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Jörn (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2014 • 2 Wochen • Strand
Bestenfalls für Nostalgiker
2,2 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Schlecht

Meine Frau, meine Tochter und ich haben im August/ September 2014 zwei Wochen im Villa Marina verbracht. Alles in allem ist das Hotel in unseren Augen nicht empfehlenswert. Anlage (noch ausreichend) Es gibt jedoch auch Appartements in deutlich besserem Zustand. Das Außenbild der Hotelanlage wäre eigentlich ok. Es leidet jedoch, wie halt auch unser Zimmer, unter völlig liebloser, bzw. ausbleibender Pflege/ Instandhaltung. Ausrangierte Elektrogeräte werden mitten in der Grünanalage direkt neben den Terrassen der Gäste gelagert. Baustoffe und Grünabfälle offensichtlich auch gerne mal über Zaun/ Mauer zu den (brachliegenden) Nachbargrundstück entsorgt. Atmosphäre (Geschmackssache) Die Strategie der Eignerfamilie zielt auf die Schaffung einer freundlich-kumpelhaften Atmosphäre ab; Freunden kann man ja nichts nachtragen. Dies gelingt ihnen ganz gut. Wer auf vermeintlichen "Familienanschluss" (- zum Ausdruck kommend durch m.E. meist durchweg grenzüberschreitendes Rumgeonkel des Seniorchefs und offensives Angenerve durch seine jüngste Enkelin -) steht, der kann hier vielleicht sogar glücklich werden. Viele der vornehmlich englischen Stammgäste sind es ganz offensichtlich wirklich. Sie betonen den Charme, der sie an die "Goldenen Jahre" in den 80ern erinnert. Ich war in den 80ern viel in Griechenland unterwegs: Die Dinge waren schlicht, einfach, evtl. auch schon etwas patiniert aber nicht lieblos. Ich hatte damals nie den Eindruck, dass der zweifellos reichlich vorhandene landestypische Charme der Menschen gezielt eingesetzt wurde, um unnötige und vermeidbare Missstände zu überspielen. Der Fairness halber muss aber gesagt werden, dass manche Gäste da aber eine ganz andere Wahrnehmung/ Auffassung haben als wir und tlw. auch wirklich "Familienanschluss" bekommen (mit Einladung zu entsprechenden Feierlichkeiten etc.), wahrscheinlich auch die besseren Zimmer. Nach den ersten 3 Stunden am Pool am Anreisetag waren wir jedenfalls incl. des sonntäglichen "Barbeques" 75 € los (zwei Erwachsene, ein Kind, ca. drei bis vier einfache Getränke für jeden). Beim abschließenden ebenso unvermeidlichen wie fidelen "Zorba the greek" Tanz rund um den Pool haben wir uns unauffällig verdünnisiert. 75 €/Tag haben wir danach nie wieder auch nur ansatzweise für unser leibliches Wohl verbraucht und wir haben oft sehr ordentlich und in traumhafter sowie gepflegter Atmosphäre gegessen und haben uns nie nach Preis entschieden einzukehren oder nicht. Fazit (nie wieder) Wir hatten zum Glück die ganzen 14 Tage einen Mietwagen, waren somit nicht auf die Appartementanlage und ihre Umgebung beschränkt, sondern haben ziemlich viel vom schönen Osten Kretas gesehen und hatten deswegen eine tollen Urlaub. In diese Unterbringung fahren wir definitiv nicht mehr! Für dasselbe Geld gibt es in der Umgebung und auch an anderer Stelle auf der Insel viel (!) Besseres. Nächstes Mal werden wir also wieder frühzeitig buchen und uns dort einquartieren, wo Servicegedanke, Ausstattung und Lage mehr unserer Auffassung eines zeitgemäßen Urlaubsquartiers entspricht. Nötigenfalls verzichten wir dafür auch auf etwas zur Schau getragene Freundlichkeit. Kreta ist super. Hersonisoss und Malia natürlich völlig von Billig- und spaßurlaubern überlaufen. Wenige km im Landesinneren ist jedoch alles ganz anders und mit einem Mietwagen kann man einen tollen Urlaub verbringen. Keine Angst wegen der viel kolportierten Ressentiments der Griechen gegenüber Deutschen. Die allermeisten sehen den Ursachen der Wirtschaftskriese im Land, nicht woanders. Gegenüber 2013 hatte ich dieses Jahr das Gefühl, dass es gaaaaanz langsam besser - zumindest nicht schlechter - wird. Extrem freundlich und nett sind ja sowieso fast ausnahmslos alle Einheimischen.


