Reisebericht
Mit kleinem Budget durch Albanien: Roadtrip mit Ontourwithbambi
Dein Budget ist begrenzt, aber du hast große Lust auf einen besonderen Urlaub? Dann ist ein Roadtrip durch Albanien genau das Richtige für Dich! Egal ob echte Bergwelt im Norden, pittoreske kleine Dörfer oder Strandleben im Süden – Albanien hat so ziemlich alles. Besonders schön: Dieses Land am Mittelmeer gehört zu den günstigsten Reisezielen in Europa, sodass Du viel erleben kannst, ohne viel Geld auszugeben.
Hey, ich bin Bambi, Low-Budget-Reisebloggerin. Ich versuche immer, so viel wie möglich für wenig Geld zu sehen. Und bin deshalb mit meinem Freund für eine Woche nach Albanien gereist.
Anreise und Transport
Wir hatten große Lust auf Sommer, aber unser Budget war begrenzt. Also haben wir einfach geschaut, wohin die günstigsten Flüge gehen. So sind wir in Albanien gelandet. Das Land hatten wir davor noch gar nicht richtig auf dem Schirm gehabt. Es ist touristisch noch relativ unbekannt. Genau das hat unsere Neugier beflügelt. Also sind wir Anfang September von Berlin direkt nach Tirana geflogen.
Wenn Du nur mit kleinem (Hand-)Gepäck reist, kannst Du bei Flügen viel sparen – wir haben so nur etwa 110 Euro pro Person gezahlt.
Du fragst Dich, wie Du Klamotten für eine Woche ins Handgepäck bekommst? Ist gar nicht so schwer, wenn Du gut kombinierbares aussuchst, in Schichtenlooks denkst und Kleider rollst statt faltest, denn dann passt mehr in den Koffer. Und zur Not kaufst Du Dir einfach vor Ort etwas Günstiges dazu.
Schon nach der Ankunft in Tirana bei rund 30 Grad war klar: Das wird ein klassischer Sommer-Trip! Wir haben direkt unseren Mietwagen abgeholt; das ist für uns immer die beste Entscheidung. Denn genau hier beginnt dieses typische Roadtrip-Gefühl: ins Auto steigen, losfahren und einfach mal schauen, was alles kommt.
Eine Woche hat sich für unseren Roadtrip als perfekt angefühlt: Wir hatten genug Zeit für viele Stopps und trotzdem Raum für entspannte Stunden am Meer.

Bambis Tipp
Mit etwa 140 Euro pro Woche ist ein Mietwagen in Albanien äußerst erschwinglich, und wir waren komplett flexibel unterwegs. Wer früh bucht und außerhalb der großen Ferienzeiten unterwegs ist, bekommt meistens die besten Angebote.
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Unsere Route durch Albanien
Wir haben unsere Route als Rundreise geplant. Von Tirana sind wir erst Richtung Süden gefahren und dann auf anderem Weg wieder zurück in die Hauptstadt. Das würden wir Dir auch empfehlen, denn so siehst Du richtig viel vom Land.
Viele Mietwagenanbieter erlauben keine Fahrten auf unbefestigten Straßen. Das wird sogar per GPS überwacht und kann teuer werden. Mit unserer Route bist Du aber auf der sicheren (asphaltierten) Seite.
Berat
Stadt der tausend Fenster
Unser erster Stopp war Berat, etwa zwei Stunden von Tirana entfernt. Die Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird nicht ohne Grund Stadt der tausend Fenster genannt. Die weißen, osmanisch geprägten Häuser ziehen sich dicht an dicht den Hang hinauf. Die vielen Fenster in den Fassaden wirken wie ein einziges, großes Muster. Ein ganz besonderer Anblick!
Die Altstadt wird vom Fluss Osum in zwei geteilt; eine Fußgängerbrücke verbindet die beiden Ortsteile – von ihr aus hatten wir den schönsten Blick auf die historischen Viertel Mangalem und Gorica.
Beim Spaziergang durch die engen Gassen hatten wir schnell das Gefühl, dass hier alles langsamer und entspannter verläuft, als wir das aus Deutschland kennen. Mit ihren alten Steinmauern und kleinen Innenhöfen wirkt die Stadt richtig beruhigend.
Übernachtet haben wir im zentral gelegenen Dhimitris Guest House. Das ist einfach, aber gemütlich und die Atmosphäre ist herzlich. Es war eher wie ein Privatzimmer in einer Wohnung, inklusive Frühstück auf der Terrasse. Für etwa 15 Euro pro Person pro Nacht ein richtig guter Deal. Parken konnten wir auf einem der großen Parkplätze vor dem Ort und waren von dort in zwei Minuten im Quartier.

