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Klaus-Peter (61-65)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • April 2009 • 1 Woche • Wandern und Wellness
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Eine bereits veröffentlichte Bewertung wurde auf Wunsch des Users offline genommen, nachdem er durch den Hotelier dazu angehalten wurde. (Quelle: HolidayCheck AG, 05.04.2011)
Gästeverwahrung in einer Hotelpyramide
3,5 / 6

Allgemein

Außer der Eingangshalle, in der sich die Rezeption und einige Sitzecken befinden, haben wir im Hotel keine gemütlichen Aufenthaltsräume gesehen. Alles ist offensichtlich aus Kostengründen ausgegliedert in eine im Gesamtkomplex befindliche Pizzeria, einen Pub und einen Wintergarten. Der Wellnessbereich und das Internetzimmer befinden sich so versteckt neben dem Treppenhaus, dass wir beides erst bei unserer Abreise gefunden haben. Von anderen Gästen haben wir einen "Geheimtipp" erhalten, der für uns zu spät kam: " In diesem Hotel bucht man keine Halbpension, weil sich das Essen abends ewig wiederholt, wenig einfallsreich ist, man sich zeitlich wegen der fehlenden Buffetform unter Druck gesetzt fühlt und für ein paar Salatblätter noch zusätzlich 3,50 Euro bezahlen soll (vgl. auch Gastronomie). Mit dem Handy konnten wir auch aus dem Hotelzimmer sehr gut Kontakte nach draußen knüpfen. Das allgemeine Preis-/Leistungsverhältnis im Hotel können wir nicht als positiv bezeichnen. Wir haben zwar während der Woche in diesem Haus keinen Reinfall erlebt, aber aufgrund zahlreicher vorhergehender Besuche und Wohlfühlwochen in anderen Vier- und Fünfsternehotels schmerzlich den geringsten Anschein von Hotelkultur und angenehmem Ambiente vermisst. Letztes Beispiel: Wer nachmittags gemütlich Kaffee und Kuchen im Hotel essen möchte, darf sich in der Eingangshalle gegen Bezahlung einen Kaffee im Automaten selbst herstellen; der Kuchen steht auf einem Teller auf dem Tresen der Rezeption und kann dort käuflich erworben werden.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Größe und Ausstattung der Zimmer mit dem Badezimmer können wir nicht beanstanden. Der Ausblick auf die Ostsee ist sehr beeindruckend, kann aber insgesamt den Eindruck nicht verwischen, dass wir uns in der Woche in diesem Hotel nur gut verwahrt gefühlt haben. Die Minibar wird nur auf Wunsch und Bestellung gefüllt; hinter das Geheimnis dieses Vorgehens sind wir nicht gekommen (wahrscheinlich auch hier Kostenersparnis). TV, Balkon, Safe und Telefon standen uns zur Verfügung. Wir waren damit zufrieden, in welchem Zustand wir das Zimmer vorgefunden haben und wie es gepflegt wurde. Bei der auf dem Zimmer vorhandenen INFO-Mappe handelt es sich lediglich um einen Telefonüberblick und Öffnungszeiten, sonst aber nur um Preislisten und Jahresprogramme mit entsprechenden Preisen des Hotels. Wer also Dies und Das nachblättern möchte, kommt hier nicht zum Ziel. Wie bedient man z. B. die TV-Fernbedienung?


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Es gibt ein Restaurant im ersten Stockwerk, das zum Hotelbereich gehört. Hier kann man erforderlichenfalls in drei Räumen sitzen, wenn der Andrang groß ist. Das Frühstücksbuffet ist vielfältig und ausreichend. Ein Gläschen Sekt zum Frühstück stellte sich als Prosecco dar, der nicht moussierte. Auch der Wechsel zu einer anderen Flasche ergab kein anderes Ergebnis, so dass wir eine Servicekraft hilfesuchend um Unterstützung gebeten haben. Sie holte eine neue Flasche, öffnete sie und schenkt ein. Auch hier versiegte das Perlen nach wenigen Augenblicken, so dass wir es resignierend aufgegeben haben, morgens ein Glas "Sekt" zu trinken. In einem dem eigentlichen Restaurant angeschlossenen Raum sind unter der Zimmerdecke wahllos Leuchtkörper der verschiedensten Art installiert, was einen wenig überzeugenden Eindruck macht. Hinter den Gardinenschals sind noch die Anzeichnungen und groben Verputzarbeiten der Handwerker zu sehen, die dort Leitungen installiert haben. Verbindungskabel zu den Lautsprechern hängen lose an der Wand. Beim Abendessen gibt es keine Buffetform, sondern nur 5 unterschiedliche Dreigang-Angebote (z. B. täglich ein vegetarisches Angebot, Fisch oder Fleisch, dazu jeweils Suppe und Dessert ohne Alternative). Einen kleinen Salatteller hätte man sich täglich für 3,50 Euro zukaufen müssen; ein Armutszeugnis für ein Viersternehaus. Die Getränkepreise kamen uns teilweise sehr hoch vor. So kostete eine Flasche Mineralwasser mit 0,7 l Inhalt 6,60 Euro, ein Bier mit 0,3 l Inhalt 2,70 Euro. Annehmbar dagegen der Preis für einen Cappuccino/Espresso mit 1,50 Euro. Tischreservierungen werden nicht angenommen, Buffetform soll nach Angaben der Servicekräfte ganzjährig ausgeschlossen sein, damit das Hotel möglichst viel Gäste möglichst schnell durchschleusen kann. Das mag der Platzmangel so fordern, ist aber keine einladende Form des Hotelaufenthaltes.


