Das Blue Lagoon Resort ist ein freundlich gestaltetes Familienhotel mit kleinen Abzügen. Wir hatten einen schönen entspannten Urlaub, allerdings fehlte uns der gewisse Standard eines 5***** Hotels. Das Hotel liegt in der Nähe von Kos, mit dem Bus oder Taxi ist es also nicht weit. Der Strand war paradiesisch, wir verstehen die schlechten Bewertungen nicht. Die Zimmer sind ausreichen groß, allerdings mangelt es etwas an Sauberkeit. Das Personal war stets freundlich und hilfsbereit, man sah nie ein unfreundliches Gesicht. Das Essen war Standard, es würde besser gehen.
Unser Zimmer hatte die Nummer 4225. Im Reisebüro gaben wir den Wunsch an, dass das Zimmer nicht allzu weit vom Strand entfernt und im 2. Stock liegen soll, was problemlos erfüllt wurde. Es lag relativ im Zentrum der Anlage, weshalb wir alle Einrichtungen des Hotels bequem erreichen konnten. Das Zimmer war ausreichend groß und bestand aus zwei Schlafzimmern und einem Badezimmer sowie einem Balkon mit Blick auf das Spa. Zu der Ausstattung des Zimmers gehören zwei Fernseher, die jedes erdenkliche deutsche Programm empfangen. Der Kleiderschrank war zwar begehbar, allerdings relativ klein, und was fehlt sind definitiv Ablagen für die Koffer. Etwas enttäuschend fanden wir die Minibar, in der sich am Anfang zwei Wasserflaschen befanden. Das war‘s aber auch, keine Softdrinks etc., und aufgefüllt wurde auch nicht wieder. Für ein Fünf-Sterne-All-Inklusive-Hotel ist das definitiv zu wenig, da erwartet man mehr. Über die Sauberkeit der Zimmer kann man sich streiten. Sie waren zwar nicht direkt dreckig, aber als wir ankamen, fanden wir diverse Haare und Wollmäuse auf dem Boden, die wahrscheinlich noch vom Vorgänger stammten, was wirklich nicht sein muss. So, wie wir das beobachtet haben, wird in den Zimmern einfach ein halber Eimer Wasser ausgeleert und dann mit einem Wischmopp verteilt, während auf dem Balkon einfach alles in die Ecken gekehrt wird. Eine interessante Auffassung von Sauberkeit. Am vorletzten Tag wurde unser Zimmer gar nicht mehr gereinigt, die Handtücher mussten wir uns selbst holen. Die Begründung dafür war, dass dies unser vorletzter Tag sei und die Zimmer da nicht mehr gereinigt werden. Für uns absolut unverständlich.
Das Hotel verfügt über 5 Restaurants: das Hauptrestaurant „Nisos“, das griechische „Mythos Restaurant“, das chinesische „Golden Sun Restaurant“, das italienische à la Carte Restaurant (welches allerdings nur für Erwachsene geöffnet hat), und ein Poolrestaurant. Abgesehen von dem Poolrestaurant muss man für alle Restaurants reservieren. Für das Hauptrestaurant und das griechische Restaurant kann man dies morgens beim Frühstück erledigen, für das italienische und das chinesische muss man für eine Reservierung einen kurzen Abstecher in die Lobby tätigen. Frühstück: Das Frühstück bietet eine relativ gute Auswahl an, jedoch fehlen Kleinigkeiten wie z.B. Schälchen für Marmelade und Honig oder kleine Löffel für den Joghurt (es gestaltet sich als schwierig, den Joghurt mit der Gabel zu essen). Ansonsten ist es ein Standard-Frühstück wie in jedem Hotel: Spiegeleier, Speck, Bohnen, Pfannkuchen, Croissants, und und und………. Mittagessen: Zu Mittag kann man im Poolrestaurant essen. Dies gestaltet sich als eine interessante Erfahrung. Interessant, weil man zwischen den gefühlt 1000 Gästen, die allesamt noch triefend und barfuß aus dem Pool kommen, essen darf. Daran kann man allerdings nicht dem Hotel die Schuld geben. Die Schuld liegt allein bei den Gästen, die aus (uns unverständlichen Gründen) denken, es ist in Ordnung, mit Essen um sich zu werfen und die armen Keller zur Verzweiflung zu treiben. Abendessen: Wir haben während unserem gesamten Aufenthalt in dem griechischen Restaurant gegessen. Dieses ist vom Ambiente und vom Essen her weitgehend grieschisch gestaltet. Das Essen ist dort sehr lecker und wir können dieses Restaurant nur weiterempfehlen. Fazit: Man verhungert während seines Aufenthalts zwar nicht, aber die Auswahl lässt zu wünschen übrig. Für ein 5***** Hotel erwartet man da etwas mehr.
