Hinter dem Eingangsbereich vermutet man nicht eine so große Anlage. Die Anlage ist nett gestaltet, aufgeteilt in viele kleine Einheiten. Es gibt 2 mittelgroße Pools, an denen ausreichend Liegen (etwas eng aneinander) vorhanden sind und wie wir morgens von unserem Balkon aus beobachtet haben, schon früh durch Handtücher blockiert wurden. War aber wirklich nicht nötig. Die Handtücher für die Liegen sind bei Ankunft im Zimmer und können täglich gewechselt werden. Die Pool- und Strandbar sind OK, man kann sich ab 10:00h jederzeit Getränke in Plastikbechern holen, leider Softdrinks auch am Abend nur in Plastikbechern. Etwas verwundert war ich bei einem 4* Hotel, dass man gebeten wurde, dass Geschirr, im Restaurant die Gläser an bestimmte Sammelstellen zurück zu bringen. Mietsafe gibt es nur an der Rezeption zu moderaten 1,50 EUR am Tag. Die Gäste kamen aus vielen Ländern: Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, England, Russland, Schweiz, Deutschland. Hier möchte ich keine speziellen Tipps geben, da die Insel so vielfältig ist und jeder ohne Probleme das Richtige für sich selbst herausfinden kann.
Das erste Zimmer, dass man uns zugeteilt hatte, haben wir auf Grund des Minibalkons (2 Stühle, 1 Tisch'chen - Tisch hätte man erst ins Zimmer stellen müssen um auf den Stühlen Platz zu nehmen) und der angrenzenden Strasse abgelehnt. Darauf hat man uns, sehr freundlich, sofort ein neues Zimmer angeboten. Dieses war in Ordnung (Betten sehr bequem), bis auf das Bad welches zwar über eine Wanne verfügte, jedoch nur ein Handwaschbecken hatte. Beim Zähneputzen schon unbequem, wenn man sich das Gesicht waschen möchte, steht anschl. das Bad halb unter Wasser. Der Balkon war nun größer, aber nur durch sehr niedrige Mauern zu den Nachbarzimmern abgerennt, so dass man gleich sehr viel Kontakt bekam, wenn man dort gesessen hat. Wir hatten von dort einen schönen Blick auf die Hotelanlage und das Meer.
Für meinen Mann war das Frühstück eine Katstrophe, da er sehr gerne Eier mit Bacon isst. Die Rühreier bestanden mit Sicherheit nicht aus Eiern, die Spiegeleier wurden im Wasserbad gekocht und waren meist eher roh und die hartgekochten Eier dafür immer seeehhhr schön fest. Zu dem kam noch, dass fast immer alles eiskalt war, max. lauwarm wenn gerade frisch aufgefüllt wurde. Die Brotauswahl beschränkte sich auf helles und dunkles Toast- bzw. Weissbrot, Zwieback und süße Brötchen. Croissants schmeckten, als wären sie schon mehrere Tage gelagert worden. Die Marmelade schmeckte irgendwie chemisch. Käse, Wurst und Fisch waren OK. Leider fehlte mir der frische O-saft, wenn es wenigstens welcher aus der Flasche gewesen wäre und nicht diese obersüße angerührte Pulverpampe. Es gab allerdings leckeren Kuchen, Müsli und Obst. Beim Mittagessen und Abendessen konnte man sich nicht beklagen, da die Auswahl akzeptabel war. Es ist nur leider, wie in südl. Ländern üblich, nie richtig heiss. Auch in punkto Nachspeisen konnte man sich nicht beschweren. Die Musik im Restaurant war häufig so laut, dass eine Unterhaltung nur schreiend möglich war. Es wurde vom Chefkellner zwar leiser gedreht, wenn man es ihm sagte, aber wer hat schon die Lust immer wieder zu ihm zu gehen. Leider war die Bar in der Rezeption nie geöffnet, obwohl man dort recht nett sitzen konnte.
Das Personal am Empfang war immer sehr freundlich und hat einen nie warten lassen. An der Bar hatte man ab und zu das Gefühl, etwas lästig zu sein. Im Restaurant waren die Kellner meist recht flott, aber der ein oder andere konnte auch manchmal gut wegschauen. In den Zimmern wurde jeden dritten Tag die Bettwäsche gewechselt, die Handtücher wurden tägl. gewechselt (ob man wollte oder nicht). Zum Staubwischen und Wischen möchte ich mich lieber nicht äussern. Gefegt wurde zumindest, das konnten wir daran erkennen, dass wenn wir am späten Nachmittag auf unseren Balkon gingen, die Stuhlkissen mit dem Dreck von dem darüberliegenden Balkon berieselt waren.
Das Hotel liegt fast am Ortsausgang von Chersonissos, man bekommt von dem Trubel der Hauptstrasse jedoch nichts mit. Wenn man das Hotel durch die Empfangshalle verlässt steht man sofort auf der trubeligen Hauptstrasse, an der sich viele Geschäfte ?!?, Autovermietungen und Kneipen befinden (man sollte wissen, dass Chersonissos der absolute Touriort ist und nichts über das eigentliche Kreta aussagt, dementsprechend auch die Geschäfte - ich war zum 5. Mal dort, da es ein guter Ausgangspunkt für Unternehmungen auf der Insel ist). Wenn man das Hotel unten an der Strandpromenade verlässt ist man in wenigen Minuten am Hafen, wo sich Kneipen und Disco's aneinanderreihen. Man kann gemütlich spazieren, hat was zu sehen und wird auch nicht so penetrant wie noch vor einigen Jahren von den Gastronomen angesprochen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab einige Animateure im Hotel, die sich sehr um die kleinen und großen Gäste bemühten. Glücklicherweise waren sie nicht aufdringlich, sodass wir unsere Ruhe vor ihnen hatten. Über weitere Sportmöglichkeiten können wir keine Aussage machen, da wir uns nicht dafür interessierten. Die Pools wurden jeden Tag gereinigt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sabine & Bernd |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


