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Alexander (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2007 • 1 Woche • Strand
Ferien wie die Sahara, viel Licht, wenig Schatten
4,8 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Sehr gut

Der Name "Caribbean World" ist Programm – und zwar ein reizvolles. Die zwar nicht sehr weitläufige, aber dennoch recht große Anlage ist komplett "karibisch" orientiert: Die Zimmer sind in kreischbunten Farben gestrichen, in der Lobby hängen Bilder von kubanischen Strandszenen, und die kleineren Außengebäude (Restaurant, Snackbar usw.) haben Dächer aus Palmenblättern. Die hübsche Gartenanlage ist von Palmen und bunten Blumen übersäht; am Strand gibt es eine schöne Beach-Bar (aus der leider zu wenig gemacht wird – würde hier statt gepanschtem Saft aus einem Plexiglasbehälter, der von einem an der Wand schnarchenden Beachbar-Boy bedient wird, eine schicke Cocktail-Auswahl angeboten, wäre das Ganze noch einmal so "karibisch"). Das Hotel besteht aus nur einem großen Haus, der aber kein hässlicher Betonklotz ist, sondern ein 2-stöckiger, langgestreckter Gebäudekomplex. Aufgrund des T-förmigen Grundrisses bietet mehr als die Hälfte der Zimmer Meerblick. Lobby und Aufenthaltshallen sind hell, freundlich und interessant möbliert (es gibt hier z. B. etwas seltsam aussehende, aber durchaus bequeme Liege-Diwans); die Sauberkeit ist einwandfrei. Familien werden von der Kinderfreundlichkeit beeindruckt sein – vom Mini-Club über hoteleigene Kinderwagen-Buggys, Treppenauffahrten, Spielplatz und Wasserrutschen bis zur gut gemachten Kinderanimation gibt es alles für die Zwerge, was sich Eltern wünschen können. Insgesamt war es ein schöner, entspannender Badeurlaub. Wie es in der Hauptsaison im Sommer aussieht, darüber können wir nur spekulieren – im Oktober jedenfalls war alles super entspannt: ausreichend freie Liegen am Strand (auch, wenn man erst um halb Zwölf angetapert kam), genügend freie Plätze im Restaurant und kein Mangel an Tellern oder Tassen. Das Hotel war aber auch nur zu einem Drittel belegt. An Ausflügen lohnt sich eine Quad-Tour (Achtung, man schluckt mehr Staub als ein AEG-1000-Beutel Größe 7); die Piratenboot-Ausflüge sind hingegen ein Reinfall.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind, nun ja, übersichtlich, aber durchaus ansprechend eingerichtet und ordentlich sauber. Von den Nachbarn hört man nichts, allerdings hatten wir das zweifelhafte Glück, ein Zimmer im Hauptflügel direkt über dem Innenhof zu bekommen. Der Blick über die Anlage bis zum Meer ist zwar gigantisch, aber ab 21 Uhr plärrt die Show-Animation direkt unter dem Fenster los. In der Hauptsaison spielt sich die Animation allerdings im Amphi-Theater ab. Eine Klimaanlage gehört zwar zur Grundausstattung, aber bis zum Schluss konnten wir nicht mit Bestimmtheit sagen, ob diese nun lief oder nicht (an der Temperatur war's jedenfalls nicht zu merken). Das Badezimmer verfügt über eine vernünftige Wanne mit Dusche (erstaunlich heißes Wasser – Vorsicht) und einen Föhn. Der kleine Fernseher empfängt etliche arabische, ein paar französische und 3 deutsche Programme (ARD, ZDF [verrauscht] und VOX). Für die Fernbedienung muss man wunderlicherweise 20 EUR Pfand beim vermaledeiten Cashier entrichten. Hm. Also, der Fernseher ist nicht gerade einen Tagesausflug vom Bett entfernt – man kann durchaus auch zu Fuß umschalten.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Die Gastronomie ist völlig o. k. Mag die Präsentation der Speisen auch manchmal suboptimal sein (Speisen schon recht früh nicht mehr heiß, Pommes bisweilen pappig), so ist das Essen selbst doch sehr gut. Es gibt stets eine große Auswahl von Salaten und Vorspeisen, immer Fleisch in verschiedener Form und ein hervorragendes Dessertbuffet (Kuchen, Eis, Obst). Allein das sehr leckere Brot ist, wenn es frisch gemacht ist, schon den Gang zum Buffet wert. Das Frühstück glänzt mit französischen Eclairs und Croissants, und sogar der Kaffee schmeckt (keine Selbstverständlichkeit in Tunesien). Nachmittags gibt es Spare Ribs am Pool und später Crepes, und vor dem Abendessen gibt's noch mal Kaffee und Kuchen. Wer hier beim Essen nicht glücklich wird, hat entweder Geschmacksknospenkatarrh oder meckert nur einfach gern. Etwas lau ist allerdings das Getränkeangebot. Zwar gibt es Kaffee, Tee, Wasser und Saft bzw. seltsam schmeckende Cola zu Genüge, aber mit dem Alkohol ist man kniepig – bis auf herben Rotwein, Wermut und tunesischen Muskat-Schnaps war an den Bars nichts zu holen, Cocktails gab's auch auf Anfrage nicht bzw. auch nicht gegen Bezahlung.


    Service
  • Eher gut
  • Der Hotelservice ist wie eine gute Portion italienisches Eis: gemischt. Das Personal an der Rezeption ist auf Zack, spricht leidlich gut deutsch bzw. gut englisch und macht in jeder Hinsicht einen guten Job. Umzugswünschen wird, soweit möglich, problemlos entsprochen. Die Reinigungskräfte mühen sich nach Erhalt von 2-3 Dinar Trinkgeld redlich, vergessen vor lauter Blüten-ins-Bett-Legen aber leider manchmal die Bade- bzw. Handtücher (na ja, man kann sich auch mit einem Strandlaken abtrocknen – wenn nicht der gesamte hammametische Strand drin hängt). Die Emsigkeit der Kellnerschaft läst allerdings zu wünschen übrig. Okay, es war Ramadan ... aber dass abgegessene Tische stundenlang nicht abgeräumt werden bzw. neues Besteck, Servietten usw. für neue Gäste z. T. sehr lange auf sich warten lassen, muss nicht sein. Auch erkaltete Speisen und lauwarmer Kaffee (bedingt dadurch, dass der Wärmebehälter aus unerfindlichen Gründen nach der Hälfte der Essenszeit ausgeschaltet wird) sind vermeidbare Ärgernisse. Tipp: Wer bei einem Kellner seiner Wahl 2 Dinar Trinkgeld springen lässt, sichert sich damit zumindest immer einen flink eingedeckten Tisch in Buffetnähe. Ein Kapitel für sich ist der Cashier, der für Schließfächer und Geldwechseln zuständig ist: Nicht nur, dass der glatzköpfige Unsympath beim Geldwechseln glatt wegschnarchen würde, wenn die Scheine nicht so laut rascheln würden – er bescheißt auch mit achtunggebietender Dreistigkeit. Obwohl der Wechselkurs (der im Hotel nicht wesentlich schlechter ist als anderswo) auf einer Leuchttafel angezeigt wird, muss man ihn an das Kleingeld stets höflich "erinnern" (dies bitte unbedingt auch tun!). Quittungen gibt es nur auf ausdrückliches Verlangen. Wer beim Beschissenwerden mit Vorsatz leicht aus der Haut fährt (so wie ich) oder seine Vormittage lieber in der Sonne als in der Hotelwechselstube verbringt, sollte sein Geld schon bei der Ankunft am Flughafen tauschen oder beim nächsten Ausflug in den Ort.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt zwischen Hammamet und Yasmine. Links und rechts vom Hotel gibt es – außer weiteren Hotelanlagen – erst einmal nicht viel zu sehen. Wer in die nächste Ortschaft (Hammamet, 6 km) will, muss ein Taxi nehmen, das mit 4 Dinar aber nicht arg teuer ist. Ansonsten beschränken sich die Einkaufsmöglichkeiten auf den Hotel-Shop und damit auf Zigaretten, Strandtücher und mit gepresster Krümelkacke gefülte Stoffkamele. Die Transferzeit vom bzw. zum Flughafen Monastir liegt normalerweise, d. h. bei Transfer per Reisebus, bei ermüdenden 2 Stunden. Wir hatten allerdings einen privaten Transfer-Service (medhotels. com) und sind in einem japanischen Kleinbus mit 120 Sachen über die Küstenstraßen gekachelt worden, ohne nervige Zwischenstopps an den Hotels von Hinz und Kunz – das verkürzte die Transferzeit auf erträgliche 70 min.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Der Strand ist so, wie man ihn in Tunesien in einem guten Hotel erwartet – endlos lang, sanft abfallend und puderzuckerweiß. Nach heftigen Wellen wird manchmal pfundweise Tang ans Ufer gespült, wo er dann bis zu den nächsten Wellentagen liegen bleibt, aber dafür kann das Hotel nichts. Das Wasser ist sauber und superklar. Die auflagenlosen weißen Plastikliegen sind bequemer als sie aussehen, und die Schirme spenden ausreichend Schatten. Die Belästigung am Strand durch fliegende Händler ist zu vernachlässigen (allerdings waren wir auch in der Nachsaison da bzw. während des Ramadan). Die Poollandschaft ist sehr groß und macht einen guten Eindruck; wir verbringen unsere Tage aber nicht am Pool, wenn das Meer vor der Tür liegt. Immerhin sind die Liegen hier nicht aus Plastik. Sehr groß – mit angeschlossenem Hallenbad und Fitness-Center – ist auch der SPA-Bereich im Hotel. Das Fitness-Center ist für tunesische Verhältnisse recht annehmbar ausgestattet und verdient durchaus die Bezeichnung. Da, wie schon gesagt, Nachsaison war, wurde das Sport- & Animationsprogramm nur mit halber Kraft angeboten bzw. durchgearbeitet – häufig fanden sich für die Beachvolleyball-, Fußball-, Boccia- und Aerobic-Aktivitäten auch einfach nicht genügend interessierte Gäste. Das Sport- und Spieleprogramm kann sich ansonsten aber sehen lassen: Es gibt einen Minigolf-Platz, Kajak-Boote, Volleyball- und Badminton-Netze und in der Empfangshalle Tischtennisplatten und etliche Spieleautomaten. Das Animationsteam selbst machte halt seinen Job – nicht mehr und nicht weniger (bis auf die Kinderanimateure, die wirklich mit offensichtlicher Begeisterung bei der Sache waren). Abends gab es halt die üblichen neckischen Bühnenspielchen, bei der sich geneigte Gäste mit beneidenswerter Unbekümmertheit zum Obst machen. Um 23 Uhr war gewöhnlich Schluss. In der Hoteldisco, in der es dann angeblich noch gar lustig weiter gegangen sein soll, sind wir nie gewesen.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gutHotel entspricht der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Oktober 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Alexander
    Alter:36-40
    Bewertungen:13