Propyläen
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Propyläen am Königsplatz
Die Propyläen auf dem Münchner Königsplatz wurden Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von König Ludwig I. (1786 - 1868) von dem Architekten Leo von Klenze (1784 - 1864) als Symbol der Freundschaft zwischen Bayern und Griechenland erbaut. König Otto von Griechenland, war der Sohn des König Ludwig I. von Bayern. Es sollte auch als Denkmal der Griechischen Befreiungskriege (1821 bis 1829) gegen die türkische Fremdherrschaft erinnern. Nebenbei erwähnt, König Ludwig I. war seit 1810 mit Therese von Sachsen-Hildburghausen verheiratet. Das Münchner Oktoberfest geht auf das Gedenken an die Hochzeit des Thronfolgerpaares zurück. Das Gebäude am Königsplatz wurde vom Architekt Leo von Klenze in Form eines Tempeleingangs (Propylon) errichtet. Als Vorlage dienten ihn, die Propyläen in Athen. Der Architekt Leo von Klenze gilt neben Karl Friedrich Schinkel als bedeutendster Vertreter des deutschen Klassizismus. Die Bauarbeiten an der Toranlage dauerten von 1846 bis 1862. Kurz vor dem Sturz König Otto I. von Griechenland wurden die Propyläen eingeweiht. An den Wänden der Hauptdurchfahrt wurden die Namen von insgesamt 32 Freiheitskämpfern angebracht. Sie waren Akteure des Griechischen Befreiungskrieges (1821–1829) gegen die türkische Fremdherrschaft. König Otto wurde 1862 durch einen Militäraufstand abgesetzt. Nach 30 Jahren Herrschaft von 1832 – 1862 musste er Griechenland verlassen und ging ins Exil. Wie man im Internet nachlesen kann, wurden die Propyläen aus Privatmitteln von König Ludwigs I. erbaut. In unmittelbarer Nachbarschaft von den Propyläen auf dem Königsplatz befinden sich die Glyptothek und die Staatlichen Antikensammlung. Vor allem der Mittelbau der Propyläen wurde im Jahr 1944 durch die schweren Luftangriffe der Alliierten stark in Mitleidenschaft gezogen, blieb jedoch als Ruine stehen. Die Hauptreparaturarbeiten fanden in den 1950er Jahren statt. Der Wiederaufbau war Teil der Gesamtrekonstruktion des Münchner Königsplatzes. Die Propyläen am Königsplatz sollte man als Tourist gesehen haben.
Ein repräsentativstes Stadttor
Ein Propyläen war eine Vorhalle und repräsentativer Torbau zu einem heiligen Bezirk. Als westliches Tor war das Münchner Propyläen vorgesehen. Es wurde von König Ludwig 1846 in Auftrag gegeben. München wurde aber schnell größer, sodass das Tor bald nicht mehr als Torbau nötig war. Heute ist es ein repräsentativstes Stadttor am Königsplatz.