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Oliver (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • September 2011 • 1-3 Tage • Sonstige
Hotel Blue Lagoon Resort
3,0 / 6

Allgemein

Eine Überbuchung meines eigentlichen Hotels bescherte mir zwei Übernachtungen im Blue Lagoon Resort. Ich bin zugegeben allgemein kein All-Inclusive-Resort-Fan (ich hasse insbesondere diese "Säuglings-Armbänder"), bemühe mich hier aber um eine streng sachliche Bewertung. Das Hotel ist von geradezu monströser Größe und verteilt seine Zimmer auf ca. zehn Gebäude, die sich teilweise sehr weit entfernt von der Rezeption/Hauptpool befinden. Die Anlage wird sogar noch durch einheimische Wohnbebauung unterbrochen. Die Außenanlage hinterlässt einen guten, gepflegten Eindruck, zum Zimmer äußere ich mich später noch - übrigens weit weniger positiv. Man trifft auf recht viele junge Gäste, ansonsten auf auffallend viele "Berufs-Jugendliche". Als Gesamtfazit rate ich von dieser Anlage ab. Es scheint mir bezeichnend, dass mir auch kein Formular zur Kundenzufriedenheit vorgelegt wurde.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Mein Zimmer war den fünf Sternen im Hotel-Logo in keinster Weise angemessen. Die Vordertür ging zu einer lauten Straße hinaus und es gab auch keine Zwischentür zum Schlafbereich. Dies wäre auch nicht möglich gewesen, denn das Zimmer war so klein, dass es mit einem 1,40m-Bett sowie einem Stuhl, Kofferständer und Schreibtisch schon überfüllt wirkte. Der Balkon/Terrasse zeigte auf die Kinder-Poolbar. Da der Türöffner defekt war, begriff ich die nachgerüstete Verriegelung nur mit Hilfe des Technikers. Auf den drei verfügbaren Kopfkissen fand ich keine einzige Kissenseite, die fleckenfrei gewesen wäre. Die Laken sahen auch nicht besser aus, Tagesdecke und Stuhl waren in einem schmutzig-grünen Ton gehalten und zeigten ebenfalls Flecken. Das Bad war ebenso winzig wie das Zimmer. In der Badewanne können allenfalls Menschen mit 1,50m Körpergröße liegen, rund um den Einzelwaschtisch war kein Platz für Ablagen für einen Toilettenbeutel. Sitzt jemand auf der Toilette, muss die Tür geschlossen bleiben, sonst gibt es blaue Flecken. Immerhin war das Badezimmer recht sauber, auch die Handtücher gingen in Ordnung. Die Minibar arbeitet nach dem Kompressorprinzip und damit leider nicht geräuschlos. Außerdem krabbelte am zweiten Abend hinter ihr ein etwa 4-5 cm großes Insekt hervor, mit dessen genauer Artenbestimmung ich mich vor seinem schnellen Tod nicht aufhalten wollte ;-) Das Zimmer bot ansonsten eine etwas seltsame Auswahl von "Kleinigkeiten". Es gab z.B. eine Obstschale, aber kein Besteck dazu, Bademäntel, aber keinen Zettelblock oder Stift, dafür aber einen Wasserkocher und Tee.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Es gibt verschiedene Bars und Restaurants, wobei teilweise Aufpreise fällig werden und insbesondere für die Spezial-Restaurants schon Stunden vor Erscheinen reserviert werden muss. Dies hatte ich übersehen und kam somit abends nur im Hauptrestaurant unter. Dieses ist ein Saal von der Größe einer Bahnhofshalle mit entsprechendem Flair sowie Lärmpegel. Die Empfangschefin hat offenbar keinen Überblick über freie Tische am anderen Ende des Saals und vergab daher bevorzugt die zugigen Tische beim Eingang. Außerdem bildete sich am Eingang eine lange Warteschlange, da das Restaurant für die Anlage offenbar immer noch zu klein ist. Das international gehaltene Essen war aus meiner Sicht gut, die Getränke leider kaum genießbar: Automatensaft mit erheblichem Zuckeranteil, Wein aus der Zapfanlage. Vielleicht hätte man sich etwas Vernünftiges gegen Aufpreis bestellen können (wozu bucht man noch gleich AI...?), es waren aber auch nur wenige Kellner zu sehen. Das Geschirr wurde tropfnass bereitgestellt und zeigt daher Wasserflecken ohne Ende, evtl. waren darunter auch Speisereste, schwer zu bewerten.


    Service
  • Eher gut
  • An der Rezeption trifft man auf freundliche Mitarbeiter. Ich versuche es meist erst gar nicht erst mit Deutsch und kann von daher nichts dazu sagen, ob außer Englisch weitere Sprachen beherrscht werden. Ansonsten ist überwiegend Self-Service angesagt, da Essen wie Getränke (je nach Bar) als Buffet angeboten werden.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Anlage liegt nicht unbedingt zentral; "Lambi" bezeichnet aber eben auch nur die verstreuten Ausläufer der Stadt Kos im Norden der Stadt. Ein Minimarkt ist im Hotel integriert. Der Strand liegt hinter der viel befahrenen Küstenstraße. Sehr viele Zimmer (auch meines) zeigen zu einer weiteren Straße, auf der die ganze Nacht hindurch lautstarker Mofa-Verkehr herrscht. Wie in solchen Anlagen üblich, steht ein breites Sportangebot zur Verfügung, sonntags (mein Aufenthaltstag) ist aber Ruhetag. Abends werden in der Anlage Unterhaltungsshows angeboten, wobei ich nur einen "griechischen Abend" zu sehen bekam. Dabei hatte ich etwas den Eindruck, dass mangelnde musikalische Qualität durch Lautstärke kompensiert werden sollte. Die Stimmung war aber durchaus gut.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Der Pool ist riesig und hübsch angelegt, aber eher zum Planschen als zum Schwimmen vorgesehen (liegt ja allgemein im Trend!). Flair kommt aber kaum auf, weil hinter dem Pool die Liegen in elf Reihen stehen und dazwischen auch keine Wege vorgesehen sind. Angenehmer ist der kleine "Adults-Only"-Pool abseits vom Haupt-Pool. Hier stehen maximal zwei Reihen Liegen, und es herrscht entspannte Ruhe. Animation fand keine statt, sonntags ist Ruhetag.


    Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im September 2011
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Oliver
    Alter:26-30
    Bewertungen:11