Wir haben eigentlich das Sol y mar da el Madina gebucht und haben erlebt, dass scharenweise die Busse von diesem Hotel in das jetzt bewertete Solaya umgekarrt wurden. Dadurch hatte das Hotel einen wahrscheinlich vorher noch nie erlebten Andrang an deutschen Touristen. Das Solaya liegt in der ersten Reihe, direkt am Strand und verfügt über die einzige Srandbar, die auch für andere Hotels nutzbar ist. Die Anlage ist nicht sehr weitläufig, aber man kann abends in der Dämmerung schöne Spaziergänge an der Strandpromenade machen und auch in andere Hotels laufen (dies stört niemanden dort). Die Poolanlage mit Pool- bzw. Strandbar ist sehr schön, mit vielen Pflanzen, vorwiegend Palmen bewachsen und lädt zum Verweilen ein. Die Lobbybar ist zwar schön im maurischen Stil mit Marmor gehalten, aber die Beleuchtng ist eher ungemütlich, als wolle man die Leute vertreiben. Die Zimmer (in 2-stöckigen Reihenhäuschen) sind sehr geräumig, die Bäder etwas kleiner mit einer begehbaren Dusche und sehr sehr sauber. Insgesamt waren wir sehr begeistert von der Optik und der Lage der gesamten Anlage, der Sauberleit sowie der Freundlichkeit des Personals und bereuen nicht, dass wir nicht ins Sol y mar da el madina gekommen sind (denn im Nachhinein haben wir erfahren, dass das dort hochgelobte Essen auch nicht so toll ist und die beiden Hotels sich die Küche teilen). Das Einzige, was man kritisieren kann, ist, dass das Hotel sich scheinbar gänzlich auf italienische Gäste ausgerichtet hat. Dies merkt man insbesondere daran, dass es jeden Tag unter anderem Pizza und Pasta gab, dass die Animateure bis auf einige wenige Ausnahmen Italiener sind und auch nur diese Sprache und ein paar Brocken Englisch sprechen. Auch merkte an es daran, dass alle Ausschreibungen in italienischer Sprache erfolgen. Der Altersdurchschnitt war aber für diese Jahreszeit mit ca. 35 Jahren relativ niedrig. Soweit wir wissen, gibt es nur All inclusive. Als Gast erhält man auch immer ein Bändchen, das getragen werden muss. Dem Hotel vorgelagert ist ein schönes Hausriff mit tollen Fischen! Unbedingt Richtung Norden am Iberotel Coraya Beach spazieren oder laufen. Hier kann man schön das freie Meer genießen und wenn man möchte, abseits der Hotels noch durch die Wüste spazieren. Aber Achtung: Dieser Bereich ist nicht bewacht, weshalb wir dort ab und an Einheimische angetroffen haben, die bettelten. Nach dem Wüstenabschnitt kommt noch ein winziges kleines Hotel (ca. 2 km Enfernung) und anschließend nur noch Wüste. Ein wenig Richtung Norden, ausgehend vom Hotel Solaya, befindet sich der schönste Strandabschnitt, wo man einen sehr guten, weitläufigen Zugang zum Meer hat. Man spaziert im Wasser ca. 150 Meter, dann wird es auch recht schnell tief und man kann sehr gut schnorcheln. Alerdings sollte man, um ans Außenriff zu gelangen, den Steg nutzen (da vom Strand doch noch ein Stück entfernt). Dies haben wir wegen der starken Windverhältnisse jedoch nur 1 mal genutzt. Wenn man dem Wind etwas ausweichen möchte, läuft man weiter zum Iberotel Strand (Norden), denn diese Seite der Bucht ist windgeschützt! Wir haben dies aber erst mitbekommen, als es schon fast zu spät war und der erste Schnupfen schon im Anmarsch war.
