- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Wir hatten kurzfristig den Sunrise-Bungalow Nr. 22 zur Lagune hin gemietet mit einem nicht einsehbaren himmlischem Bad im Freien und eigenem Zugang zum Strand. Nur mit Frühstück, da wir aus der Auswahl von 7 guten Restaurants unser Abendessen täglich selber auswählen wollten. Unser Zimmer wurde täglich 2 x gereinigt und war Tip-Top gepflegt, die Minibar wurde immer aufgefüllt und bei Bedarf konnten wir gegen Aufpreis Essen oder Getränke direkt zum Bungalow bringen lassen. Die Gäste kamen aus allen Nationen (Amerikaner, Franzosen, Spanier, Italiener, Engländer, Russen, Deutsche, Japaner, Araber), Überwiegend mittleren Alters oft mit Kleinkindern. Kaum Rentner. Wir raten dringend zu einem Bungalow auf der Sunset-Seite. Die Insel ist zu dicht bebaut, wer absolute Ruhe braucht, findet sie vielleicht in einem Wasserbungalow. Nicht aber in den Häusern. Zur Lagune hin ist zu viel Betrieb, optisch auch wegen einer grösseren Baustelle auf der Versorgungsinsel nicht ganz so attraktiv. Die Inseln waren ausgebucht, daher empfiehlt es sich, für das Abendessen einen Tag vorher zu reservieren. Wir haben selbst 3 Kinder aber wir wären nie auf die Idee gekommen, mit Kleinkindern, oft sogar Säuglingen, in die Tropen zu reisen (wovon ja auch jeder Kinderarzt abrät). Die armen Kleinen quängeln oft lautstark, überforderte und genervte Eltern sind die Folge. Und diese Hektik an den Nachbarstischen beim Essen und im Nebenhaus fördert bei aller Anteilnahme nicht die eigene Entspannung. Die extrem hohen Preise für die Services, Essen und Getränke hatten wir so nicht auf unserer Rechnung. Das sollte man wissen, da es zu den Restaurants keine Alternative gibt. Es gibt schliesslich keine Shops, wo man sich auch mal selber was "auf die Schnelle" besorgen könnte.
Wir wollten ursprünglich, aufgrund der Bewertungen hier bei holidaycheck, einen Sunset-Bungalow haben. Klappte aber leider nicht, was wir sehr bedauert haben, Auf der Lagunenseite steht die Luft, kein Windhauch erreichte die Terrasse auf der man sich daher kaum aufhalten konnte. Auf der Sunset-Seite dagegen weht immer ein, wenn auch oft laues, Lüftchen. Nicht so schön war die Lage direkt am Bootslandesteg, Hier war fast den ganzen Tag ein geschäftiges Kommen und Gehen von Motorbooten, oft zogen Dieselschwaden herüber und haben uns daher unseren "eigenen" Strand verleidet. Auch stehen die Häuser so dicht fast ohne Sichtschutz beieinander, dass man die nicht für sich sein konnte. Pech, dass rechts und links von uns Familien mit oft schreienden Kleinkindern wohnten. Also wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, ist hier definitiv falsch.
Die Restaurants boten fast täglich abends abwechselnd Mottobuffets mit leidlicher Livemusik-Untermalung an. Das Frühstücksbuffet war o.k. ist aber verbesserungsbedürftig, da oftmals der Nachschub stockte. Die Lokalität ist zudem für die Anzahl der Gäste nicht ausreichend. Vor allem durch die vielen Kleinkinder war es beim Frühstück sehr laut und hektisch. Ansonsten sind die Restaurants spitze, gute Auswahl an Gerichten (Sushi, Italienisch, Indisch, Thai usw.). Aber die Preise. Wenn wir zu dritt essen waren und dabei ein oder zwei Glas des preisgünstigsten Weins (mindestens 12 Dollar pro 0,1 l Glas) tranken , kamen wir nur selten unter 400 Dollar weg. Die Portionen waren eher klein. Und manchmal waren wir nach dem Essen noch hungrig. Das ging ins Geld. Für die 14 Tage haben wir nur für das Essen (wir essen gerne und gut) mehr als 4.000 Euro drauflegen müssen. Das Sushi im Geckos ist o.k., aber für einen Sushikenner eher untere Qualität. Besonders zu empfehlen ist das Thai-Restaurant und das Fuddan Grill (hier insbesondere die exzellenten Filet-Steaks).
