- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Die Base ist eine Unterkunft neuen Stils im Montafon. Schon äußerlich unterscheidet sich das moderne Gebäude von den traditionellen Häusern der Gegend. Dennoch ist der Mix aus Moderne und Tradition - für meinen Geschmack - gelungen. Viel Holz und große Fenster sorgen für Atmosphäre in und an dem Haus, das auch seine Grundsubstanz Beton nicht verheimlicht. Das Gebäude besteht aus drei Etagen und hat rund 40 Zimmer, die wahlweise als Zwei- bis Vierbettzimmer vermietet werden - jeweils mit eigenem kleinem Bad incl. Dusche. Bei vier Bewohnern geht es darin doch recht eng zu. Im Zimmer dominieren kräftige Farben - bei uns war es ein knalliges Rot. Die Betten sind bequem - alles ist noch neuwertig in dem erst wenige Jahre alten Haus. Insgesamt gibt sie die Base eher als bessere Jugendherberge denn als Komforthotel. Der Umgangston ist locker bis jugendlich - man duzt sich weitgehend. Beim Frühstück deckt der Gast seien Tisch selbst und räumt auch wieder ab. Die Betten werden etwa jeden zweiten Tag vom Personal gemacht - sonst ist Selfservice angesagt. Wer perfekten Hotelservice sucht, ist hier falsch. Die Base vermietet nur mit Halbpension und überwiegend wochenweise. Falls Zimmer frei sind, aber auch kürzer. Die Gäste-Struktur wird offenbar von Busreise-Veranstaltern bestimmt, die mit ihren Gruppen dort absteigen. Individual-Reisende gehen da etwas unter - etwa wenn die abendliche Ansprache das Gruppen-Programm für den kommenden Tag verkündet.
Wie bereits oben gesagt, ist alles noch fast neu, TV im Zimmer nur gegen Aufpreis, das Haus ist normal hellhörig. Nochmal: wer ein Komfort-Hotel sucht ist hier falsch. Wer es locker und lecker (Essen) mag, ist richtig. Und schließlich stimmt dann auch der Preis.
Wie gesagt, es gibt die Base nur mit Halbpension - und die lohnt sich. Morgens Frühstücksbuffet mit guter - wenn auch nicht luxeriöser - Auswahl. Müsli, Wurst, Käse, Eier, Obst, Vollkornbrot: alles da. Für ein Brot zum Mitnehmen auf die Piste liegen sogar Tüten bereit. Noch besser ist das Abendessen: Vier Gänge (Suppe, Salatbuffet, Wahl zwischen zwei Hauptgängen - davon eins vegetarisch - und Dessert). Was die Köche da bieten ist echt prima. Abwechslungsreich und gut gewürzt. Für ganz Hungrige gibt es beim Hauptgang auch einen Nachschlag. Die Getränkepreise sind ortsüblich: nicht billig aber ok. Leider gab es nur Becks-Bier. Wer Bio-Brot serviert, sollte eigentlich auch ein Bier aus der Region bieten und nicht das Becks durch ganz Deutschland bis nach Österreich bringen lassen.
Das überwiegend junge Team der Base ist sehr hilfsbereit und nett - auch wenn durch offenbar häufig wechselndes Personal nicht immer alles perfekt läuft. Wer freundlich ist, bekommt immer eine freundliche Anwort. Im Winter lockt nach der Piste die geräumige Sauna. Leider ist der Ruheraum mit den Liegen etwas zu klein geraten, da sich nach dem Skitag zwischen 16 und 18 Uhr natürlich viele Gäste dort entspannen wollen.
Für Wintersportler ist die Lage ideal. Direkt aus dem Skikeller geht es auf Ski ca. 150 Meter abwärts zum Lift, der einen in das Skigebiet Silvretta Nova bringt. Da dies ein Nebeneinstieg ist, sind die Wartezeiten meist kurz. Abends gibt es - bei genügend Schnee - eine Talabfahrt und nach den erwähnten 150 Meter bergauf ist man wieder am Hotel - prima. Im Sommer bieten sich Mountainbike-Strecken und Wanderwege an, die ebenfalls dicht am Hotel beginnen. Der Blick aus dem Frühstücksraum auf die Berge macht schon Lust auf Aktivität.
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Abends gibt es meist ein kleines Unterhaltungsprogramm mit Disco, Kicker-Turnier, Nacht-Rodeln....
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Freunde |
Dauer: | 3-5 Tage im Februar 2009 |
Reisegrund: | Winter |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Axel |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 15 |