Die Zimmer befinden sich in 2-stöckigen Reihenhäuschen und sind sehr geräumig. Wir hatten ein Doppelbett, es gab aber auch Zimmer mit 2 Einzelbetten. Je nach Kategorie verfügen die Zimmer noch über weitere Liegemöglichkeiten wie Kinderliegen. Die Zimmer sind dezent im maurischen Stil gehalten.Unser Bad war nicht sehr groß, hatte aber eine tolle, begehbare gemauerte Dusche. Dem Bad sah man sein Alter aber schon an ... Die Spiegel, die Toilettenbrille sowie die Tür war bereits sehr abgenutzt und beschädigt. Der Wandschrank war aber riesengroß und beinhaltete einen programmierbaren Safe. Die Klimaanlage haben wir nicht oft genutzt, da diese sehr laut war. Die Minibar wurde immer reichlich gefüllt. Ein Wasser bspw. aus der Minibar kostet 1 Euro. Es gibt im Gegensatz zum neuen Da el Madina keine Flachbildschirme, hat uns aber nicht gestört. Es gibt sowieso nur ARD (funktionierte manchmal nicht), ZDF, RTL und RTL 2. Das Zimmer war immer äußert gut geputzt, wir hätten vom Boden essen können. Selbst an schwer zu erreichenden Stellen gab es keinen Staub. Es roch auch nicht muffig (diese Erfahrung haben wir in Ägypten bereits gemacht...). Unser Roomboy Salaa hat uns immer schöne Figuren mit Blüten geformt und hat auch immer nachgefragt, ob alles ok ist. Es gab wegen des Zimmers nichts zu beanstanden bis auf die Hellhörigkeit. Da wir aber immer früh auf den Beinen waren, hat uns dies nicht gestört.
Das Abendessen ist durchschnittlich (das Mittagessen haben wir nicht genutzt). Für ein doch relativ großes Hotel war die Auswahl nicht sehr groß. Wer gerne Salate isst, wird entäuscht, denn es werden wenige Salate und auch wenige Gemüsesorten angeboten. Gross ist die Auswahl an Fleisch, insbesonder Hühnchen, welches immer gut war. Jeden Tag gibt es Pasta. Diese wird dann auf Wunsch individuell zubereitet und schmeckt sehr gut. Die Süßigkeiten zum Dessert waren zahlreich, Obst war nicht viel vorhanden (Bananen und Äpfel). Den Küchenstil kann ich schwer beschreiben. Ich empfand ihn europäisch angelehnt. Landestypische, ägyptische Speisen gab es nur einige wenige. Beim Frühstück gab es nur 3 Sorten Käse und Wurst, ansonsten nur warme Speisen neben Joghurt, Mamelade, Honig und Müsli. Wir stellen keine großen Anspürche, aber das Essen haben wir in anderen Hotels in Ägypten schon vielfältiger erlebt. Die Atmospäre beim Essen empfanden wir in der "Halle" nicht schön. Diese Halle hatte den Flair einer Kantine. Allerdings gab es als Alternative die Terasse, welche wir immer genutzt haben. Leider qualmt es dort aufgrund des Grills manchmal sehr. Was wir aber doch als störend empfanden, war, dass die Türen zur Terasse sich nach innen öffneten. Wenn man also die Hände voll hatte, war das manchmal ein Problem, zur Terasse zu kommen. Wir haben uns oft gefragt, warum das Personal die Türen nicht einfach offen stehen lässt ... Als Alternative zum Hauptrestaurant konnte man mittags an der Poolbar Snacks wie Pizza, Pasta, Burger oder Hotdog erhalten. Die Snacks waren zwar gut, aber es gab neben Pizza und Pasta nur einen Snack, der täglich variierte. Auch dies empfanden wir für ein 5 Sterne Hotel eher nicht befiriedigend.
Für ein 5-Sterne Hotel finde ich es ehrlich gesagt nicht angemessen, dass man sich sogar die Getränke zum Abendessen holen musste. Auch beim Frühstück hat es geschlagene 15 Minuten gedauert, bis einem Geschirr vorgesetzt wurde oder Kaffee ausgeschenkt wurde. Den Service empfand ich aus diesem Grund für ein Hotel dieser Kategorie mangelhaft. Freundlich waren die meisten Kellner, insbesondere Ramadan, der uns gefühlte 500 Getränke zubereitet hat. Ich hatte zum ersten Mal in Aegypten den Eindruck, dass Trinkgeld hier nicht zwingend ewartet wird. Da haben wir schon ganz andere Dinge erlebt. Die Zimmerreinigung war dank unserem Roomboy Salaa perfekt, es war immer alles tadellos sauber. Selbst die Nachtischlampen wurden täglich "abgestaubt". Ein wenig schwierig empfanden wir die Kommunikation mit der Rezeption. Wir benötigten diese einmal bei Abreise, um nach Check out um 12 Uhr vor der Abreise noch eine Duschmöglichkeit zu erhalten. Man bot uns den Wellnessbereich an. Allderdings gab es dort keinen Föhn und ich hatte keinen mit. Deshalb haben wir versucht, ein Zimmer mit einem Fön zu bekommen, was uns ohne den Reiseleiter nicht gelungen wäre. Diesbezüglich haben wir schon bessere Erfahrungen gemacht. Von einem Arzt in der Anlage habe ich nichts gesehen. Wäscheservice und Kinderbetreuung waren vorhanden. Die Reingung eines Sacks Wäsche kostet 10Euro.
