Die Hotelanlage ist sehr groß, weitläufig und gepflegt. Allerdings muß man als Gast, um zum Strand zu kommen (je nach Zimmerlage), Poolbar oder Restaurant, ziemlich weite Wege zurücklegen. Dies ist z.B. der Fall, wenn man ein Getränk möchte und das bei 40 - 45 Gr. im Schatten. Aufgrund der Größe der sehr schönen Poolanlage und der Vielzahl der Gäste ist hier eine einzige Bar viel zu wenig, es müssten zumindest 2 Poolbars vorhanden sein. Es hat natürlich den Vorteil für das Hotel, dass dann weniger Getränke ausgegeben werden. Ferner fehlt bei 95 cm eine Einstiegsleiter. Daher für Nichtschwimmer nicht geeignet. Die Zimmer sind sehr geräumig. Wobei ein altes Eisengestell mit Matratze als Bett dient, ohne Tagesdecke und ferner sehr niedrig. Dies mag für junge Leute ok. sein, jedoch nicht für die ältere Generation. Eine kleine Couch ist vorhanden, jedoch kein Stuhl. Mobiliar, Eingangstür, Kleiderschrank etc. sowie Bad (Wanne) sind renovierungsbedürftig. Als Deutsche(r) kommt man sich schon sehr komisch vor, da die Gäste im Ali Baba zu 95 % aus Russen bestehen und insofern als Alleinreisende(r) keine Kommunikationsmöglichkeit gegeben ist. Zu beachten ist folgendes: Am vorletzten Tag meiner Abreise wollte ich am Pool bleiben. Der zuständige Boy hat mir dann freundlich mein blaues Badelaken auf eine Liege gelegt und mein eigenes. Ich habe ihm dafür auch Trinkgeld gegeben. Zu meinem großen Erstaunen war das Badetuch nach meiner Rückkehr gestohlen und er sollte mir ein neues besorgen, was ihm natürlich nicht gelang. Nach wütender Beschwerde an der Rezeption, ging ein Mitarbeiter mit, um mit dem Boy zu sprechen. Nun war mein eigenes Badetuch auch verschwunden. Nachdem ich sehr laut geschimpft habe, zauberte der Poolboy dann mein schönes Badetuch unter der Matratze hervor. Sehr eigenartig.....Ich habe die Pfandgebühr nicht bezahlt!!!! Aus welchen Gründen auch immer... Auch im Zimmer bitte alles was wichtig ist einschließen, z.B. im Koffer, am 2. Tag war gleich mein Kugelschreiber weg. Der Putzmann wurde dann versetzt, da er auch 2 Tage nicht das Zimmer gereinigt hat, nur das Bad. Und Achtung: Bei einer Abendunterhaltung habe ich mich auf einen freien Stuhl draussen hingesetzt. Dies hat wohl einer jungen Russin (wahrscheinlich etwas zuviel Alkohol) nicht gepasst. Sie zählte mir einige Nationalitäten auf. Als meine Antwort "Deutsch" lautete, habe ich gemerkt, dass sie sehr wütend war. Nachdem ich gegen Mitternacht in der Lobby von der Toilette kam, ging sie an mir vorbei und versetzte mir einen kräftigen Boxhieb auf meinen Oberarm. Ich war allein und konnte mich demzufolge nicht wehren. Aber auch so etwas ist mir noch in keinem Urlaub passiert, nur im Ali Baba Palace mit überwiegendem russischen Publikum.
Ausstattung und alles Weitere habe ich bereits eingangs beschrieben. Das TV-Programm konnte man so gut wie gar nicht empfangen. Auch nicht mit dem 5. Fernseher, da es sich hier um eine Antennensache handelt. Die Russischen sowie ägyptíschen Sender waren einwandfrei. Aber war soll ich als deutscher Gast damit. Denn auch im Urlaub (3 Wochen) interessieren mich die Nachrichten und das Wetter bei uns.
Es gibt dort 3 Restaurants. Das orientalische war geschlossen, so dass noch 2 zur Verfügung standen. Am besten war es noch im italienischen Restaurant, Sauberkeit, Tischdecken, Servietten etc. Jedoch waren die Qualität sowie der Geschmack der Speisen in beiden Restaurants identisch, und zwar äußerst schlecht. Gemüse, sehr hart und immer das gleiche, Möhren, Bohnen, Zuchini oder geschmackloser Spinat. Spaghetti mit Soße ohne Gewürz. Kann ich nicht verstehen, da gerade in Ägypten tolle Gewürze angeboten werden. Huhn gekocht, mehr Abfall als Fleisch, so dass einem der Appetit schon beim Anblick vergeht. Die Gerichte habe ich als "Fraß" bezeichnet, ebenso hörte ich dies von anderen Gästen. Hühnerflügel sind für mich Abfall, ansonsten Gulascheintopf mit Kartoffeln und harten Erbsen sowie immer wieder Geschnetzeltes Huhn und Pute, allerdings als Eintopf auf dem Blech, mit Paprika u. Zwiebeln. Das Frühstück war ok., es bestand u.a. aus 1 Sorte Wurst und Käse (auch sehr eintönig), jedoch Obstsalat und Quark sowie Brotauswahl , Omelett, etc. reichlich vorhanden. Das Kuchenbuffet sowie der Nachtisch waren von allem das Beste. Der Kaffee war ungenießbar, habe jedoch Nescafe vom netten Personal bekommen (war mir auch immer wieder Trinkgeld wert) Frisches Obst war, außer Apfelsinen, nicht vorhanden aber gegen bares käuflich, das ist lachhaft. Später wurde auch Melone rationiert, da die Russen sich die Teller vollgepackt haben. Man konnte beobachten, dass denen a l l e s geschmeckt hat, und zwar reichlich. Da ich gerne Wein trinke, war ich entsetzt, dass der Wein aus großen Pappkanistern (ist ja nur für All-INCLUSIVE-Gäste) ausgeschenkt wird. Das habe ich allerdings in Ägypten (war 3 x in Hurghada) und 2 x in Sharm el Sheihk) auch noch nicht erlebt. Fazit hier: Es ist alles auf die russischen Gäste abgestimmt, da Alkohol, wie Wodka, Brandy und Bier immer reichlich floß. Hier noch einen besonderen Dank an den Manager, Herrn Mourad Queslati. Eigentlich tut er mir leid, da er mit unwahrscheinlicher Ruhe, Freundlich- und Zuvorkommenheit meine Beschwerden sowie die anderer Gäste angehört hat und bemüht war, Abhilfe zu schaffen. Diesen Job möchte ich nicht geschenkt haben. Es ist davon auszugehen, dass die Geschäftsleitung sich auf russische Gäste spezialisiert hat, zumal das Personal auch die russische Sprache beherrscht und auf deutsche oder österreichische Urlauber verzichten kann.
Der Service im Restaurant sowie die Freundlichkeit des Personals waren ausnahmslos ok. Es ist wunderbar, jedesmal zum Frühstück und Abendessen, den gleichen Platz vorzufinden. Ich wurde sehr nett begrüßt und an meinen Tisch geführt. Wenn man bedenkt, dass hier das Einkommen des Personals nicht gerade üppig ist, so habe ich gerne Trinkgeld gegeben. Denn dieses gehört meiner Meinung nach einfach dazu, besonders in Ägypten oder Tunesien. Auch meine Beschwerde hinsichtlich der Klimaanlage im Speisesaal wurde schnellstens weitergegeben und auch bearbeitet, und zwar wurde ab und zu die Klimaanlage abgestellt oder zu schwach ohne Gebläse, so dass man gleich einen Schweißausbruch bekam.
Es werden genügend Ausflüge angeboten. Habe jedoch aufgrund der grossen Hitze bis teilweise 45 Gr. keinen Ausflug unternommen. Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten in den Nachbarhotels Alladin und Jasmin Village. Ansonsten befindet sich ein großes Einkaufszentrum in ca. 500 m Entfernung. Der Flughafen ist nicht weit entfernt, nach m.M. keine Beeinträchtigung durch Lärm. Ich habe den Strand vom Alladin genutzt, da dieser auch für Nichtschwimmer geeignet ist und man auch ohne Badeschuhe ins Wasser gehen kann. Die Mitarbeiter dort sind sehr nett und haben mir jeden Tag (ob mit Trinkgeld oder ohne) die gleiche Liege reserviert. Dies war immer Trinkgeld wert, da ich es als sehr angenehm empfand. Besonders hervorzuheben ist die Freundlichkeit des Personals an der Beachbar vom Alladin. Trotz der grossen Hitze waren die Jungens immer sehr zuvorkommend.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Unterhaltung und Animation am Pool habe ich nicht genutzt. Die abendliche Unterhaltung war um 22.00 h beendet, und zwar auch in den Nachbarhotels. Man konnte sich noch bis 0.30 h in der klimatisierten Halle und Bar aufhalten, aber ansonsten "tote Hose". Das ist sicherlich ein Makel; denn so früh wie im Aliba Baba bin ich noch nie auf mein Zimmer gegangen. Hier sollte eine Änderung unbedingt stattfinden, und zwar bis 00.00 h, was auch üblich ist und auch die Poolbar machte um 23.00 h dicht. Es ist ein Witz, habe es so noch nicht in Ägypten erlebt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 3 Wochen im Juni 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Edelgard |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 1 |