    Service
  • Eher gut
  • Wir haben freundliches Personal angetroffen, das sich engagiert hat. Die Zimmerreinigung war in Ordnung; eine unsere wenigen Beschwerden im Gastronomiebereich wurde nicht zufriedenstellend aufgenommen. Beim Frühstück herrschte am Tisch so starker Windzug durch die Klimaanlage, dass das Salz bzw. der Pfeffer aus der Streudose in ihrer Streurichtung abgeleitet wurden. Die Bitte an eine Servicekraft, darauf einzuwirken, nahm diese zunächst bereitwillig auf und versprach, ihren Ressortleiter anzusprechen. Nach kurzer Zeit kam sie zurück und gab weiter, dass der Vorgesetzte zur Zeit keine Abhilfe schaffen könne. Wir mussten uns zwangsläufig umsetzen.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt angeblich direkt am Strand. Wenn man es durch den hinteren Eingang verlässt, sind es aber immer noch etwa 150 Meter, ehe man den Promenaden- und Strandbereich erreicht. Das CARAT liegt inmitten von zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und in der Nähe der Bushaltestelle.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Wellness
    • Sport

    Das Hotel "Carat" nennt sich auch Sporthotel. Wovon diese Bezeichnung abgeleitet wird, ist uns unerklärlich. Von einem aktiven Sportangebot haben wir in diesem Haus nichts gesehen oder mitbekommen. Dafür kassiert das Haus für einen "gemieteten" Bademantel 5 Euro, für die Benutzung des Whirlpools 2 Euro. Die Dampfsauna besteht aus 2 Kabinen, in denen sich 1 Person (wenn es es sich sehr sympathische Leute sind, die eng zusammen rücken wollen, auch 2) aufhalten kann. Dampf- und Trockensauna müssen jeweils vor der Benutzung eingeschaltet werden, d. h., es besteht u. U. eine Vorlaufzeit von ca 20 Minuten. Der Innenpool war insgesamt sauber, aber es roch schon ein wenig muffig. Uns schien es so, als wenn Sauna- und Badegäste sich im selben Bereich umziehen mussten, was einige Kinder mit staunenden Augen verfolgten. Einen Außenpool haben wir nicht entdeckt. Die Strandpromenade von Grömitz ist bekannt einladend gestaltet, aber in etlichen Bereichen doch schon sehr renovierungsbedürftig. Wir fühlten uns an manchen Stellen zurückversetzt in die Bäder der ehemaligen DDR und ihren etwas morbiden Charme kurz nach der Wende. Das "Haus des Gastes" direkt an der Strandpromenade scheint durch einen neuen Bereich innerhalb des Wellenbades abgelöst worden zu sein. Dennoch steht das alte Haus in einem bemitleidenswerten Zustand innen und außen direkt an der Strandpromenade und verschreckt die Gäste. Wir haben auch z. B. zum 1. Mai keine besondere musikalische Aktion der Stadt Grömitz oder Kurverwaltung am Strand erlebt, obwohl sehr viele Gäste vor Ort waren. Der Strand-/Meeressaum ist uns unangenehm aufgefallen. Fast auf der ganzen Länge alles mit Schlick und Seegras bedeckt; wir fragen uns, welche Kinder und Badegäste diesen Gürtel mit Vergnügen durchwaten sollen. Wir haben an den Restaurantaushängen in Grömitz vergeblich nach einer Fischsuppe gesucht - und sind schließlich in Kellenhusen fündig geworden.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im April 2009
    Reisegrund:Wandern und Wellness
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Klaus-Peter
    Alter:61-65
    Bewertungen:16