Altpörtel
Speyer/Rheinland-PfalzNeueste Bewertungen (12 Bewertungen)
Schöne Aussicht über Speyer
Neben dem Dom ist das Stadttor Altpörtel das Wahrzeichen Speyers - beide Bauwerke findet man in der Stadtwerbung Speyers wieder. Auch wenn die Dauerausstellung nicht groß ist (räumlich begrenzt durch die Größe des Stadttors), so ist diese dennoch informativ, nicht überladen und auf das Wesentliche beschränkt - der Geschichte der Stadtbefestigung Speyers und des Altpörtels . Der Rundblick über Speyer von der obersten Etage des Altpörtels aus belohnt den Besucher für die Mühen, dass dieser mehrere Etagen Treppen steigen musste. Insgesamt ist der Altpörtel 55 Meter hoch und ist damit einer der höchsten (und bedeutendsten) Stadttore Deutschlands. ERREICHBARKEIT: Der Altpörtel liegt in der Innenstadt und ist daher gut zu erreichen. Zahlreiche kostenpflichtige Parkplätze gibt es z.B. in unmittelbarer Umgebung zum Dom (dieser liegt am anderen Ende der Maximilianstraße) und auf dem Festplatz. Wer mit Bus und Bahn anreist, hat auch keine Probleme, da es einen Busshuttle vom Bahnhof in die Innenstadt und Fußgängerzone (Maximilianstraße) gibt. MUSS MAN GESEHEN HABEN: An der Außenfassade des Gebäudes erkennt man bereits die verschiedenen Zeitepochen (siehe Architektur). Im Gebäude gibt es eine Dauerausstellung über die größtenteils zerstörte Stadtmauer und den Altpörtel. Ebenso gibt es ein Trauzimmer und im obersten Stockwert hat man einen wunderbaren Rundblick über Speyer und den angrenzenden Höhenlagen, u.a. des Pfälzer Waldes. Bei einer Gesamthöhe von 55 Metern überblickt man die meisten Speyrer Gebäude sehr gut. BUDGET-FREUNDLICHKEIT: Wenn man sich die Dauerausstellung ansehen und die Aussicht vom Altpörtel genießen möchte, dann muss man ein geringes Eintrittsgeld bezahlen. Ende Oktober 2010 lag dieser bei 2 Euro für Erwachsene. ARCHITEKTUR: Zwischen 1230 und 1250 wurde der untere Teil des Altpörtels erbaut. Die spätgotische Maßwerkbrüstung und die Arkadenbögen der Galerie am oberen Turmgeschoß wurden zwischen 1512 und 1514 hinzugefügt. Erst 1708 wurde das Dach mit der Laterne auf das Gebäude gesetzt. Die Ostseite (in Richtung Maximilianstraße) ist architektonisch reich gegliedert, auf der Westseite weist der Altpörtel Schießscharten auf. ZUSTAND: Es wird versucht, dieses Stadttor zu erhalten. Dafür wird u.a. das eingenommene Eintrittsgeld verwendet. Für den Besucher macht es augenscheinlich den Eindruck, dass der Altpörtel in einem gut erhaltenen Zustand ist. Überstanden hat der Turm die Stadtzerstörung während des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1689 zwar mit Schäden, wurde jedoch wieder aufgebaut. Die Stadtbefestigung als solches dann nicht mehr. Es sind nur noch ein paar wenige Überreste heute zu erkennen. HISTORISCHE BEDEUTUNG: Das Stadttor Altpörtel ist sichtbares Überbleibsel der Speyerer Stadtmauer und stünde schon seit dem Ende des Pfälzischen Erbfolgekrieg nicht mehr, wenn es nicht den Prior und Konvent gegeben hätte, der dem französischen Marschall Duras plausibel gemacht hätte, dass bei einer Sprengung des Stadttors das in der Nähe gelegene damals sehr baufällige Karmeliterkonvent zerstören würde. Durch dieses nördliche Stadttor kamen einst die Handeltreibenden nach Speyer. Zeugnis davon gibt der Speyerer Normalschuh“, das einstiges Speyerer Normalmaß von 28 cm. Heute erinnert nur noch eine eiserne Klammer an der Nordseite des Altpörtels daran.
Historischer Rundumblick auf die Speyrer Altstadt
es lohnt sich die Stufen zu erklimmen, ein bißchen Geschichte zu sehen und die Speyrer Altstadt von diesem Torturm aus von oben zu betrachten