Das Hotel besteht aus mehreren Häusern, welche durch eine Straße voneinander getrennt liegen. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und lädt nicht zum Entspannen ein. Dreckig, laut, abgewohnt trifft es am Besten.
Zimmer 5202 (Familienzimmer) war alt, abgewohnt und lieblos eingerichtet. Die Schranktüren blieben nicht geschlossen sondern gingen immer wieder von alleine auf. Der Schrank verfügte über nur einen Einlegeboden über der Kleiderstange, sodass man gar nicht alle Sachen hinein bekam. Die Kinder konnten sich ohne Hilfe gar nicht anziehen da sie an ihre Sachen allein nicht heran kamen. Außerdem stand im Kleiderschrank ein alter ausrangierter Nachtschrank als Schubladenkommode, welche gar nicht zur sonstigen Einrichtung passte. Die Wände hatten Risse. Das Badezimmer hatte den Charme der 60er Jahre mit alten braune Fließen, schmutzigen Fugen, welche nicht einmal bei größter Anstrengung hygienisch sauber gehalten werden konnten. Stockflecken (laienhaft überstrichen) an Decke und Wänden rundete das Bild des Bades genauso ab, wie der an den Rändern blinde Spiegel. Tierische Besucher in Form von Kakerlaken gehörten im Badezimmer selbstverständlich dann auch noch dazu. Bei jedem Duschen gab es durch den im Boden eingelassenen Gully eine Überschwemmung im Badezimmer, die man dann auch wieder mit der Badematte aufwischen musste. Wer im Badezimmer eine Steckdose suchte, wurde leider auch nicht fündig. Frauen brauchen ja keinen Fön und Männer keinen Rasierer. Nachts musste man den Zulauf zum Spülkasten zudrehen, da die Toilettenspülung dauerhaft lief. Der Haustechniker versuchte das zu beheben, danach spülte die Toilettenspülung im Intervall selbstständig. Das Bett hatte verbogene Standfüße, sodass man Angst haben musste in der Nacht zusammenzubrechen. Durch die Matratze hat man die Federn gemerkt und sie war so durchgelegen, dass man in der Früh mit schmerzendem Rücken aufgewacht ist. Die Klimaanlage war defekt, das Steuerteil fiel auseinander, sodass Kinder an die blanken Kontakte gelangen konnten. Außer Stufe 3 (sehr laut und mit Vibrationen verbunden) funktionierte die Klimaanlage nicht. Stellte man den Regler auf Stufe 1 oder 2 ging die Klimaanlage einfach aus. An Schlaf mit eingeschalteter Klimaanlage war somit nicht zu denken. Die Klimaanlage musste Nachts deshalb ausgeschaltet werden, was es sehr warm werden ließ. Beim Einschalten in der Früh sorgte das Klimagerät für eine Überschwemmung auf dem darunter befindlichen Tisch. Scheinbar war der Kondenswasserablauf verstopft, was der Haustechniker trotz mehrmaliger Versuche nicht beheben konnte. Bei diesen Reparaturversuchen war mir dann ein Blick ins Innere der Klimaanlage vergönnt, spontan wusste ich warum diese einen so merkwürdigen Geruch verbreitete. Im Inneren stand der schwarze Schimmel an den Wänden und die beiden Filtermatten wurden schätzungsweise seit Existenz der Klimaanlage auch noch nicht gereinigt. Diese waren so zugesetzt mit Dreck und Staub, dass es ein Wunder war, dass diese Klimaanlage überhaupt noch arbeitete. Das Kinderzimmer bestand aus einem beige gefliesten Fußboden, weißen Wänden, eine Wandlampe und zwei getrennten Betten mit Metallgestell