Bambis Tipp
Bleibe über Nacht und steh früh auf – am Morgen sind überhaupt keine Touristen unterwegs, es gibt kaum Autoverkehr und die Stadt zeigt sich von ihrer entspanntesten Seite.
Gjirokastra
Steinarchitektur und Geschichte (UNESCO-Weltkulturerbe)
Weiter ging es in einer zweieinhalb Stunden langen Fahrt nach Gjirokastra im Süden des Landes, ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt ist bekannt für ihre charakteristischen Steinhäuser mit schiefergedeckten Dächern und gehört zu den ältesten Orten Albaniens.
Hoch über der Stadt liegt die Burg von Gjirokastra, von der aus wir einen großartigen Blick über das Tal genossen. Der Aufstieg lohnt sich allein schon für die Aussicht über die Dächer der Altstadt.
Im historischen Bazar, einer kleinen Einkaufsstraße, sind wir durch kleine Läden mit Teppichen, Kunsthandwerk und Antiquitäten geschlendert. Empfehlenswert!
Unsere Unterkunft war das Hotel Lunxheria – klein, schlicht, aber für uns völlig ausreichend. Für etwa 13 Euro pro Person pro Nacht hat es für uns perfekt gepasst. Und das Hotel hat sogar unser Auto für uns geparkt!

Bambis Tipp
Wenn du früh am Tag ankommst, kannst Du die Altstadt in ruhiger Atmosphäre erkunden.
In der Umgebung von Gjirokastro haben wir außerdem den Vjosa-Canyon besucht. Das intensiv grün-blaue Wasser zwischen den steilen Felswänden ergab einen einmalig schönen Anblick.
Saranda & Ksamil
Strandleben, Buchten und Bootstouren
Weiter geht es an die Adriaküste. Und sofort ändert sich die Stimmung in Richtung Beach-Life. In Saranda ist einiges los: Eine lebendige Promenade, Restaurants und viele Möglichkeiten für Ausflüge prägen das Bild.
Wir haben zwei Nächte im Diamond Central Boutique Hotel übernachtet – direkt an der Promenade. Für rund 33 Euro pro Person und Nacht fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig gut.
Das Pasta-Restaurant unter dem Hotel kann ich nur empfehlen. Uns haben die Nudeln, zum Beispiel mit köstlicher Tomatensauce, so gut geschmeckt, dass wir dem Lokal gleich zweimal einen Besuch abgestattet haben.
Ein Highlight war unsere Bootstour zum Kroreza Beach: kleine Buchten, mehrere Bade-Stopps (an einem der Strände konnten wir uns auch etwas zu essen und zu trinken kaufen) und ein ganzer Tag auf dem Wasser! Und das für nur 30 €. Wir haben die Tour über Get Your Guide gebucht, und es war wirklich eine 10/10 Experience.
Ganz in der Nähe liegt auch das Blue Eye (Syri i Kaltër), eine der bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Albaniens. Dabei handelt es sich um einen Quelltopf im Karst, dessen unglaublich klares Wasser sich aus einer unterirdischen Quelle speist. Der See sieht ein bisschen aus wie ein Auge: In der Mitte ein dunkles, tiefes Blau, das nach außen hin in helle Türkis- und Grüntöne übergeht.
Besonders spannend fanden wir, dass die genaue Tiefe der Quelle bis heute nicht vollständig bekannt ist – TaucherInnen konnten den Grund bisher nicht eindeutig bestimmen. Das Wasser ist außerdem eiskalt, selbst im Hochsommer!
Vom Parkplatz aus kannst Du entweder zu Fuß über einen schattigen Waldweg hinlaufen oder Dich ein Stück mit einer kleinen Bahn fahren lassen. Der Spaziergang dauert etwa 20–30 Minuten und lohnt sich, weil Du so auch die Umgebung direkt erlebst.

