Die EuropäerInnen kämpfen derzeit gegen eine Hitzewelle. © iStock via Getty/Pheelings Media
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Es wird heiß ...

Hitzewarnungen in Europa: In diesen Ländern solltest Du aufpassen

Europa kämpft mit einer ausgeprägten Hitzewelle. In mehreren Ländern warnen Wetterdienste und Behörden vor Temperaturen, die für Menschen gefährlich werden können. Entscheidend ist dabei nicht nur die Hitze am Nachmittag. Wenn es in den Nächten kaum abkühlt, steigt die Belastung über mehrere Tage deutlich.

Für Reisende und UrlauberInnen heißt das in vielen Fällen, die Tagesplanung möglichst anzupassen, die Mittagshitze zu meiden, ausreichend zu trinken und lokale Warnungen zu beachten. Die folgenden Informationen basieren auf Angaben nach Stand Mittwochvormittag. 

Frankreich: Entspannung erst zum Wochenende

In Frankreich bleibt die Lage besonders angespannt. Météo-France meldet eine ausgedehnte Hitzewelle mit roten und orangenen Warnstufen. Rot entspricht einer Hitzewelle von außergewöhnlicher Intensität, Orange einer immer noch sehr intensiven Hitzewelle. Der Wetterdienst verkündete zuletzt den heißesten je in Frankreich gemessenen Tag; die extreme Hitze soll mindestens bis Donnerstag anhalten.

Für Mittwoch und Donnerstag bleiben in mehreren Départements rote Hitzewarnungen aktiv. In Teilen Frankreichs wurden am Mittwoch schon in den Morgenstunden von 20 bis 26 Grad Celsius – vereinzelt noch mehr – gemessen. In einem großen Teil des Westens sollen die Temperaturen auf 39 bis 42 Grad Celsius steigen. Auch am Donnerstag soll es drückend heiß bleiben mit weiterhin hohen Temperaturen. Nach aktuellen Prognosen kann die Warnstufe in einigen Departments an der Mittelmeerküste am Donnerstag wohl herabgesetzt werden. Für Freitag wird an der Atlantikküste ein allmählicher Rückgang der Temperaturen erwartet.

So reagiert etwa Paris auf die Hitze: Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen haben der Eiffelturm und der Louvre ihre Öffnungszeiten zeitweise verkürzt. Die Maßnahmen sollen BesucherInnen und Mitarbeitende vor der extremen Belastung durch die Hitzewelle schützen.

Das Thermometer steigt und steigt... © iStock via Getty/AndreyPopov
Das Thermometer steigt und steigt... © iStock via Getty/AndreyPopov

Spanien: Nach Hitzewelle weiterhin sehr warm

In Spanien führt der meteorologische Dienst AEMET aktuell noch bis zum 24. Juni teils extrem hohe Temperaturen. Betroffen von roten Warnungen sind demnach derzeit die Comarca Liébana und Valle de Villaverde in Kantabrien sowie das Landesinnere von Gipuzkoa im Baskenland und der Provinz Bizkaia. Die Rede ist von einer außergewöhnlichen Gefahr am Mittwoch mit Werten um die 40 Grad Celsius. Für Donnerstag und Freitag werden mancherorts immer noch sehr hohe Temperaturen bis zu 37 Grad Celsius erwartet, gewarnt wird aber nur noch vor einer geringeren Gefahr.

Großbritannien: Teilwarnung für Mittwoch und Donnerstag

In Großbritannien gilt ebenfalls eine dort seltene rote Warnung des Met Office für extreme Hitze. Sie betrifft Teile Englands und Wales' und gilt für Mittwoch sowie Donnerstag. Das Met Office erwartete in einer Mitteilung vom Montag, dass der Juni-Temperaturrekord in Großbritannien falle. Für Mittwoch und Donnerstag – laut Einschätzung der Höhepunkt der Hitzewelle – sind demnach stellenweise Temperaturen von mindestens 39 Grad Celsius angesagt. Mancherorts könne diese Temperatur noch überschritten werden. Die Vorhersage weist darauf hin, dass für Freitag noch Temperaturen bis rund 32 Grad Celsius erwartet werden. Mark Sidaway, leitender Meteorologe des Met Office, warnt vor gesundheitlichen Auswirkungen für viele Menschen – auch für jene, die nicht besonders hitzeanfällig sind.

Selbst in Großbritannien ist es heiß. © iStock via Getty/PabloMendo
Selbst in Großbritannien ist es heiß. © iStock via Getty/PabloMendo

Italien: Viele Städte mit höchster Gesundheitswarnstufe

In Italien veröffentlicht das Gesundheitsministerium tägliche Hitze-Bulletins für 27 Städte. Das System prognostiziert gesundheitliche Risiken jeweils für die kommenden 24, 48 und 72 Stunden. Sowohl für Mittwoch als auch für Donnerstag und Freitag befinden sich zahlreiche Städte auf der höchsten Warnstufe 3.

