Paul (71+)
Verreist als Freundeim März 2020für 1-3 Tage

Alter Bauernhof zur Ferienpension aufgepäppelt

3,0/6
Vielleicht haben manche Leute einen besseren Eindruck von der Farm, wenn sie bei schönem Wetter im Sommer ankommen und nbicht wie wir im strömenden Regen. Wir mussten durch den Matsch laufen und haben uns nicht gewundert, dass die Bediensteten des Hauses in Gummistiefeln herumliefen. Das war allerdings verständlich, denn sie mussten ja auch die Tiere auf den Koppeln rundum das Haus versorgen.
Man muss unterscheiden zwischen dem alten Gebäude und dem freundlichen Service mit den netten Leuten, die versuchten, uns den Aufenthalt so gemütlich wire möglich zu machen. Das begann mit einem warmen Canelazo, dem typischen Willkommensgetränk in Ecuador, den wir mit einigen Empanadas in der guten Stube des Hauses am Kamin angeboten bekamen. Das war der einzige warme Ort des Hauses, denn in unseren winzigen Zimmern Nr. 16 und 17, die wir zugeteilt bekamen, war es fürchterlich kalt. Der kleine Ölradiator vermochte es nicht zu erwärmen, aber wir bekamen Wärmflaschen für das Bett, sodass wir wenigstens gut schlafen konnten. Die altertümliche Einrichtung des Zimmers ohne Schreibtisch mit nur einem Stuhl entspricht dem Stil der Hazienda. Wahrscheinlich waren das früher die Zimmer für die Mägde. Vieles wurde modernisiert, so hatte das Zimmer ein großes Fenster und eine moderne Dusche, die in das winzige Bad gebaut wurde. In die Toilette durfte man kein Papier hineinwerfen, weil sonst alles verstopfte. Ein entsprechendes Warnschild war an die Wand geklebt. Das Abflussventil war defekt und das Wassser lief die ganze Nacht in das Becken. Natürlich war auch kein Abzug für die Dusche vorhanden, sodass man nach dem Duschen im Nebel stand. Alle Fenster des Zimmers waren beschlagen. Ein Fön wäre gut gewesen, um alles wieder trocken zu bekommen. Warmes Wasser kam nur zeitweise.
Das Restaurant war ebenfalls ziemlich kalt, nur die Plätze vor dem Kamin waren etwas wärmer. Das Essen war mit Liebe zubereitet und wurde auch so serviert. Das hat uns sehr gefallen. Besonders die Tomatensuppe war eine tolle Sache, weil in dem Teller ein heißer Lavastein lag, der die Suppe warm hielt.
Für den, der am Cotopaxi Nationalpark wandern will, ist die Lage der Pension ideal, denn sie ist nur 8 Kilometer vom Eingang des Nationalparks entfernt.

Hotel3,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Freunde
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1-3 Tage im März 2020
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Paul
Alter:71+
Bewertungen:93
NaNHilfreich