Bambis Tipp
Komm frühmorgens oder kurz vor Schließung, denn damit entgehst Du den größeren Besucherströmen und kannst den Ort deutlich ruhiger erleben.
Himarë
Unser persönliches Highlight
Der Strandort Himarë hat uns am besten gefallen. Hier geht es deutlich ruhiger zu als in Saranda, aber das Angebot ist genauso vielseitig. Die Strände sind weitläufig, das Wasser klar, und insgesamt wirkt das Badeleben herrlich entspannt.
Wir blieben zwei Nächte und haben in der Villa Merkuri übernachtet – mit Pool, Blick aufs Meer und einer ruhigen Lage. Für etwa 50 Euro pro Person pro Nacht war die Villa Merkuri für uns eine der schönsten Unterkünfte der Reise.
Abends sind wir gerne an der Promenade entlangspaziert und haben uns spontan ein Restaurant ausgesucht, das Orzo Summer Edition, das wir sehr empfehlen können. Wenn Du etwas Zeit hast, lohnt sich auch ein Abstecher nach Dhërmi mit Blick über die Küste. Hier liegt auch das bekannte Luxushotel Zoe Hora.

Bambis Tipp
Man kann die Hotelanlage auch als externer Gast betreten und auf einer der Terrassen etwas essen oder trinken.
Wir hatten danach noch Energie und sind die fünf Minuten zur Kirche St. Mary hinaufgestiegen. Der Blick über Meer und Landschaft war hinreißend schön.
Der Norden
Schluchten und Bergorte
Auf dem Rückweg Richtung Norden hat sich die Landschaft noch einmal komplett verändert. Abseits der Küste erwarteten uns Berglandschaften, Flüsse und deutlich weniger Trubel.
Unser Highlight war der Shkopet-Canyon. Als wir durch diese Schlucht fuhren, waren wir begeistert vom intensiv türkisfarbenen Fluss, der dort hindurchrauschte und zusammen mit dem grünen Wald eine tolle Szenerie bildete.
Auch Kruja haben wir besucht. Die Stadt liegt in den Bergen oberhalb von Tirana. Hier lohnt es sich, durch den historischen Bazar zu schlendern.

Bambis Tipp
Bleib am besten bis zum Abend – das Licht verändert die Landschaft und sorgt für eine besondere Stimmung.
Tirana
Bunter Abschluss
Zum Abschluss waren wir noch in Tirana. Die Hauptstadt wirkt lebendig und vielseitig, mit vielen Cafés, Restaurants und modernen Vierteln.
Für die letzte Nacht haben wir uns bewusst für das Hotel Verzaci in Flughafennähe entschieden. Parken war schwierig dort (zum Glück gibt es Parkhäuser), aber die Lage war praktisch für unseren Rückflug, und mit 20 Euro pro Person und Nacht völlig in Ordnung.
Fazit
Für uns war Albanien genau das richtige Reiseziel: abwechslungsreich, unkompliziert und mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Du kannst hier im Sommer günstig reisen und bekommst trotzdem unglaublich viel geboten. Wir haben Strände, Berge und historische Orte in kurzer Zeit erlebt, eine tolle Mischung.
Wenn Du Lust hast, ein Land zu entdecken, das noch nicht überlaufen ist und Dir viele Möglichkeiten bietet, dann setze Albanien ruhig auf Deine Liste. Wir würden jederzeit wieder losfahren.