- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Durch Hanglage bedingt thront der Hauptrakt der Anlage hoch über den in einen Palmenhain eingebetteten Rundbungalows mit ihrem ansprechenden Interieur. Gehbehinderte Personen wurden im Architektenplan leider nicht berücksichtigt, es finden sich im gesamten Areal nur Treppenstufen, aber keine Rampen. Die allgemeinen Bereiche wie Rezeption, Bar, Frühstücksraum präsentieren sich in offener Bauweise, die einen nahzu barrierefreien Blick auf den traumhaften Indischen Ozean und die schöne Gartenanlage garantiert. Wir haben am Hotelstrand geheiratet und es war, trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme und mangelhafter Organisation, ein wundervolles Erlebnis. Das würden wir der Tristesse eines deutschen Standesamtes jederzeit wieder vorziehen.
Wie schon erwähnt, waren die Zimmer schön eingerichtet und sauber. Safe auf dem Zimmer, TV, Minibar und Telefon standen einem zur Verfügung. Obwohl ein Hinweis vorhanden war, wurden die Handtücher ungeachtet dessen täglich gewechselt.
Für Fisch- und Meerestierliebhaber ein wahrer Genuss. Als "Fleischfressende Pflanze" avanciert man hier zum Vegetarier. Die Fleischgerichte waren handwerklich nicht besonders gut ausgeführt. Gemüse- und Nudelgerichte schmeckten dagegen wirklich sehr gut. Doch trotz diverser Themenabende gleichten sich die Gerichte zu stark und die Handschrift des indischen Chefkochs war allgegenwärtig. Nur die ständige Beschallung beim Abendessen durch teilweise schrägen Gesang konnten die Nerven zum Vibrieren bringen. Dann half meist ein kühles, einheimisches Bier, das recht gut geschmeckt hat. Dem englischen Brauch sei Dank, gab es ab 16. 00 Uhr jeden Tag Tee respektive Kaffee und Kuchen inklusive.
Einige Angestellte waren sehr nett und hilfsbereit, andere wieder verrichteten ihre Arbeit mit langen Gesichtern. Dieser Mix ist aber signifikant für die ganze Menschheit und hat mit Sansibar nichts zu tun. Die Zimmer waren immer tadellos gereinigt. Englischkenntnisse sind von Vorteil, wenn man sich nicht auf die Hilfe von freundlichen Mitreisenden verlassen möchte.
Nur wenige Stufen führen vom sandigen Liegeplatz direkt zum kilometerlangen, weißen Sandstrand und dem türkisfarbenen Ozean. Der starke Tidenhub verhindert allerdings stundenlang das Baden im Meer. Dafür laden der Strand mit der schönen Flora im Hintergrund und das Watt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Als nervig erweisen sich auch in diesem Teil der Welt die Warenhändler, mit ihren penetranten Versuchen, ihre durchaus sehenswerten Souvenirs feil zu bieten. Einkaufs- oder Unterhaltungsmöglichkeiten sucht man in der Nähe des Hotels vergebens. Ausflüge sollte man nicht teuer vom Hotel direkt buchen, sondern von örtlichen Agenturen. Hier ist besonders Zenith-Tours zu erwähnen, die preisgünstige und wunderschöne Touren mit deutschsprachiger Führung in kleiner Runde anbieten. Delphine, tolle Tauchgründe, einsame Inseln sind nur ein paar Beispiele davon, was man auf Sansibar entdecken kann. Es war das perfekte Rahmenprogramm für unsere Flitterwochen.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Die Animation war so unaufdringlich, dass wir von den dargebotenen Aktivitäten, im hinteren Bereich der Liegeterrasse am Strand, gar nichts mitbekommen haben. Das Unterhaltungsprogramm wird auf einer Tafel direkt am Pool dokumentiert, daran kann man sich dann orientieren. Tischtennisturniere, Beach-Volleyball, Sprachunterricht... wer will kann sich melden und mitmachen, ansonsten hat man seine Ruhe und wird nicht ständig belagert. Die Abendunterhaltung wechselte zwischen Masai-Darbietungen, einheimischen Tänzen, Acrobatic-Show und Kino. Ansonsten standen einem noch eine Disco (die immer unbesucht war), ein Snooker-Tisch und Dart zur Verfügung.
Infos zur Reise | |
---|---|
Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Mai 2008 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
---|---|
Vorname: | Dounya + Matthias |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |