- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Ja, es gibt sie noch, die kleinen Hotels, die große Überraschungen bieten. Das winzige Paodato Troppo gehört auf jeden Fall in diese Kategorie. Traumhaft gelegen am azurblauen Mittelmeer mit Blick auf schroffe Felsenküsten und springende Delfine, empfiehlt es sich, bei der Buchung unbedingt ein Zimmer „mit Blick aufs Meer“ zu wählen, sonst hat man unter Umständen einen Blick auf den angrenzenden Freizeitpark. Zugegeben, zum Schlafen kommt man in dieser Herberge eher nicht. Zum einen liegen unmittelbar neben dem Komplex zwei stark befahrene Bahnlinien, zum anderen sind die Betten im Maßstab 1:87 einfach zu kurz für einen durchschnittlichen Mitteleuropäer. Was nach Punktabzug klingt, ist tatsächlich aber kein Problem, denn in Klein-Italien sind die Nächte, wie im ganzen Wunderland, nur fünf Minuten kurz. Schlafen zu gehen lohnt sich ohnehin nicht, da es gerade nachts in der Umgebung einiges zu bestaunen gibt. Hoch oben auf den Felsen flacken die Lichtspiele im Castello Aragonese. Gegenüber erstrahlt Atrani in bunten Farben und in der Ferne flackert und grollt der Vesuv. Nicht so sehr empfehlen können wir den Hotelstrand. Hier ist es rund um die Uhr brechend voll und das Wasser war uns zum Baden deutlich zu hart (Keine Ahnung, wie die Delfine das schaffen). Außerdem fühlt man sich dort auf ganz, ganz merkwürdige und unheimliche Weise beobachtet. Dafür bietet die Umgebung allerhand sehenswerte Ausflugsziele. Neben dem schon erwähnten Castello und der urigen Kleinstadt Atrani mit ihren Plätzen und Dachterrassen empfehlen wir eine Fahrt mit der Bahn hinauf ins Küstengebirge. Von dort hat man einen unbeschreiblichen Blick auf die malerische Bucht des Fiordo di Furore. Bei gutem Wetter kann man an manchen Tagen sogar bis in die Schweiz blicken. Reist man vom Hotel aus in westliche Richtung, so stößt man früher, oder später auf die Filmsets der berüchtigten Italo-Western. Neben Bud Spencer und Terrence Hill kann man dort auch Lucky Luke beim Dreh über die Schulter schauen. Die Gastronomie im angegliederten Bistro ist solide und insgesamt empfehlenswert. Neben einem wechselnden Tagesangebot hat man die Wahl zwischen verschiedenen echt italienischen Pasta-Gerichten und dem kulinarischen Flaggschiff - Currywurst-Pommes. Alles in allem und zumal im recht günstigen Hotelpreis auch ein Besuch des Miniatur Wunderlandes eingeschlossen ist, können wir trotz des Bahnlärms und der kurzen Betten für das Paodato Troppo die maximale Punktzahl geben. Dies ist natürlich auch der traumhaften Umgebung geschuldet, vor allem aber der Tatsache, dass wir dort stets äußerst herzlich und gastfreundlich empfangen wurden. Zuletzt noch ein Tipp. Wer kurzentschlossen anreist, sollte vorab unbedingt eine Reservierung über das Internet vornehmen. So erspart man sich lästige Wartezeiten beim Check-in.
Insgesamt etwas klein, besonders die Betten. Dafür sauber und liebevoll eingerichtet.
Insgesamt Lecker. Ein Geheimtipp sind die "Kuinarischen Weltreisen", die mehrmals jährlich stattfinden.
Top. Immer freundlich, souverän und herzlich.
Traumhaft, wunderbar, wunderländisch. Lediglich der ständige Bahnverkehr ist etwas nervtötend. Dafür allerdings gut per Bahn zu erreichen.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Wirklich interessant und originell ist die Animation durch die sogenannten "Knopfdrücker", die an vielen Orten rund ums Hotel angesteuert werden können.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Freunde |
Dauer: | Länger als 5 Wochen im Februar 2018 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Cupofcoffee |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 1 |