in grünem Armeelook. Alles in Allem lädt dieses Interieur Kinder nicht zum verweilen ein. Dieses Zimmer hatte den Charme eines Feldlazaretts. Mein 7-jähriger Sohn weigerte sich jeden Abend in dieses „beschissene Zimmer“ (so seine Worte) zum Schlafen zu gehen. Beworben wurde oben genanntes Familienzimmer übrigens mit dem Wort „geschmackvoll“ ???? Den in der Beschreibung versprochenen Föhn suchte man auch vergebens. Zimmer 6016 (ebenfalls Familienzimmer) war zwar renoviert worden, stand aber dem Zimmer 5202 in Sachen Lieblosigkeit und Geschmacklosigkeit in nichts nach. In diesem Zimmer gab es noch nicht einmal eine Sitzmöglichkeit. Es befindet sich im Keller des Nebengebäudes, direkt neben dem Weg. Wenn man sich im Zimmer aufgehalten hat, musste man die Vorhänge zuziehen, da man sich sonst wie ein Tier im Zoo vorkam. Jeder vorbeilaufende musste erst einmal hineinschauen ob es nicht irgendetwas Interessantes zu sehen gibt. Das Badezimmer mit seinen knappen 1,5 x 2 Metern läuft auch eher unter der Kategorie „schlechter Scherz“. Beim Besuch der Toilette kann man sich gleichzeitig in der Dusche die Füße waschen und nach dem Duschen war eine Komplettreinigung des Badezimmers samt Toilette notwendig. Die Glasduschwand trennte das Badezimmer nur in Richtung Waschbecken ab, in Richtung Toilette spritzte das Wasser nur so raus. Die Duschwand sollte wahrscheinlich die unterhalb des Föns, frei zugänglichen, mit Isolierband umwickelten Stromkabel des dortigen Föns schützen. Solch eine Elektroinstallation ist an sich schon kriminell aber in einem Familienzimmer mit Kindern einfach nur verantwortungslos. Das Kinderzimmer war identisch lieblos eingerichtet wie bei Zimmer 5202 und das obwohl dort Renoviert wurde.
Beim Essen sind wir geteilter Meinung. Einerseits ist das Sallatbuffet wirklich sehr gut und vielfältig, andererseits wird an den falschen Stellen gespart. Der Feta am Buffet ist meiner Meinung nach das Billigste was es gibt und eben aus diesem Grund relativ geschmacksneutral. Für Griechenland eine Blamage. Die Köche leisten einerseits hervorragende Arbeit und bereiten z.B. einen richtig zarten Gulasch zu, anderseits braten sie Steaks und Fisch solange, dass es sich im Mund wie eine Stiefelsohle anfühlt und staubtrocken ist. Das Schweinekarret war jeden Abend ungenießbar trocken, trotz dass man es dem dortigen Koch sagt ist es am nächsten Tag wieder komplett ungenießbar. Traurig finde ich außerdem das ein Hotel in einem Land, welches über eine äußerst vielfältige und hervorragende Küche verfügt, jeden Abend die gleichen Speisen anbietet und auf griechische Gerichte nahezu ganz verzichtet. Das ist Hochverrat an der griechischen Küche. Die Wartezeiten am Buffet von bis zu 20 Minuten, man stelle sich das mit 2 Kindern vor, sind ein Skandal. Nach mehreren Beschwerden und Änderungsvorschlag wurde es dann am letzten Abend 07.08.2017 geändert und aus dem langen Buffet ein Inselbuffet gemacht. Nun konnte man sich in kürzester Zeit etwas zum Essen holen und das ganz ohne nörgelnde Kinder. Da haben sich die Beschwerden wohl langsam gehäuft. Alles in Allem gibt es in jedem Restaurant, jeden Tag die gleichen Gerichte, Abwechslung Fehlanzeige.
