- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Anlage sehr weitläufig, Beach wird per Elektrowagen angefahren. Obwohl das Resort noch nicht einmal vollständig eröffnet ist (ca. 50% aller Zimmer befinden sich noch im Innenausbau) sind bereits jetzt diverse Mängelerscheinungen deutlich sichtbar (Risse im Putz, verdreckte Sitzbezüge, Badewanne lief nicht ab, etc.). Bei der Gästestruktur war hinsichtlich Nationalität und Alter so ziemlich alles vertreten. Das Hauptrestaurant mit einem riesigen Glasdome zu verschönern(!) ist eine sehr schlechte Idee gewesen (die Klimanlage kämpft zwar tapfer aber nunmal leider nicht besonders erfolgreich gegen die Hitze an und keiner will dort so recht im Schweisse seines Angesichts sein sprichwörtliches Brot essen). Sanitäre Anlagen Mangelware, ldgl. in der Lobby und am Beach sind öffentl. Toiletten (sauber) vorhanden. Preis-/Leistungsverhältnis bei unter 1.000 € für 14 Tage AI noch okay, haben uns aber in anderen Hotels bei gleichem Preisniveau schon deutlich wohler gefühlt. Dieses Resort hat große strukturelle Probleme (viel zu seichte Pools, keinen direkten Meerzugang etc.), die sich jetzt aber nicht mehr abstellen lassen.
Größe und Ausstattung der Erwartung entsprechend, Heiss-Wasser-Bereiter und Safe kostenfrei vorhanden, dito Klimaanlage, Deckenventilator, großer Flachbildfernseher, Wecker, Bügelbrett und Bügeleisen. Dafür gibt es standardmäßig nirgendwo eine Klobürste und dies in einem Land, wo der Großteile der Gäste mit Magen-/Darmproblemen zu kämpfen hat! Alles sehr sinnvoll durchdacht. Balkon bzw. Terrassen vorhanden, aber in der Hitze mangels Überdachung leider nicht benutzbar. Halt noch alles neu, aber nach 6 Wochen Eröffnung weist bereits vieles schon jetzt Abnutzungserscheinungen auf.
5 Sterne - lachhaft! 2 Sorten Toastbrot, nur während unseres Aufenthaltes leider weit und breit kein Toaster in Sicht (absolut indiskutabel). Dieser kam dann am letzten Urlaustag, von der Größe wohl eher für den Privatgebrauch ausgelegt denn für ein Grosshotel (Bräunungsgrad war nicht einstellbar, nachdem mein Toast drei Mal durchgelaufen war, war er eher immer noch blass). Auswahl und Qualität der Speisen eher unterhalb des ägyptischen AI-Niveaus, und dieses versteht sich im globalen Ranking ohnehin eher im unteren Randbereich. Nach bislang 5 Äqyptenurlauben wissen wir ja, dass man nicht wegen des Essens nach Ägypten fährt, aber die lächerlich geringe Essensauswahl hat uns schon sehr enttäuscht. Dito die Qualität der Speisen, eben typisch ägyptisch ( zähes Fleisch, trockener Fisch, alles ohne ausreichend Gewürze und teilweise von fragwürdiger Konsistenz). Es gab nur eine Sorte Suppe, diese scheinbar pro Liter Suppe dann aber mit 10 Liter Wasser verdünnt. AI-Getränke im Softdrinkbereich voll okay (große Gläser aus Hartkunsttstoff), Alkoholika ungenießbar aber zumindest für teuer Geld aufwertbar. Alle Drinks gab es einmal in der kostenfreien AI-Version (wobei auch diese natürlich nicht wirklich kostenfrei sind, da sie über das Gesamtpaket ja bereits im Vorraus bezahlt wurden) und zum anderen in der zuzahlungspflichtigen Version mit Markenspirituosen. Sitzflächen im Restaurant bereits jetzt fast alle schon verdreckt, am Poolbereich sitzt man dafür dann auf nassen Auflagen. Die Messer sind so scharf, dass man damit noch nicht einmal eine Banane durchschneiden kann, aber die Fruchtauswahl beschränkte sich ohnehin zumeist auf Melone, steinharte Birnen und Weintrauben, fertig aus. Atmosphäre beim Essen würde ich einmal so beschreiben: viele glückliche Gesichter haben wir nicht gesehen. Mittagessen ist auch im Poolrestaurant und am Strand erhältlich (täglich 4 wechselnde Kleinigkeiten), leider immer angereichert mit lauwarmen, matschigen Pommes ("lecker"). Noch nie habe ich in einem Hotel so wenig Auswahl an Speisen und Desserts gesehen!
Zimmerreinigung war freundlich, aber nicht unbedingt sauber (hier wurde nichts feucht gewischt, sondern ldgl. der Dreck weiträumig verteilt. Wir haben noch nie erlebt, dass das Personal zusammen mit den zahlenden Gästen speist, hier war das aber leider Usus. Zu den Hauptspeisezeiten stand das Animationspersonal frech in der Reihe mit den Gästen und hat auch noch die Sitzplätze im Schattenbereich weggenommen (weil merke, unter der Hitze des Glasdomes will ja niemand sitzen). Wir haben uns hierüber mein General Manager beschwert. Trotz anderslautender Zusicherung am nächsten Tag wieder das gleiche Bild. Traurig aber wie so vieles andere hier wohl leider auch nicht anders zu erwarten.
Lage sehr exponiert, keine Einkaufs- oder Unterhaltungsmöglichkeiten in der Nähe. Ausflugsmöglichkeiten nur über Reiseveranstalter buchbar. Bislang drei kleine Nippesläden integriert, Medikamente zur Zeit nur über die Rezeption umständlich und mit Wucheraufschlägen erhältlich. Anreise über Hurghada dauert ewig (pro Strecke ca. 3,5 Std.). Badebucht Abu Dabab ist überlaufen, über den privaten Hotelstrand ist kein direkter Zugang ins Wasser möglich.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Pools sind ein absolutes No-Go. Kein Pool ist tiefer als max. 1,30 Meter. Schwimmen somit unmöglich, da über weite Strecken nur knietief! Was hat man sich denn dabei gedacht, wenn man da überhaupt gedacht hatte. Die Stellfläche für Liegen und Sonnenschirme erschienen uns eher knapp bemessen, bei voller Auslastung wird man hier viel Spass haben. Die Sonnenschirme am Strandbereich sind genauso wie die Überdachung des Poolrestaurants/der Poolbar ein Witz, hier folgt auf einen Streifen Sonnenschutz immer ein Streifen freier Fläche, was im Ergebnis an den durchwegs roten, sonnenverbrannten Körpern der Gäste deutlich sichtbar wurde. Der Strandbereich an sich ist nicht besonders attraktiv, das Wasser direkt über diesen gar nicht erreichbar, da die (toten) Korallenbänke bis ans Ufer reichen. So ist immer erst einmal ein Fussmarsch bis zur Mitte der Abu Dabab-Bucht erforderlich, um überhaupt ins Wasser gelagen zu können. Die ersten paar hundert Meter im Wasser befinden sich ausschließlich tote Korallen, auf Höhe des Resortstrandes wird es dann besser. Verschweigen sollte man aber nicht, dass in diese Bucht jeden Tag riesige Busladungen von Schnorchlern und Tauchern gekarrt werden, so dass unter Wasser regelmäßig das Geschubse und Gedränge am Riffrand losgeht. Zukunft hat das Ganze mit Sicherheit nicht, bereits jetzt ist schon vieles kaputt und verdreckt.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im September 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Horst |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 7 |