Nachdem nun ein paar Wochen ins Land gingen und meine Bewertung eher frei von Emotionen und mehr beinhaltet von Sachlichkeit sein wird, möchte ich heute für unser Ferienhotel Elea-Beach auf Korfu eine Beurteilung abgeben. Ich möchte vorausschicken, dass wir, meine Frau und ich, nun schon seit mehreren Jahren Gäste dieses Hauses sind und ich für mich es mein „verlängertes Wohnzimmer“ nenne, sollte aber in keiner weise der Eindruck erscheinen, es würde jetzt nur in den hellsten Farben und unendlich positiv dargestellt. Eine sehr angenehme Eigenheit ist es, dass das Personal schon seit wir dort einkehren fast unverändert vorhanden ist und bei jeder Gelegenheit auf die typische griechische Freundlichkeit dem Gast gegenüber auftritt. Man fühlt sich vom ersten Moment wie in einer Familie aufgenommen und das Bedauern am Abreisetag sind nicht nur leere Floskeln sondern legen den Wunsch nahe, im nächsten Jahr wieder zusammen sein zu können. Dieser Ton im Umgang geht weit über eine geschäftliche Freundlichkeit hinaus wie ich sie zum Beispiel in Spanien erleben durfte, und ist für uns „Industrie-Europäer“ einfach nur herzerwärmend (und das trotz aller Probleme im eigenen Land !) Als wir bei unserem ersten Besuch im Elea-Beach aus dem Bus ausstiegen und die Frontseite erblickten, dachten wir noch, was ist denn das für eine Hütte, wo sind wir denn da hingeraten. Nachdem wir aber den Eingang zur Lobby überschritten hatten, waren innerhalb eines Atemzuges alle Bedenken weggewischt. Seit diesem Tag ist erstens Korfu und zweitens das Elea-Beach meine zweite Heimat geworden. Wie jedes Jahr ist auch in 2016 wieder eine Erneuerung oder ein Umbau zu erkennen. Nachdem in 2015 unter vielen anderen Änderungen eine Fitness-Ecke mit neuen Geräten eingerichtet wurde (sehr zur Freude meiner Frau ), haben dieses Jahr eine beachtliche Menge der Zimmer eine Komplett-Renovierung erfahren. Die Bemerkung in einigen Bewertungen, dass das Hotel in die Jahre gekommen sei mag schon richtig sein. Aber ich erlebe jedes Jahr Neuerungen und Verbesserungen, die erstens im Zeitfenster zwischen Ende Oktober und Ostern und dann zweitens aber auch noch mit den entsprechenden finanziellen Möglichkeiten machbar sind. Bei all den Schwierigkeiten in Griechenland finde ich es eine großartige Leistung. Wir kamen in den Genuss eines renovierten Zimmers und ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt. Es liegt sich wunderbar im neuen Bett und die barrierefreie Dusche ist super. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch dem Personal, das täglich die Zimmer säubert, eine ausgeprägte Gründlichkeit bescheinigen (neben der ohnehin vorhandenen Freundlichkeit dem Gast gegenüber). Der nächste, oft bemängelte Punkt ist die Verpflegung. Ich muss vorausschicken, dass wir beide für unser Gewicht etwas zu klein geraten sind und nutzen, obwohl AI gebucht, nur Frühstück und Abendessen. Meine Erfahrung beinhaltet also nur diese Essenszeiten. Das Frühstück setzt sich aus fast immer den gleichen Elementen zusammen mit nur geringfügigen Änderungen. Aber gerade die gleichen Elemente sind ich einer Vielfalt vorhanden, die es einem ermöglicht, jeden Tag neue Kombinationen zu probieren. Was dem einen als „immer gleich“ vorkommt, ist für den anderen eine umfangreiche Auswahl. Es ist wie fast immer nur eine Sache des Blickwinkels. Beim Abendessen verhält es sich ähnlich. Nur werden hier in unregelmäßigen Abständen „Themenabende“ angeboten, die dann mit entsprechenden Gerichten getoppt werden. Wer an den einige Meter langen Büfetts nichts rechtes zu futtern findet, hat entweder keinen Hunger, keine Fantasie oder vielleicht das falsche Hotel ausgesucht (nächstes mal bitte im Walldorf-Astoria buchen !). Da das Zeitfenster zum Abendessen von 18:30 bis 21:30 Uhr reicht, habe ich beobachtet, dass wirklich bis ca. 15 Minuten vor Saalschließung noch ausreichend in den Büfetts aufgefüllt wurde. Späte Gäste stehen also nicht vor leeren Warmhalteplatten oder Salatschüsseln und müssen sich mit notdürftig warmgehaltenen Speiseresten abfinden. Während des ganzen Sommers bis weit in den Oktober hinein findet das Unterhaltungsprogramm des Hotels an und um die Poolbar statt. In der Regel steht tagsüber ein Animationsprogramm nach relativem Termin im Angebot, das von Aquagymnastik im Meer über Boule, Minigolf, Bodengymnastik bis Dart reicht, das dann in ein vom Hotel organisiertes Abendprogramm übergeht. Dieses Programm wechselt täglich und wird in der Regel von den Gästen gerne abgenommen. Wie die ganzen Jahre zuvor wurde in 2015 diese Animationen noch von einem Tunesier (Name: Momo) betreut. Dieses Jahr wurde ein holländischer oder belgischer Animateur mit dieser Aufgabe beauftragt. Diese Animation stellt das einzige Manko in meiner Bewertung dar: Diese Person war eine Schlaftablette. Anstatt sich um Unterhaltung für die Gäste zu sorgen, sorgte er sich gerne und ausgiebig mit den weiblichen Gästen, vornehmlich aus dem französischen Sprachraum. Und so verwundert es vielleicht nicht, dass die Musikalische Berieselung an einem Sonntagvormittag im Abspielen eines Ave Maria !!! äußerte. Dass Griechenland unter gewissen Umständen vielleicht auch in der Lage sein könnte etwas musikalisches zu produzieren, ging ihm völlig ab. Reklamieren konnte man schlecht, denn er war stundenlang verschwunden. Für mich gibt es nur eines noch dazu zu sagen: ICH WILL MOMO WIEDERHABEN ! Mal sehen was sich für 2017 wieder ändert. Da mir eine Hotel ohne großen Rummel oder einer lautstarken Animation sehr gelegen kommt und wir unsere Termine im Mai und/oder im Oktober wahrnehmen, ist das Elea genau das Richtige für meinen gestressten Hirnkasten. Für andere Gäste mag es vielleicht zu ruhig sein, aber denen steht es ja auch frei eine Clubanlage zu buchen, in der 20 Stunden Halligalli stattfindet. Ich hoffe, dass ich den richtigen Ton gefunden, und meine Eindrücke so realistisch wie möglich geschildert habe.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Manfred |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 8 |


