Wie bei Park Hyatt üblich, glänzt das Design durch nobles Understatement. Keine protzige Hotelhalle, alles ist ruhig und fast ein bisschen verhalten. Das Park Hyatt hat eine privilegierte Lage, muss aber aufpassen, dass es nicht von den vielen neuen Hotels in Dubai was Service, Ausstattung und Restaurants betrifft, in den Schatten gestellt wird.
Wir hatten eine Park Suite gebucht, die von der räumlichen Dimension durchaus ordentlich bemessen war, ca. 100 m². Lediglich der Balkon war in der Relation zur Suite zu klein und am zweiten Balkon zum Schlafzimmer fehlte die Sitzgelegenheit. Auch der Flachbildschirm im Wohnzimmer war in der Relation zur Größe der Suite etwas mickrig ausgefallen. Die Einrichtung ist „contemporary“ mit einem Schuss maurischen Einschlags, leichte Abnutzungserscheinungen zeigen sich schon hier und da. Eine Begrüßungskarte der Direktion fehlte, ebenso wie das Schild für „Bitte räumen Sie mein Zimmer auf“, dadurch kam es immer wieder zu Verzögerungen. Also im Zweifelsfall ruft man besser einmal beim Gästeservice an. Auch die Eisbox wurde nicht automatisch nachgefüllt und, wie in so vielen Hotels, war das Lichtsystem schwierig zu bedienen. Das WC-Licht war zudem kaum mehr als ein „Funserl“. Schlafzimmer und Bad waren „open plain“ und gingen ineinander über. Das ist ein Konzept, das – mir unverständlich – immer mehr um sich greift. Das mag zwar optisch dazu beitragen, dass einfache Zimmer größer ausschauen, aber das war’s dann meiner Meinung nach auch schon mit den Vorteilen. Wenn z.B. einer der Partner in der Früh zeitiger aufsteht und duscht und Zähne putzt, dann ist an Schlaf für den anderen nicht mehr zu denken. Ein bisschen weniger ist manchmal mehr. Bitte, liebe Hoteldesigner, denkt mehr über Funktionalität nach! Positiv am Zimmer fiel auf, dass die Minibar und Karaffen mit Gin, Whisky und Wodka frei waren (wie in vielen Hyatt Hotels in den Suiten) und eine üppig mit Kapseln bestückte Nespresso-Maschine für dauerhaften Kaffeegenuss sorgte. Auch das Internet war im Preis für die Suite inkludiert.
Ebenfalls positiv ist das Frühstücksbuffet (dafür auch nicht im Zimmerpreis inkludiert): überaus reichhaltig und ein großes Angebot an Früchten, Aufschnitten und hausgemachtem Brot. Die Restaurant- und Barflächen sind sehr stark nach außen orientiert und bieten theoretisch einen herrlichen Blick auf die Skyline. Bei unserem Aufenthalt im Jänner war es allerdings dafür noch zu kalt. Die Restaurant- und Barbereiche im Inneren sind ziemlich unspektakulär. Da gibt es in vielen neueren Hotels Dubais Besseres.
Der Empfang war, lassen Sie mich einmal sagen, ein bisschen eigenartig. Ich legte meine Kreditkarte und meine Hyatt Gästekarte auf den Tisch und dann fragte mich die Mitarbeiterin nach der Reservierungsnummer. Wozu? Sie haben richtig geraten, natürlich ging es auch ohne Nummer. Seltasam, das kommt normalerweise nur in Hotels mit hohem Gruppenanteil vor (Reservierungsnummer, Voucher etc). Der Service ist generell deutlich verbesserungsfähig. Hier scheint die ordnende Hand eines guten Hoteldirektors mit Liebe zum Detail zu fehlen und das macht sich rundherum bemerkbar. Wenn eine Begrüßungskarte am Zimmer oder kühle Tücher und Wasser beim Hotelpool fehlen, so ist das meiner Meinung nach eine Frage der guten Hotelführung. Dennoch ist das Preis/Leistungsverhältnis ganz okay. Mit etwas mehr Aufmerksamkeit wäre es nicht nur für Golfer empfehlenswert.
Das Park Hyatt Dubai besticht zuallererst einmal durch seine Lage. Quasi mitten in der Stadt gelegen, unweit der alten Geschäfts- und Regierungsvierteln von Dubai, ist es doch mehr ein Resort als ein Stadthotel. Es liegt einerseits am Dubai Creek, dem Fluss, der sich durch die Stadt zieht und hat damit Wasserlage, und andererseits am berühmten Golf Course gleich daneben.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Spa und Wellness sind okay, aber nichts Außergewöhnliches. Da merkt man, dass die Konzeption dieses Hotels auch schon wieder einige Jahre alt ist. Die Swimmingpool area liegt großteils im Schatten der vielen dort gepflanzten Palmen. Das mag in den heißen Zeiten Dubais angenehm sein, im Jänner ist es hauptsächlich lästig, weil es nur wenige sonnige Fleckchen gibt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Januar 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alexander |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 42 |