Zimmer
  • Schlecht
  • Zimmer (mangelhaft) Wir waren nicht in einem der Hauptgebäude untergebracht, sondern im mittleren Appartement (Nr. 22) des kleinen Gebäuderiegels am hangseitigen Ende des Grundstücks. Die Zimmer sind hier sehr, sehr einfach und der Erhaltungszustand schlicht schlecht. Rostige Armaturen, ein mehr kreativ als funktional befestigter, siffiger Duschvorhang, schwache, bzw. defekte Glühbirnen, ein notdürftig zusammengeflickter Kühlschrank und ein ebensolcher Spülkasten, einfachste Möblierung, durchgelegene Matratzen und Staubnester unter den Betten bestimmen das Bild. Das wenige Geschirr und Besteckt war größtenteils verkrustet und/oder angerostet. Eine der beiden Herdplatten war völlig verrostet, alle als Decken fungierende Bettlaken hatten mindestens ein (großes) Loch. .


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Gastronomie (ausreichend) Die Preise an der Poolbar sind - im Ortsvergleich - überteuert, sowohl für die Getränke, als auch für die Speisen. Letztere sind ok, allerdings - ebenfalls im Vergleich zu den vielfältigen wirklich guten und preiswerten Tavernen in der weiteren Umgebung - allenfalls ordentliches Mittelmaß.


    Service
  • Schlecht
  • Service (mangelhaft) Überall fehlen simpelste aber wichtige Ausstattungsmerkmale eines Appartements wie Insektengitter, Wandhaken, Seifenschale, etwas Spüli oder Salz/ Pfeffer etc. (Toilettenpapier muss grundsätzlich selbst besorgt werden). Der Zimmerservice hatte das Talent eine beinah unmerklichen Arbeitsweise. Was die Einschätzung seiner Regelmäßigkeit erschwert. Definitiv wurde das Zimmer nicht alle zwei Tage gesäubert und mindestens ein Bett in den 14 Tagen gar nicht neu bezogen. Handtücher wurden schätzungsweise einmal (nach drei bis viert Tagen) ausgetauscht. Wir haben alle viel Campingerfahrung und im Urlaub keinen Bock auf Stress und Launeverderberei. Ich glaube die allermeisten anderen Gäste hätten angesichts dieser Zustände das gängige fotobasierte Beschwerdemanagement betrieben.


    Lage & Umgebung
  • Sehr schlecht
  • Lage (mangelhaft) Das Hotel steht mitten im Nichts, direkt an der alten Landstraße zwischen Hersonisos und Heraklion. Die Umgebung ist nicht bebaut, der nächste Supermarkt ist weit, ebenso der Strand. Ohne Fortbewegungsmittel kommt man nicht ohne weiteres weg, was Teil der Unternehmensstrategie ist. Nachts ist es laut, wobei die Flieger (Einflugschneise der landenden Flugzeuge) für uns weniger gefühlten Lärm erzeugten als die nahe Landstraße und vor allem die diversen wilden Hunde auf den umliegenden Brachen.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Der Pool ist klein, das Wasser irgendwie unschön (warm/"chemisch"). Es gibt Liegen und eine Dusche, jede Menge Sonne und leider auch Straßenlärm von der nahen Landstraße. Alles in allem ist das Ambiente nicht toll aber noch ok. Weitere Angebote gab es (außer dem sonntäglichen Tanz-um-den-Pool zum Glück nicht. Für Kinder gibt es ein (altes aber immerhin) Traampolin, eine Schaukel etc. Im Barbereich steht ein lsehr leidlich funktionierender Billardtisch (kostenpflichtig). Für Leute ohne Smartphone keine Möglichkeit ins Netz zu gehen.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlechtHotel ist schlechter als in der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2014
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Jörn
    Alter:41-45
    Bewertungen:3