordnung sei durch die Hotelmanagerin festgelegt.und man kenne die Kriterien nicht, die bei der Tischvergabe angewandt wurden. Unsere mehrfache Aufforderung, die Unzufriedenheit mit dieser Regelung an die Verantwortlichen heranzutragen, führte leider nicht zu irgendeiner Reaktion der Hotermanagerin oder der Geschäftleitung. Beim Getränkeangebot fällt auf, dass in der Menükarte als Empfehlung häufig französische Weine glasweise angeboten wurden, die u. E. im Hinblick auf Alter, Art und Preis eher der Raritätenkarte zuzuordnen wären und sich eher für die große Weinkarte eignen. Diese Weinkarte ist umfangreich, wird aber nur auf Anfrage gereicht. Wir erlauben uns kein Urteil darüber, ob sie auch hält was sie verspricht; bezeichnend war aber, dass wir an einem Abend erleben mussten, dass gleich 2 aus der Weinkarte ausgesuchte Rotweine, im Weinkeller/-schrank dann doch nicht (mehr) verfügbar waren.
Einige Mitarbeiter waren sehr freundlich, bei anderen empfanden wir die Freundlichkeit als wenig autentisch. Hat ein Oberkellner "Service" richtig verstanden, wenn er beim Sylvestermenü auf die Bitte des Tischnachbarn nach ein wenig Brot zur Vorspeise für die Kinder äußert, dies sei nicht möglich und im Sylverstermenü nicht vorgesehen? Als sehr enttäuschend haben wir aber insbesondere das Verhalten und die fehlende Gäste-/Kundennähe der Geschäftsleitung und der Hotelmanagerin erlebt. (Die Geschäftsleitung haben wir überhaupt nicht kennengelernt, obwohl sie angeblich während unseres Aufenthalts häufig im Hause war.) Wünsche oder Beschwerden, die hoffentlich über das Servicepersonal an die Direktion weitervermittelt wurden, wurden nur widerwillig erfüllt oder völlig ignoriert.
Die Lage des Hotel in Oberammergau kann u. E. durchaus als sehr gut bezeichnet werden. Das Hotel liegt zentrumsnah im insbesondere in der Weihnachtszeit lieblichen Ort mit Lüftl-Malerei an vielen Häusern. Wander- und Wintersportmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Positiv erwähnt werden muss die vom Hotel zur Verfügung gestellte Königscard, mit der viele Angebote (auch Bergbahnen) kostenfrei genutzt werden können.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Obwohl die vorhandere Sauna, das Brechelbad und das Dampfbad qualitativ als gut bezeichnet werden müssen, entspricht das Angebot insgesamt keineswegs dem Standard eines guten Wellnesshotels. Es ist kein Schwimmbad vorhanden. Der Ruheraum verfügt nur über 6 (nicht verstellbare) Liegen und ist schlecht temperiert (so heiß, dass ein etwas längerer Aufenthalt einem weiteren Saunagang gleich kommt). Ein Frischluftbereich steht nicht zur Verfügung. Wellnessanwendungen werden leider von nur einer Masseurin (sie macht ihre Arbeit aber sehr gut)angeboten, was eine Terminfindung schwierig oder gar unmöglich macht.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2013 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Josef |
Alter: | 56-60 |
Bewertungen: | 2 |