Das Personal war rund um die Uhr absolut hilfsbereit, freundlich und hatte stets ein Lächeln im Gesicht. Besonderen Dank richten wir hier an unsere Kellner vom Frühstück, Joey und Chris, die ihren Job wirklich absolut vorbildlich erledigen. Ein leergetrunkenes Glas oder ein leergegessener Teller stand nicht länger als 10 Sekunden da, und schon wurde er abgeräumt. Auch der Kellner im griechischen Restaurant, Constantinos, der uns jeden Tag bediente, machte seinen Job perfekt. Nach zwei Tagen wusste er bereits, was wir am liebsten trinken, und servierte die Getränke selbstständig. Unsere Gläser waren also zehn Tage lang nie leer, ohne dass wir irgendetwas sagen mussten. Ein großes Dankeschön dafür. Ebenfalls sehr freundlich war der Supervisor, Costas, der stets unsere Wünsche bezüglich unseres Sitzplatzes berücksichtigte. So hatten wir 10 Tage lang einen wunderschönen Blick auf den Sonnenuntergang beim Essen. Das einzige Manko, welches wir am Service haben, ist das Personal an der Rezeption. Da wir erst um 16:00 Uhr abreisten, benötigten wir ein Ersatzzimmer, welches wir bis zu diesem Zeitpunkt benutzen konnten. Als wir an der Rezeption danach fragten, wollte man uns dieses zunächst nicht geben, und wir standen eine geschlagene Stunde dort, bis wir bekamen, was wir wollten. Währenddessen wurde das Personal zunehmends unfreundlicher, und wir wollen wirklich nicht wissen, was sie zwischendurch auf griechisch gesagt haben.
Das Hotel liegt nicht weit von Kos Stadt entfernt, mit dem Taxi erreicht man die Stadt für 8 € in ca. 5 min. Unser Transfer vom Flughafen dauerte ungefähr eine 3/4 Stunde, was völlig in Ordnung war. Direkt vor dem Hotel liegt der Strand, man muss nur über die Straße und - schwups - ist man da. Die Straße ist normal befahren, allerdings nimmt man es in Griechenland nicht soooo genau mit der Geschwindigkeitsbegrenzung, weshalb man auf seine Kinder immer ein Auge haben sollte, wenn man sich der Straße nähert. Der Strand ist wirklich schön, er ist nicht zu überfüllt wie in manch anderen Hotels. Ein Grund dafür ist wahrscheinlich, dass man pro Liege 2,50 € bezahlen muss, allerdings ist der Nebeneffekt großartig. Wie schon geschrieben ist der Strand nicht überfüllt, und man muss nicht morgens um 5:00 Uhr aufstehen, um noch einen Platz zu bekommen, sondern kann getrost noch um 10:00 Uhr erscheinen und bekommt noch locker einen Platz. Das Meer an sich ist traumhaft. Die "messerscharfen und tödlichen Steine", die in vielen Bewertungen erwähnt wurden, erwiesen sich als große Felsplatte, auf der man gut laufen kann, die höchstens 4 Meter ins Meer hineinführt und dann in feinsten weißen Sand übergeht. Wenn man vorsichtig ist und nicht blind ins Wasser rennt braucht man keine Badeschuhe. Sie sollten sich also nicht von den anderen Bewertungen abschrecken lassen. Am Strand befindet sich auch noch eine Bar und Duschen. An der Bar bekommt man eine gute Auswahl an Softdrinks. Diese werden von dem Mann eingeschenkt, der gleichzeitig die Kaution für die Liegen kassierte. Dieser war sehr nett und stets hilfsbereit. Der Lifeguard war wirklich nett und sehr aufmerksam, unter seinem Auge ertrinkt niemand so schnell.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2017 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alex |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |


