Wenn man etwas Schlechtes sucht, dann findet man es auch. Im Birdland braucht man aber nicht lange zu suchen, hier drängen sich einem die negativen Eindrückeförmlich auf. Nach dem sich Radisson von der Hotelverwaltung zurück gezogen hat scheint das neue Konzept der billig Urlaub zu sein. Ob das auf die Dauer gut geht steht in den Sternen. Zum Detail. Großes Spa Hotel mit Parkplätzen - die aber 4 Euro pro Tag kosten - und eigenem Golfplatz. Die meisten Gäste entstammen dem Segment der Billigurlauber und sind Großteils im Pensionistenalter. Sie kommen aus vorwiegend aus Österreich sowie Tschechinen und Deutschland. Der erste oberflächliche Eindruck des Hotels ist gut. Nach und nach fallen einem aber die beschädigten Tapeten, Verschmutzungen am Poolrand, schmutzige Ecken im Zimmer und Bad, abgefallene Fliesen, Verschmutzungen im Lift usw. auf. Das Hotel ist einfach in die Jahre gekommen und eigentlich wäre eine Renovierung notwendig. Gleich bei der Begüßung an der Rezeption muß man unterschreiben, daß man keine Getränke oder Speisen in das Hotel (Zimmer und Spa Bereich) mitnehmen darf. Es muß ausschließlich alles im Hotel gekauft werden, egal ob es das Gewünschte gibt oder nicht. Besonders ärgerlich ist das natürlich mit Kindern, die ab und zu gerne naschen oder spezielle Getränke trinken. Aber auch sonst hat man im Urlaub ab und zu Lust auf das eine oder andere. Kekse, Chips, Schnitten, Schokolade, Mineralwasser .......mitnehmen verboten ist hier die Devise. Das sorgte bei einigen Gästen für Unmut, zumal wir hören, daß wenn etwas im Zimmer gefunden wird, dies entsorgt wird. Auch die 4 Euro Parkplatzgebühr wurden uns erst bei der Abreise gesagt und verrechnet. Keine Info bei der Ankunft oder bei der Buchung sowie der Gästekarte bzw. bei der Einfahrt beim Security. Keine Info auch am Gästeblatt oder dem Voucher. Ich empfand es als Falle als hinterlistiges Abkassieren. Bei 20 bis 25 Euro pro Nacht durchaus buchbar und gutes Preis/Leistungsverhältnis. Man darf sich aber keinesfalls ein 5 Sterne Hotel und mit ebensolcher Bedienung oder Verpflegung erwarten. Diese sind meiner Empfindung auf einem 3 Sterne Nivau. Gutes und sehr günstiges Essen gibt es beim Busbahnhof. Besonders ärgerlich die 10 % Servicecharge, scheinbar auch für das Personal, da Anreize für ein Trinkgeld fehlen. Persönlich habe ich das Gefühl es muß auf Grund der Preise um die die Nächtigung verkauft wird an allen Ecken und Enden gespart werden. Wenn man 7 Nächte HP bereits beim Merkur um 135 Euro bekommt, dann ist klar, daß hier das Ende absehbar ist. Das kann sich betriebswirtschaftlich auch beim ungarischen Preisgefüge nicht ausgehen. Die Frage ist, wie die persönliche Erwarungshaltung ist und was man für Ansprüche an seinen Aufenthalt stellt. 20 und 25 Euro ist das Hotel immer Wert. Mit einigen Evaluierungen auch mehr, aber dazu scheint man nicht bereit zu sein. Nicht vergessen sollte man auch die hohen Nebenkosten. Wellnessbehandlung, Getränke, Servicecharge, Parkplatz sind auf österreichischen, wenn auch nicht 5 Sterne Niveau, aber dies wird ja auch nicht geboten, und so kann der geplante Biligurlaub schnell zur Überraschung werden. Zeitweise hatte ich auch den Eindruck, daß man selbst nicht weiß wie es mit dem Birdland weiter geht. So gibt es keine Preisliste 2011, sondern nur eine aus 2010! Radisson hat sich schon zurück gezogen, nun soll das Hotel lt. einigen Gästen eine Bank führen, scheinbar der Investor. Wie lange noch?
Standard Zimmer mit normaler Ausstattung, wie Sat TV, Minibar und Tresor. Reinigung nicht immer auf Niveau, vor allem die Betten wurden sehr lieblos gemcht. Badezimmer schön, modern aber auch hier ist die Reinigung der Kritikpunkt, wie Haare in der Dusche und Waschbecken, Schmutzränder in den Ecken usw.
