Das Arabia Beach ist eine größere All-Inclusive-Anlage mit ca. 600 Zimmern, die in 2 Gebäuden auf je 3 Stockwerke verteilt sind. Die Gebäude sind U-förmig um jeweils eine Lagune angelegt. Zwischen den Gebäuden liegen das Hauptgebäude, der Salzwasser-Pool und die Poolbar sowie die künstlich angelegte Halbinsel, an deren Ende sich die Marina-Bar und das Hausriff befinden. Auch wenn das Hotel schon älter ist, ist dennoch alles sehr sauber und ansprechend. Unser Eindruck war, dass die Gästestruktur zum großen Teil aus Deutschen bestand, aber auch andere Nationalitäten waren bunt gemischt vertreten. Ebenso gemischt war das Alter der Urlauber, wobei Rentner eher weniger vertreten waren. Da an den meisten Treppen und Stufen Rampen für Rollstuhlfahrer vorhanden sind und zu unserer Zeit auch Rollstuhlfahrer dort Urlaub machten, gehen wir davon aus, dass das Hotel im Ganzen behindertengerecht ist. Zu unserer Reisezeit (Mitte März): Die Sonne war schon sehr schön warm, so dass man sich gut sonnen konnte. Es ging aber sehr häufig kühler Wind, da war es uns dann im Schatten ohne T-Shirt schon etwas kühl. Für die Abende empfiehlt es sich auf jeden Fall, Pullover mitzunehmen. Das Wasser in der Lagune war durchaus zum Baden schon geeignet, weiter vorne am Riff fanden wir es noch etwas kühl (aber vielleicht sind wir auch besondere Frostbeulen). Der Vorteil der Reisezeit war, dass es in unserer ersten Woche im Hotel noch sehr leer war (in der zweiten Woche änderte sich das dann langsam). Auch unser Ausflug nach Kairo war bei diesen Temperaturen sehr angenehm, dazu kam, dass es bei den Pyramiden auch nicht zu voll war. Das Einkaufen und Bummeln ist aufgrund der sehr aufdringlichen Verkäufer nicht jedermanns Sache. Ein Geschäft im Ali Baba Bazar ist uns jedoch sehr positiv aufgefallen, da man dort wirklich ganz in Ruhe schauen konnte, ohne genervt zu werden. Steht man vor dem Ali Baba Bazar, ist es der letzte Laden auf der linken Seite, am Fenster steht irgendwas mit „Regalo“. Auch die Preise schienen nicht so sehr überzogen, wie es dort bei anderen Geschäften oft der Fall ist. Will man mit dem Sammeltaxi (Minibus) irgendwo hin fahren, sollte man vorher genau wissen, was die Strecke kostet (die Angestellten an der Rezeption waren bei uns sehr hilfsbereit). Einige Preise haben wir schon im Abschnitt „Lage“ genannt. Nachdem wir die Preise nach Sekalla und Downtown kannten, haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, ohne Preisverhandlungen einzusteigen und dem Fahrer beim aussteigen das abgezählte Geld in die Hand zu drücken. Verhandelt man den Preis vorher, kann es sein, dass der Fahrer mehr verlangt, als üblich ist. Zu beachten ist noch, dass man in einen Minibus nur dann einsteigen sollte, wenn schon Leute drin sitzen, ansonsten gilt es als Privattaxi und man bezahlt den regulären Taxipreis. Viele Sammeltaxis drängen sich nicht so den Touristen auf wie normale Taxis, so dass man auch schon mal winken muss oder noch besser: Man heftet sich an einen Einheimischen, der ebenfalls auf einen Minibus wartet. Unseren 2-Tages-Ausflug nach Kairo hatten wir bei simsim gebucht. Das war günstiger als bei unserem Reiseveranstalter und dazu noch individuell. Außerdem können wir eine Quadtour in die Wüste empfehlen (mit Beduinendorf und Sonnenuntergang). Wir hatten diese bei dem Veranstalter, der in der Hotellobby zu finden ist, gebucht und waren mit der Tour, dem Guide und dem ganzen Ablauf super zufrieden.
Alle Zimmer haben entweder Terrasse oder Balkon. Unser Zimmer war im Erdgeschoss von Gebäude B an der Lagune, so dass es von der Terrasse zum Wasser nur wenige Schritte waren. Die Zimmer sind groß, sauber und freundlich eingerichtet. Neben zwei großen Betten gab es eine Kommode mit sehr viel Stauraum, einen Tisch mit zwei Stühlen, einen großen Spiegel und einen riesigen Kleiderschrank. Außerdem verfügte das Zimmer über Fernseher (mit vielen deutschen Programmen), Kühlschrank (hinter der Tür versteckt, täglich wurde Wasser aufgefüllt) und Klimaanlage (haben wir zu unserer Zeit nicht gebraucht). Einen Safe gibt es nur in den Zimmern von Block A, alle anderen können jedoch kostenfrei einen Safe hinter der Rezeption nutzen. Ein Telefon war natürlich auch vorhanden, haben wir aber nur zwei mal zum wecken lassen genutzt, deshalb können wir über Kosten nichts sagen. Das Bad war ebenfalls ziemlich groß und mit einer kleinen Badewanne/Dusche bestückt. Es war hell und freundlich, hatte einen großen Spiegel und genügend Abstellfläche. Ein Fön war auch vorhanden. An den Fugen machte sich das Alter des Hotels teilweise schon bemerkbar, aber trotzdem war alles sehr sauber, wir haben uns wohl gefühlt. Elektrische Geräte aus Deutschland konnten ohne Adapter benutzt werden.
Insgesamt verfügt das Hotel über acht Bars: die beiden Lagunenbars, die Marinabar auf der Halbinsel, die Poolbar, die Pianobar, die Billardbar, die Tangobar/Disco und die Lobbybar. In der Zeit von morgens 9: 00 Uhr bis nachts um 2: 00 Uhr waren immer mehrere Bars gleichzeitig geöffnet. In den meisten Bars wird man auch am Tisch bedient. Positiv überrascht waren wir auch von der Tatsache, dass in allen Bars die Getränke in Gläsern serviert wurden, lediglich am Strand wurden verständlicherweise Plastikbecher verwendet. Mineralwasser ohne Kohlensäure gab es stets in 0, 5-Liter-Flaschen (auch zum Mitnehmen). Das Bier und den einheimischen Wein kann man sehr gut trinken. Neben den üblichen Getränken wurden an den Bars auch Cocktails gemixt. Das all-inclusive Angebot ging entgegen der Infos auf der Homepage des Hotels nicht nur bis 24: 00 Uhr, sondern sogar bis 2: 00 Uhr. Besonders gemütlich fanden wir am Abend die Pianobar. Dort ging es fast schon familiär zu. Viele Leute spielten Karten, Fadi, der nette Barmann, kannte einen nach zwei Abenden und wusste, was man trinken möchte und die Musik war auch immer die gleiche Einziger Nachteil: Die Bar ist relativ klein und auch bei geöffneter Tür immer etwas verräuchert. Nun zu den Restaurants: Es gab vier Hauptrestaurants und eine „Aktionstheke“. Schon von 5: 00 bis 7: 00 Uhr morgens gab es im ersten Restaurant ein Frühaufsteher-Frühstück. Das reguläre Frühstück gab es von 7: 00 bis 11: 00 Uhr (fanden wir sehr schön, da wir im Urlaub gerne etwas länger schlafen) in allen vier Restaurants – an der Aktionstheke wurden Omeletts, Spiegeleier und Pfannkuchen frisch zubereitet. In diesen Restaurants gab es von 18: 30 bis 22: 00 Uhr auch das Abendessen, an der Aktionstheke konnte man täglich wechselnd verschiedene Pasta oder auch schon mal Gyros bekommen. Das erste Restaurant hatte orientalische Küche, die übrigen drei hatten internationale Küche (in allen drei Restaurants das gleiche Angebot). Von 22: 00 bis 24: 00 Uhr hatte das erste Restaurant auch noch für ein spätes Abendessen geöffnet. Einmal in der Woche war ägyptischer Abend im Saal im Hauptgebäude mit großem Themenbuffet und Show. Mittagessen gab es sowohl an der Marinabar, als auch am Pool. Bei beiden wurde täglich gegrillt, weiterhin gab es eine Pizza-Station und eine Kinderecke mit Pommes, Burgern usw. Außerdem konnte man auch am Pool des Schwesternhotels „Bel Air“ essen. Oft ist hier von der Eintönigkeit des Essens zu lesen. Dies können wir teilweise bestätigen, möchten es aber gerne ein wenig relativieren: Auch wir hatten in der zweiten Woche auf einige Sachen keinen Appetit mehr, da wir sie schon häufiger gegessen hatten. Das Angebot auf den Buffets empfanden wir aber dennoch als sehr reichhaltig. Und gerade dadurch, dass immer so vieles gleichzeitig angeboten wird, lassen sich wahrscheinlich Wiederholungen nur schwer vermeiden. Indem man aber zwischen orientalischer und internationaler Küche, Pasta und Pizza ein wenig variiert, die Aktionstheke nutzt und sich nicht jeden Tag von Allem was auf den Teller packt, lässt sich auch Abwechslung schaffen. Außerdem kann man in der „Villa Kunterbunt“ essen (am Nachmittag an der Rezeption oder direkt dort reservieren) – entscheidet man sich für ein Menü, zahlt man nur die Getränke. Bei a la carte bezahlt man selbst, es werden jedoch 30 LE pro Person von der Rechnung abgezogen. Das Essen dort ist sehr empfehlenswert, oftmals gibt es auch eine kleine Show. Weiterhin gibt es im Hotelgelände einen Italiener (sehr leckere Gerichte mit Meeresfrüchten), hier bekommt man pro Person 20 LE angerechnet. Alles in allem waren wir mit dem Essensangebot sehr zufrieden. Wir fanden das Essen sehr schmackhaft, es gab viele frische Salate und ein großes Angebot an Nachspeisen. Wir denken, wer das Essen hier schlecht oder eintönig findet, wird auch in anderen Anlagen dieser Klasse nicht zufrieden sein. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es bei der Organisation: In den Restaurants wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Tische in den Restaurants hübsch eingedeckt sind und die Gäste am Tisch mit Getränken bedient werden. Bei der Vielzahl der Gäste lief dies in den Stoßzeiten nicht immer optimal. Oftmals musste man auf Besteck und Getränke etwas länger warten. Das ist aber aus unserer Erfahrung heraus ein generelles Problem vieler all-inclusive-Anlagen. Insgesamt waren die Kellner sehr motiviert, immer freundlich und oftmals zu einem Späßchen aufgelegt, so dass wir dies nicht als sehr störend empfanden.
Den Service des Hotels fanden wir durchweg positiv. Obwohl wir recht früh (9: 30 Uhr) anreisten, konnten wir sofort unser Zimmer beziehen (in anderen Anlagen mussten wir auch schon bis nachmittags warten). Das Personal vom Zimmerboy über die Barleute und Restaurantkellner bis zu den Angestellten an der Rezeption war immer sehr zuvorkommend und freundlich. Da in allen Hotelbereichen Boxen für Trinkgelder aufgestellt waren, konnte niemand nachvollziehen welcher Gast wann wieviel Trinkgeld gegeben hat. Somit gehen wir davon aus, dass die Freundlichkeit des Personals völlig unabhängig vom Trinkgeld war. An der Rezeption war immer jemand, der deutsch sprach, die Barleute und Restaurantmitarbeiter hatten ebenfalls zum großen Teil Kenntnisse der deutschen Sprache. Wenn die Deutschkenntnisse mal nicht ausreichten, kam man gut mit Englisch oder Händen und Füßen weiter . Auch bei der Zimmerreinigung gab es überhaupt nichts auszusetzen: Die beiden Zimmerboys haben ihre Arbeit sehr gut gemacht und waren auch immer für ein kleines Schwätzchen zu haben. Unsere Reklamation, ein kaputter Fön, wurde freundlich entgegengenommen und prompt erledigt. Noch am gleichen Tag hatten wir einen neuen Fön – Klasse! Alles in allem hatten wir den Eindruck, dass das Personal stets mit Freude bei der Sache ist. Es gibt einen Wäscheservice und einen Arzt (zu bestimmten Zeiten) im Hotel, ebenso einen Kinderclub. Über die Qualität dieser Einrichtungen können wir jedoch nichts sagen, da wir sie nicht in Anspruch genommen haben. Weiterhin gibt es einen Geldautomaten (auch für EC-Karte) und vormittags und abends war die Bank geöffnet, welche nach unserem Eindruck zu den offiziellen Kursen Geld wechselte.
Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauerte nur 10-15 min, allerdings fuhren wir auch keine anderen Hotels vorher an. Das Hotel liegt direkt am Meer zwischen den Schwestern-Hotels „Bel Air“ und „Arabella“. Auf dem Weg zum Hotel „Arabella“ liegt der Ali Baba Bazar. Dort befinden sich viele kleine Geschäfte, die „Villa Kunterbunt“ (Bordiehn’s Restaurant) sowie ein arabisches Coffee-House und Shisha-Corner. Verlässt man das Hotelgelände, findet man an der Hauptstraße rechts und links weitere Geschäfte. Von der gegenüberliegenden Straßenseite leuchten einem Aldi- und Lidl-Schilder entgegen, ganz wie zuhause ;-). Hinter dem Laden mit der der Lidl-Reklame verbirgt sich wirklich ein kleiner Supermarkt, welcher aber im Vergleich zu den anderen Supermärkten in der Stadt recht teuer ist. Auf der rechten Seite, direkt nach den Geschäften, befindet sich ein Krankenhaus mit 24h Service, in welchem es auch eine gute Apotheke gibt. Folgt man der Hauptstraße zu Fuß nach links, erreicht man nach ca. 10-15 min die Altstadt (Sekalla). Mit dem Sammeltaxi kostet diese Strecke nur 1 LE pro Person (z. Z. ca. 13 Cent). Hier befinden sich eine Unmenge von Geschäften und Restaurants sowie auch Banken und Internetcafes. Vom Hotel aus rechts liegt Downtown (El Dahar). Die Entfernung ist größer als nach Sekalla, es empfiehlt sich ein Taxi (20 LE) oder ein Sammeltaxi (2 LE pro Person). Ca. 30 km nördlich von Hurghada liegt die künstlich angelegte Touristen-Stadt El Gouna mit ihrem schicken Yachthafen und vielen Restaurants. Einen Ausflug dorthin kann man gut von Downtown aus mit dem öffentlichen Bus machen. Die Haltestelle befindet sich gegenüber der Telekomzentrale in Downtown, das Ticket kostet 5 LE pro Strecke und Person. Am Kontrollposten vor El Gouna waren wir etwas erschrocken, da wir keinen Ausweis dabei hatten, aber alle europäisch aussehenden Leute im Bus wurden nicht kontrolliert. Wir wissen jedoch nicht, ob das immer so ist.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wer ein Hotel mit einem langen Sandstrand sucht, ist hier verkehrt. Es gibt 3 kleinere Sandstrandabschnitte (am Kopf der Lagunen und rechts neben der Halbinsel), an allen anderen Stellen gibt es aber auch Liegeflächen und man gelangt bequem über künstlich angelegte Einstiege ins Wasser. Unser Zimmer lag an einer der Lagunen im Erdgeschoss und so waren es nur wenige Schritte über unsere Terrasse bis zu den Liegen und zum Wasser. Liegen gab es unseres Erachtens nach ausreichend. Trotz der aufgestellten Schilder, dass das Reservieren von Liegen nicht erlaubt sei, sah man an begehrten Plätzen schon sehr früh am Morgen Handtücher auf den Liegen. Man hat aber immer eine Liege gefunden. Tagsüber gab es Softanimation (Volleyball, Boccia, Walken, …), wozu unseren Beobachtungen nach aber nicht animiert wurde. Es gab einen Plan, der das Angebot und die Zeiten enthielt, wer mitmachen wollte, musste schon hingehen. Wir empfanden das als sehr angenehm, da wir aus anderen Urlauben wissen, wie nervend Animateure sein können. Außerdem gibt es zwei Tennisplätze, die Benutzung ist kostenlos (außer Flutlicht), ebenso die Squashplätze und das Fitness-Center. Da Sport im Urlaub nicht so unser Ding ist, können wir nichts Näheres dazu schreiben. Am Strand konnte man gegen Gebühr Tretboote und Kajaks ausleihen. Im ersten Stock des Hauptgebäudes gibt es einen großen Raum mit vielen Billardtischen, die kostenlos genutzt werden können. Sowohl das „Arabia Beach“ als auch das „Bel Air“ haben jeweils ein Theater, in welchem abends Unterhaltung angeboten wird. Beide Theater können genutzt werden, man erreicht sie über den ersten Stock des Haupthauses. Abendunterhaltung gab es täglich, mal Aufführungen, mal ein Quiz oder auch Tanzabende. Besonders das „Arabic Quiz“ und das Musikquiz fanden wir sehr niedlich (wir haben auch was gewonnen!). Auch wenn kaum Zuschauer anwesend waren, fanden wir das Ganze ausgesprochen lustig. Es gab auch einen Kinderclub und in einem der Theater war täglich eine Stunde lang Minidisco. Im Hauptgebäude gibt es einen Internetraum (gegen Gebühr, 1h = 16 LE), die Verbindung ist allerdings ziemlich langsam. Ebenfalls im Hauptgebäude befindet sich die Disco.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im März 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andrea |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


