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Alfred Alter 66-70
4.6 / 6
Weiterempfehlung
März 2005
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„Nicht ganz ein Luxus-Hotel”

Die gesamte Hotelanlage besticht vor allem durch den riesigen, sehr schönen (Vegetation!) und überaus gepflegten Park zwischen den Gebäuden und dem Meer. Die Zimmer sind geräumig, leider werden sie nicht sauber gereinigt (Teppich, Badezimmer!). Wer ein Zimmer mit Doppelbett bekommt und nicht gerade frisch verliebt ist, hat nichts zu lachen ... Obwohl die Anlage noch relativ neu ist, nagt der Zahn der Zeit bereits ziemlich an allen Ecken und Enden. Wir hatten AI, kamen jedoch nicht auf unsere Rechnung, weil wir wenig alkoholische Getränke konsumierten und weil während unseres Aufenthalts an drei Tagen überhaupt kein Alkohol zu bekommen war (!), wegen " Wahlen in Goa" . Wir bezahlten, inkl. Flug, pro Person ca. SFr. 3600.-, was für die gebotenen Leistungen eindeutig zu viel ist.Entschieden haben wir uns fürs Radisson, weil ein diesem Forum nach unserer Meinung viel zu postives Urteil zu finden war. Ganz und gar unschön (hoch, Mobiliar usw.): der Esssaal, wo am Morgen eingeölte Gäste Platz nehmen und am Abend solche, die sich in gepflegter Kleidung auf die gleichen Stühle setzen müssen.


  • Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
  • Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
  • Preis-/Leistungsverhältnis: Sehr schlecht

  • Hotel allgemein
    4.5 / 6
  • Lage & Umgebung
    4 / 6

    Der grösste Nachteil des Hotels: es liegt sehr weit vom Strand entfernt, und zudem ist es von den Zimmern aus grösstenteils nicht sichtbar, weil ein künstlich aufgeschütterter, hoher Wall im Weg steht. Wer ins Meer will, muss gut zu Fuss sein oder das Elektromobil benützen, sofern es gerade verfügbar ist ... Das bedeutet u.a. auch, dass jeden Morgen ein Run auf die Liegen am Pool und auf den Wiesen stattfindet. Spätaufsteher und solche, die sich nicht schon um 6 Uhr ein Bett reservieren, haben es schwer. Es sei denn, sie bestechen - wie ich - das zustängige Personal. Dann hat man für 14 Tage seine Ruhe, aber eben, es kostet etwas.
    Der unmittelbare Strand am Meer ist öffentlich und nicht sehr gepflegt, dafür hat es viele Händler und streunende Hunde.
    Während unseres Aufenthalts konnten sich übrigens nur geübte Schwimmer ins Meer wagen, und das auch nur mit äussester Vorsicht. Der Grund: sehr starker Wellengang. Ob das zu andern Jahreszeiten nicht so ist, weiss ich nicht.

  • Service
    5 / 6

    Das gesamte Personal, mit Ausnahme des uns ziemlich unhöflich und arrogant behandelnden Teams an der Reception (wegen Zimmerwechsel-Wunsches, wir wollten nicht zwei Wochen neben der durch starken Lärm nervenden Energieversorgungsanlage wohnen) begegnet dem Gast freundlich, ist hilfsbereit, aber im Service noch zu wenig gut ausgebildet. Trinkgelder sind natürlich hoch willkommen, wobei wir uns diesmal bewusst mehr auf die rückwärtigen Dienste (Gärtner usw.) konzentrierten. Erwähnenswert die Diners im Freien, an verschiedenen Orten der Anlage, mit Attraktionen von zum Teil erstaulicher Qualität.

  • Gastronomie
    5 / 6

    Im indischen Spezialitäten-Restaurant hat so gut wie niemand gegessen, auch wir nicht. Fürs Mittagessen stehen zwei Imbiss-Ecken (am Pool und in Meeresnähe z.V.). Immer gegessen werden kann im Hauptrestaurant, aber eben (s. oben) ...
    Das Essen bewegt sich in quantitativer Hinsicht (Auswahl) eher im unteren Bereich für ein Hotel dieser Klasse. Dafür ist es qualitativ gut bis sehr gut. Nach dem Diner kann, wer will und Platz findet, die Bar aufsuchen, wo es aber laut bis sehr laut (Damenband!) zu- und hergeht.
    Die " Musik" aus der Disco in Lobby-Nähe haben wir oft gehört, fühlten uns jedoch nicht angezogen.

  • Sport, Pool & Unterhaltung
    4.5 / 6

    An sich bietet das Hotel alles, was die Gäste in dieser Kategorie erwarten. Insbesondere verfügt es über einen stark ausgebauten Ayurveda-Bereich, den ich jedoch nicht benützt habe.Es kommt natürlich immer auf das " Wie" an, und da gibt es höchst unterschiedliche Vorstellungen. Für meinen Begriff ist der Pool z.B. zu wenig tief. Und was npützt es, wenn " Diving" verboten ist (grosse Tafeln!), sich aber viele trotzdem nicht daran halten. Nach meiner Meinung müssten die bestehenden Regeln generell nachhaltiger durchgesetzt werden, was insbesondere die verlangte Kleidung betrifft. Ein behaarte Männerbrust zum Frühstück wirkt auf mich nicht gerade anregend.

  • Zimmer
    4.5 / 6

    Da wäre viel zu berichten, von den für Männer zu kleinen Bademänteln, vom defekten Duschvorhang, von der blockierten Umstellung vom Dusch- zum Badewannenbetrieb, vom mangelhaften Reinigungszustand der Zimmer (s. oben), von jeden Tag im Wechsel fehlenden Utensilien (Badetücher, Gesichtstücher, Duschmittel, Teppichvorlage usw.). " Nachbestellungen" werden immerhin prompt erledigt.
    Tipp: Zimmer rund um den kleinen (und in der Regel ruhigen) Pool sind bezüglich Lage eindeutig die besten.Hier liesse sich das Leben viel besser geniessen. Uns blieb dies leider verwehrt.



Besondere Tipps
Goa hat im Hinterland nicht allzu viel zu bieten. Die Exkursionen beinhalten z.T. ziemlich gesuchte Themen (Beispiel " Schaukochen" ). Empfehlenswert: eine Fahrt mit der indischen Eisenbahn. Einkaufsmöglichkeiten im Radisson-Bereich: Fehlanzeige. Die paar Läden im Hotel bieten eine kleine Auswahl zu horrenden Preisen. Tipp: mit dem Taxi nach Cavelossim fahren, dort gibt es ein etwas grösseres Angebot und dort kann man auch " handeln" . Vorsicht: auch viele Fälschungen und billiger Ramsch finden sich im Angebot. Das Radisson ist im Übrigen sehr beliebt bei Gästen einer bestimmten Nation, bei denen es oft ziemlich laut werden kann und die sonst noch Gewohnheiten mitbringen, die z.B. Deutschen und Schweizern eher fremd sind. Hier wird eine gewisse Toleranz erwartet. Wer sie nicht aufbringt, wird vermutlich so seine Probleme haben. Hotelweiterempfehlung, nur ein bedingtes Ja,


Infos zur Reise
  • Verreist als: Paar
  • Kinder: keine
  • Dauer: 2 Wochen im März


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