- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
- Zustand des HotelsEher gut
- Allgemeine SauberkeitGut
Sicherlich ist ein Teil der Schuld auch bei uns selbst zu suchen. So hatten wir zwar angesagt, dass wir mit dem Bus kommen, jedoch wurde es lediglich zur Kenntnis genommen. Das böse Erwachen war dann die 500 Meter Entfernung vom Bahnhof (Luftlinie, daher auch kein Shuttle gebucht), es war sehr schlecht ausgeschildert, und der Weg dorthin war sehr steil, unwegsam und um eine Siedlung herum. Dass Regen und Gegenwind herrschten, dafür können die Betreiber nichts. Im Nachhinein beim Einchecken wurde uns dann gesagt, dass die Anfahrt mit dem Bus kostenlos gewesen wäre, weil wir schließlich Kurtaxe zahlen. Das Osterfest wollten wir uns dann trotz eines starken Hustenreizes meiner Partnerin nicht verderben lassen. Von nun an wussten wir aber, dass man ohne Auto dort verraten und verkauft ist. Am Samstag nahmen wir als einzige Hotelgäste an einer tollen Kutschfahrt teil . Zum Glück wohnte der Kutscher in der Nähe des Hotels, ansonsten hätten wir wieder eine große Wegstrecke bewältigen müssen. Leider wurde der Hustenreiz meiner Partnerin immer stärker. Ich versuchte, den im Hotelbuch aufgeführten Arzt aus dem Ort zu erreichen, leider Fehlanzeige, er hat sich schon seit über einem Jahr zur Ruhe gesetzt. Beim Osterfeuer am Samstag war dann auch die Feuerwehr anwesend. Vielleicht sind wir zu sehr Großstädter, denn im Prinzip gehört zu fast jeder Feuerwehr ein Notarzt. Hier war es jedoch die freiwillige und nicht die Berufsfeuerwehr, die gleich nach der Ankunft zwei Kästen Bier auspackte, auch eine Art zu löschen. Über den fehlenden Arzt wussten auch die Feuerwehrleute Bescheid. Wenn ein Notarzt kommt, dann nur mit dem Hubschrauber, und dieses kann keiner bezahlen. Kurort ohne ärztliche Versorgung (schließlich bezahlten wir ja Kurtaxe), dafür aber mit einem eigenen Bürgermeister, ein bisschen schmunzeln muss ich heute noch. Wir wandten uns dann an die Chefin und wiesen auf die Telefonnummer des pensionierten Arztes hin. Sie schaute im Internet nach und gab uns die Nummern von zwei Notärzten in Wernigerode und Halberstadt. Ohne Auto hieße dieses: ab mit der Bahn oder dem Bus nach Quedlinburg (eine Stunde), eine bis anderthalb Stunden mit der Bahn weiter und dann noch in einer völlig fremden Stadt den Arzt suchen. Wir ließen davon ab. Anstelle des Osterbrunchs, was mit bezahlt und gebucht war, wurde ein Festtagsfrühstück und eine anschließende Försterwanderung angeboten. An der Wanderung nahmen nur fünf Gäste teil, bei der drei inkl. meiner Person nach einer Stunde umkehrten. Als wir in den Speisesaal gingen, lohnte es sich nicht mehr zu brunchen (pro Person hätte es 17,50 € gekostet), wohlgemerkt, wir hatten dieses eigentlich gebucht. Im Übrigen war das Personal im Restaurant sowohl beim Frühstück, als auch bei den Abendveranstaltungen sehr aufmerksam. Beim Auschecken wies ich noch einmal auf das Ausbleiben des Brunchs und die Anfahrtskosten von Quedlinburg (9,20 € für die Fahrkarten haben oder nicht haben) hin. Sie meinte, vielleicht bekämen wir das Geld vom Busfahrer wieder, wenn wir die Kurkarte vorlegen würden. Leider nicht, denn der Fahrer machte uns darauf aufmerksam, dass nur das Hotelmanagement Stornokosten bei der Kurverwaltung geltend machen könne. In Berlin angekommen, reichte ich die Fahrkarten und meine Reklamation zunächst per Mail und dann auf dem Postwege ein. Auf eine Antwort bzw. einen Zwischenbescheid (mir würde als Antwort reichen "Ist in Arbeit, bitte etwas gedulden") warte ich nun schon vier Wochen. Ob ich eine bekomme, weiß ich nicht. Egal ist es mir zwar nicht, aber was soll ich tun ? Fazit: nie ohne Auto, nicht krank werden oder gar kränkeln, jeden für sein Empfinden wichtigen oder weniger Kontakt im Vorfeld immer schriftlich vortragen und einmal überprüfen lassen, ob dieser Ort die Bezeichnung Kurort verdient hat. Das Hotel lebt zwar von Empfehlungen oder Weiterempfehlungen. Ich selbst hatte mit einigen Hotelgästen bei den Abendveranstaltungen schon dann und wann einmal einen Plausch abgehalten. 90 %: der Service hat deutlich nachgelassen, Chef und Chefin waren in der Vergangenheit deutlich aufgeschlossener. In einem anderen Portal las ich einst, dass die Chefin den negativ ausgefüllten Bewertungszettel vor deren Augen zerrissen hätte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: vermutlich ist mein Brief auch schon "in die ewigen Jagdgründe eingegangen".
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitGut
- Ausstattung des ZimmersSchlecht
- Atmosphäre & EinrichtungEher gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischGut
- EssensauswahlGut
- GeschmackGut
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher schlecht
- Rezeption, Check-in & Check-outSchlecht
- FamilienfreundlichkeitEher gut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungSehr schlecht
- Restaurants & Bars in der NäheSchlecht
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
- Lage für SehenswürdigkeitenSchlecht
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im April 2014 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Michael Holz |
Alter: | 51-55 |
Bewertungen: | 2 |