Die Beschreibung langer Sand-Kies-Strand ist etwas übertrieben. Der dunkle Sand ist über und über mit Zigarettenkippen und anderem Unrat durchsetzt und ist damit an sich schon eklig genug aber mit kleinen Kindern (2 Jahre), welche im Sand buddeln wollen ist dieser Zustand untragbar. Des Weiteren handelt es sich nicht wirklich um Kies sondern um handtellergroße Steine welche den Zugang zum Wasser und vor Allem das Verlassen des Meeres zu einer echten Odyssee werden lassen. Selbst mit Badeschuhen findet man auf diesen Brocken kaum Halt, meine Frau stürzte mit unserem Kleinkind beim Verlassen des Meeres und wir mussten ihr und unserem 2-Jährigen zu Hilfe kommen. Das Problem mit den bereits früh morgens besetzten Liegen war hier das Gleiche. Dieser Strand lädt in keinster Weise zum verweilen ein.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Alle 5 Pools waren verdreckt und hatten Fremdkörper in Form von Folie, Pappbechern und sonstigen Schwebeteilchen im Wasser. Der Hauptpool am Hauptgebäude war am Boden versandet. Wenn dies über den Tag passiert ist das schon unangenehm aber wenn früh morgens, vor dem Badebetrieb der Dreck noch an den gleichen Stellen liegt wie am Vorabend, und dass den kompletten Aufenthalt über, dann ist das echt eklig. Nach mehrfachen Beschwerden, auch von anderen Urlaubern wurde am letzten Abend (07.08.2017) dann endlich im Hauptpool ein Saugroboter gesichtet. Ansonsten lief ab und zu mal ein Hotelangestellter mit einem Kescher herum um zumindest die groben Fremdkörper herauszufischen. Das Wasser der Pools war trüb, sodass man die Fugen der Fliesen am Grund nicht sehen konnte. Gleich am ersten Abend hatten beide Kinder Durchfall und Erbrechen, was sich zum Glück am nächsten Morgen aber wieder gegeben hatte. Der mit Poolfarbe gestrichene Boden des Nebengebäudes färbt ab, die Füße waren regelmäßig blau eingefärbt, was auch mit Wasser und Seife nicht mehr abging. Die Farbe bröckelt im Pool und die Pools haben ringsherum einen bräunlichen Dreckrand. Jeden Abend kam ein Hotelangestellter der eine weiße salzartige Substanz ins Wasser geworfen hat und anschließend an der Pumpenanlage eine andere Substanz zugefügt hat. Reinigung der Pools –Fehlanzeige. Egal in welchem Hotel wir bisher waren, überall wurde abends oder früh morgens entweder mittels Saugroboter oder von Hand der Boden der Pools gesäubert – nicht so in diesem Hotel. An der Rezeption und an den Pools hängen zwar Schilder, dass das Reservieren von Liegen vor 9 Uhr verboten ist und die Handtücher restriktiv eingesammelt werden, durchführen tut das allerding niemand. Bereit 06:30 Uhr sind die ersten Liegen mit Handtüchern belegt und um 08:30 Uhr vollends ausgebucht. Nach mehreren Beschwerden wurde das mit Schildern angedrohte Einsammeln der Handtücher am Abreisetag begonnen. Nützte uns nun leider auch nichts mehr. Des Weiteren sind für die vielen Hotelgäste eindeutig viel zu wenig Liegen vorhanden und davon ein Teil dann auch noch defekt. Der Wasserpark ist stark in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Das Piratenschiff bricht so langsam auseinander, der Belag an Deck des Spielschiffs löst sich von den Brettern ab und ist eine echte Unfallquelle. Das Wasser im Rutschenpool ist total trübe, dort sieht man nicht einmal mehr den Grund. Die Rutschen sind dringend sanierungsbedürftig, da die Stöße der einzelnen Segmente nicht mehr zueinander passen und es beim Rutschen richtig weh tut über diese Stöße zu gleiten. Auf dem Rücken liegend ist es äußerst unangenehm. Einige Kinder hatten aufgerissene Rücken und Ihnen wurde als Wiedergutmachung durch den Hotelmanager ein Einkauf für 100 Euro in Rhodos angeboten. Wenn man jetzt glaubt, der Manager hätte aus diesen Vorfällen etwas gelernt, der hat weit gefehlt. Der Aquapark blieb ohne irgendwelche Veränderungen weiterhin geöffnet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2017 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 2 |
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