Der Service war einfach Top. Die Angestellten immer bemüht und sehr freundlich. Manchmal aber auch zu präsent, wenn man mal nur seine Ruhe haben wollte. Unser Roomboy war ausgerechnet immer dann im Zimmer, wenn wir vom Frühstücksbuffet, vom Abendessen oder abgekämpft vom Schnorcheln ins Haus kamen. Hier hätten wir uns besseres Timing gewünscht. Auch waren einge Angestellte manchmal ein wenig zu kontaktfreudig aber nie aufdringlich. Anlass zu Beschwerden gab es nicht. Zu erwähnen ist noch die perfekte Organisation bei der Tsunami-Warnung am 11.04. Alle Gäste wurden kurz nach dem ersten Tsunami-Alert schriftlich informiert. Kurz drauf stand schon jemand vom Management vor der Tür: Life-Wests anziehen, alles liegen lassen, raus an den Steg und in die Boote. Und dann banges Warten auf die Tsunami-Welle, die glücklicherweise nicht kam.
Nach 30 Minuten Speedboat erreichten wir ohne Wartezeit in Male die Inseln. Wir konnten sofort nach der Ankunft mittags in unseren Bungalow. Alles perfekt organisiert und sehr freundlich. Enttäuscht haben uns die fehlenden Möglichkeiten zu schnorcheln. Viele zerstörte und abgestorbene Korallenbänke, kaum Fische in der geschäftigen Lagune. Auch am Aussenriff war es nicht viel besser. Wir kannten das von unserem ersten Maldivenurlaub auf Lohifushi in den 90ern ganz anders. Auch bei diversen Schnorchelausflügen per Boot war nicht viel mehr zu sehen. Also Schnorchelurlaub Fehlanzeige. Unsere Tochter hat zwar einen Tauchkurs mit Flasche besucht, aber auch sie bekam dabei nicht viel zu sehen. Schade. Den Ausflug auf ein "local-Island" sollte man sich sparen. Die Lebensverhältnisse in direkter Nachbarschaft zu den Luxusressorts sind bedauernswert und mal fühlt sich in dieser Armut eher beklommen. Die Frauen sind wohl weggeschlossen, man sieht nur Männer, wie auch die Angestellten der Ressorts nur einheimische Männer sind. Lediglich im SPA-Breich arbeiten "importierte" Thailänderinnen. Unterhaltung gab es ansonsten ausser den "Mottobuffets" keine, Also kein Schwof oder mal ein kleines bisschen Party.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Den Kinderclub haben wir nicht genutzt, da dort mehr Kindergartenkinder waren. Das war für unsere Tochter - 9 Jahre - unter ihrer "Würde". Der Strand wurde permanent gepflegt, sobald irgendetwas anschwemmte, war schon jemand da um es wegzuräumen. Der grosse Pool auf der Sunrise-Seite war sehr schön, bei 29 Grad Wasserteperatur aber nicht erfrischend. Was die Wasserqualität anging, hatten wir so unsere Zweifel, da die Kacheln unter Wasser sich sehr glitschig (Biofilm) anfühlten. Aber auch hier Top-Service, man bekam unaufgefordert kostenfrei Wasserflaschen gereicht und zwischendurch gab es auch mal Früchte oder Süssigkeiten als Aufmerksamkeit. Überall auf der Insel gibt es WiFi-Spots über man man schnell und kostenfrei surfen konnte. Events organiert das Team von Aqua-Fanatics kompetent und freundlich. Dolphin-Watching, Bananenbootfahrt, Jet-Ski, Tauchkurse usw.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im April 2012 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Herbert |
Alter: | 56-60 |
Bewertungen: | 1 |