Ähnlich wie in Großbritannien bedeutet dies, dass gesundheitliche Auswirkungen nicht nur für Risikogruppen befürchtet werden. Gemeldet wird die Gefahr durchgängig an allen drei Tagen auch für beliebte Reiseziele wie Rom, Mailand, Florenz, Turin oder Venedig. Bei geplanten Städtereisen solltest Du auch für die Tage danach die Angaben des Ministeriums, die derzeit noch nicht vorliegen, überprüfen.

Schweiz: Hitzewarnungen bis ins Wochenende

"Eine markante mehrtägige Hitzewelle hat sich in der Schweiz eingestellt. Ein mögliches Ende der Hitzewelle zeichnet sich am nächsten Montag ab", warnt MeteoSchweiz. Hitzewarnungen der Stufe 3 gelten demzufolge für Regionen unterhalb von 800 Metern im Norden und unterhalb von 600 Metern im Süden. Bis zum Montag und auf der Südseite der Alpen bis Sonntag wird vielerorts mit Temperaturen von 34 bis 37 Grad celsius gerechnet. Nachts sinke die Temperatur auf 16 bis 20 Grad Celsius, von Donnerstag bis zum Montag dann wohl auf 18 bis 23 Grad Celsius. Die Hitzewarnung wird daher "in Regionen vom zentralen Mittelland bis zum Jurasüdfuss und Hochrhein sowie im Rheintal von der Stufe 3 ab Donnerstag auf eine Stufe 4 erhöht". Diese höchste Warnstufe gelte bereits in Regionen "um die Seen des Westschweizer Mittellands, in der Nordwestschweiz sowie im Zentralwallis".

Luxemburg: Rote Warnung voraussichtlich bis Freitag

Die luxemburgische Regierung hat bereits am Samstag die Warnstufe Rot angekündigt. "Die für die kommende Woche erwarteten außergewöhnlich hohen Temperaturen weisen auf eine Hitzewelle von ungewöhnlicher Intensität und Dauer hin", hieß es in einer Mitteilung. Voraussichtlich werde die Warnstufe bis zum Freitag bestehen, denn es werde eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von örtlich bis 40 Grad Celsius erwartet.

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Auch in Deutschland bleibt es vorerst äußerst heiß. © iStock via Getty/Lacheev
Auch in Deutschland bleibt es vorerst äußerst heiß. © iStock via Getty/Lacheev

Deutschland: Hitzewelle mindestens bis Sonntag

Selbst wenn Du gerade nicht im europäischen Ausland bist, musst Du auch in Deutschland noch einige Tage mit Schweißausbrüchen rechnen. Der Deutsche Wetterdienst kündigt in seiner Wochenvorhersage an: "Mindestens bis Sonntag anhaltende Hitzewelle." Zunächst sind demzufolge einzelne Gewitter möglich, ab dem kommenden Sonntag werden Gewitter häufiger und können lokal unwetterartig ausfallen. "Heute und am Donnerstag in weiten Landesteilen starke, im Westen und Südwesten teils extreme Wärmebelastung", warnt der DWD zudem. Teils werden am Mittwoch und Donnerstag Temperaturen von um die 37 Grad Celsius erwartet.

Niederlande: Warnstufe Orange bis mindestens Freitag

In den Niederlanden gilt ab Mittwoch für große Teile des Landes die Warnstufe Orange wegen extremer Hitze. Das Institut KNMI warnt, dass in der Mitte und im Süden des Landes die Temperaturen ab Mittwoch tagsüber auf 33 bis 36 Grad Celsius steigen. Dies soll bis zum Freitag so bleiben. Besonders gewarnt wird vor der Kombination aus hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, was für drückende Hitze sorge. Die Nächte bleiben ebenfalls warm.

Belgien: Hitzewarnung bis Sonntag

Das Königliche Meteorologische Institut Belgiens gibt eine Hitzewarnung ab Mittwoch, 24. Juni, aus. In der landesweiten Prognose werden bereits für Mittwoch Temperaturen von 33 Grad Celsius am Meer und bis zu 37 Grad Celsius in Städten gemeldet. In den Nachtstunden blieben diese vielerorts auf hohen Werten zwischen 18 und 23 Grad Celsius. Am Donnerstag können im Landesinneren bis zu 37 Grad Celsius gemessen werden. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird für Freitag erwartet, mit lokalen Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius.

Irland: Gelbe Hitzewarnung bis Freitag

Der irische meteorologische Dienst Met Éireann hat für das ganze Land eine Warnung der Stufe Gelb wegen hoher Temperaturen ausgegeben. Erwartet werden Tageshöchstwerte über 27 Grad Irland und Nächte mit mehr als 15 Grad Irland. Die Warnung gilt von Dienstagmittag bis Freitagmorgen. Am Wochenende soll es dann auch in Irland wieder kühler werden.

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