Das Hotel liegt direkt am Strand in der Coraya Bucht. Links auf der Nordseite der Bucht befindet sich das Iberotel Coraya Ressort (5 Sterne), rechts davon kommen noch 3 weitere Hotels (das Lamaya Ressort, das Samaya Ressort und das Sol Y Mar Solitaire). In der zweiten Reihe, direkt hinter der Hotelanlage, befindet sich der Aqua-Park mit seinen 8 Rutschen (der Besuch war inklusive und wirklich lohnenswert) sowie das Sol Y Mar da el Madina. Shops gibt es in der Hotelanlage (4 Shops haben wir gezählt), allerdings sind diese sehr teuer. Eine Luftmatratze z.B. kostet 15 Euro (wobei man max. auf 10 Euro runterhandeln kann). Shops gibt es auch im Sol y mar da el Madina sowie außerhalb der Hotelzone. Man geht hierfür über die doch relativ stark befahrene Strasse. Wir haben diese Möglichkeit allerdings nicht genutzt. Bekannte haben allerdings erzählt, dass man sich relativ preiswert Stickereien auf alle Arten von Textilien anfertigen lassen kann. Nördlich und südlich des Hotelkomplexes gibt es nur Wüste .... Jeder Reiseveranstalter bietet Touren an (von dem Nachbarort El Quesier über Abbu Dababb bis hin zu Luxor). Nach Luxor allerdings ist man eine Strecke 5 Stunden unterwegs, weshalb wir diese Möglichkeit nicht genutzt haben. Der Aufkug kostet ca. 100 Euro, wenn man diesen eintägig bucht. Wenn man wollte, konnte man sich einen Privatchauffeur bestellen und z.B. für ca. 10 Euro nach Port Gallib (liegt ca. 12 km weiter südlich) fahren. Öffentliche Taxen gibt es nicht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab jeden Tag tagsüber Animation (Tanzkurse, Gymnastik), die wir nicht genutzt haben. Durch die lange Strandpromenade wurden viele Jogger und Walker angelockt (darunter mein Mann). Aber auch nur spazierenzugehen und teilweise das offene Meer außerhalb der Bucht zu bestaunen, war traumhaft. Das Solaya verfügt auch über ein Fitnesscenter, das doch erstaunlich moderne Geräte hat. Sauna, Hammam und Massagen kann man ebenfalls nutzen. Die Disko ist sehr klein und findet nicht täglich statt. Wir haben aber nichts davon mitbekommen. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass sich Gäste über die Lärmbelästigung beschwert haben und Disco dehalb in der Woche unseres Aufenthalts nicht stattfand. Nach dem Essen (also nach 21.30 Uhr) kann man noch an Tischen in der Anlage verweilen. Aber hier fehlte es an Gemütlichkeit (das Licht war "kalt", im Gegensatz zu den anderen Hotels gab es auch keine Kerzen und keinerlei dezente Musik). Abends haben wir uns oft danach geseht, im Lamaya oder im Samaya zu sein. Dort war die Atmosphäre durch viele Lichter und Kerzen sowie dezenter Musik doch viel besser als in "unserem" Hotel. Man kann zwar die Hotels besuchen. Etwas zu Trinken dort zu erhalten, haben wir aber nicht versucht. Der Pool besteht aus 2 großen Pools (davon war der obere, ca. 150 cm tief, beheizt und hatte ca. 30 Grad) sowie einem Kinderbecken. Liegen, Schirme und Tischchen am Pool sowie am Strand waren immer ausreichend vorhanden. Am Meer gibt es eine Tauchbasis. Hier werden auch Anfängerkurse im Pool oder direkt am Steg angeboten. Diese sind auch recht günstig. Unterhalten haben wir uns tagsüber selbst durch Schnorcheln am Innenriff. Die Korallen sind auch hier nicht mehr ganz intakt (trotz Absperrung oder vielleicht auch grade wegen zu später Absperrung). Wir haben aber im Vergleich zu unseren sonstigen Urlauben in Marsa Alam und Hurgada die größte Fischvielfalt erlebt. Bekannte haben beim Tauchen nahe des Außenriffs sogar Delphine gesehen ....
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im November 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rüdiger |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 3 |