2 Restaurants, Bar im Spabereich, Abendbar usw. Alles machte nicht den Eindruck eines 5 Sterne Hauses. Die Speisen war für mich ein kulinarischer Analphabetismus. Ein stilles Mineralwasser hat mehr Geschmack als die Rindsuppe. Die Nudeln Carbonara schmeckten wie Pampe mit Schlagobers. Die Semmelknödel mehr Brei als Knödel und die Soucen zum Fleisch und Fisch waren täglich vom gleichen Geschmack. Viele Speisen waren außerdem kalt. Das Frühstücksbuffet ist als normal zu bezeichnen. Bei 5 Sternen kann man sich viel mehr erwarten, wie frisch zubereitete Omletts, Obst usw. Dennoch war das Frühstücksbuffet noch das Highlight. Aber unter den Blinden ist ja auch der Einäugige König. Das größte Problem scheint aber die Service Charge zu sein. Zum Preis der Getränke und Speisen, deren Preisniveau auf österr. Niveau liegen, kommt eine Gebühr von 10 % hinzu. Diese Gebühr ist als obligatorisches Trinkgeld zu verstehen und wird in den Bars und im Restaurant immer mitverrrechnet. Anreize für das Personal fehlen daher, weil der Gast ja sowieso gezwungen ist 10 % Trinkgeld zu geben. Dieser fehlende Anreiz bei Freundlichkeit und Service ist überall allgegenwärtig und offensichtlich. Mangels Sättigung im Hotel sind wir nun raubtiergleich in das nahe Bad Bük gezogen und haben dort die Gegend nach etwas Essbarem durchstreift. Wir haben diese in einem Restaurant mit angeschlossener Konditorei neben dem Busbahnhof gefunden. Übergroße Portionen, eine große Auswahl geschmacklich einwandfrei, bei einer freundlichen Bedienung und sehr guten Preisen. Im Vergleich zum 5 Sterne Hotel Restaurant ist dieses Landgasthaus ein Gourmettempel mit 4 Hauben. Meine persönliche Empfehlung, aber aufpassen, nichts in das Hotel mitnehmen, Der Genuß einer Schaumrolle oder eines Punschkrapferls endet vor dem Hoteleingang.
Das Personal war nicht gerade unfreundlich, aber sehr unwilig. Im Restaurant dauerte es ewig, bis man seine Getränke bekam. Der Großteil des Personals scheint ungelernt zu sein, so fiel einer Kellnerin im Laufe einer Stunde sicher 30 mal lautstark ein Teil des Bestecks hinunter. Das Abräumen der Tische dauert unendlich lange, Bestellungen an der Bar dauern oder werden vergessen. Leere Gläser an der Bar und den Tischen werden nicht abgeräumt und nehmen den Platz. Die Brösel vom Frühstückstisch werden einfach am Boden gewischt usw. usw. Im Restaurant kann es mitunter sehr lange dauern, bis jemand kommt und die Bestellung aufnimmt. Beschwerden werden offensichtlich überhört Ein wirkliches Wohlfühlgefühl kam nicht auf.
Das Birdland liegt quasi im Niemandsland. Die Umgebung besteht aus Äckern, Felder und einem Golfplatz. In einer Entfernung von 15 Min. ist dann das Dorf Bük Bad. Es besteht aus einem Restaurant mit Konditorei - woauf ich noch zurück kommen werde - einem Optiker, einem Zahnarzt, Friseur und Campingplatz und div. Hotels und Privatpensionen. Ferner gibt es eine kleine Geschäftszeile, wo man sich in die 70 er Jahre zurückversetzt kommt. In Bük gibt es ein kleines Einkaufszentrum. Man glaubt nicht, daß man sich hier in einem EU Land befindet. Man kann also sagen, die Umgebung ist keinen Besuch Wert.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Ein Spa Bereich mit Potential, das leider nicht genützt wird. Es gibt zu wenige Liegen und eine Erholung und Entspannung ist nicht möglich. Die Lautstärke ist der in einem öffentlichen Hallenbad gleich zu setzen. Rückzugsmöglichkeiten fand ich keine. Von einem Wellnessaufenthalt erwarte ich mir etwas anderes. Ruhe und Erholung sind in diese Spa nicht möglich. Es gibt mehrere Pools die alle zwischen 28 bis 37 ° haben sollten. Ich habe nicht nachgemessen, aber das Außenpool und das Sportbecken hatten angegebene Temperatur mit Sicherheit nicht. Es waren gefühlte 25bis 26 im Außenbereich vielleicht sogar weniger, vielleicht war das auch der Grund, weshalb sich dort kaum jemand hinein wagte. Dabei wäre das Außenbecken schön groß. Die beiden Thermalbecken hatten die 37 °. Bezüglich der Sauberkeit konnten großteils Schutzränder vorgefunden werden und die nassen Bodenfliesen wurden während meiner Zeit im Spa nie zusammengewischt - Rutschgefahr. Der Saunabereich besteht aus 7 Saunen, von der normalen finnischen Sauna bist zur Dampfkammer, dem Frigitarium (3 Grad zum Abkühlen), Salzgrotte, Kräutersauna, sehr kleiner Infrarotkabine für 1 Person usw. Hier kann man sich wirklich wohlfühlen. Die Massage- und Kosmetikbehandlungen sind sehr vielfälltig. Es werden div. Massagen von der klassischen Massage, über die Wellnessmassage bis zur Thai und Ayuvedamassage angeboten. Auch die Kosmetikabteilung läßt fast keine Wünsche offen. Jedoch liegt das Preisniveau im höheren österreichischen Bereich. Beispiel: Maniküre ca 26 Euro, Pediküre ca 26 Euro, Thai Massage mit Öl ca 50 Euro, Gesichtsbehandlung ca. 80 Euro, Gelnägel 50 Euro usw. Freundlichkeit und Qualität entsprechen österreichischem Niveau. Im 15 Min. entfernten Bük Bad konnten wir anhand einer Preisliste sehen, daß dort die Massage bereits um 8 bzw. 16 Euro und die Maniküre um 4 bzw. die Pediküre um 6 Euro sowie Gelnägel um 20 Euro angeboten wurde. Ob es qualitätiv vergleichbar ist kann ich jedoch nicht sagen. Jedenfalls habe ich die 4. Sonne ausschließlich wg. der Wellnessbehandlungen vergeben.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Februar 2011 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kurt |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


