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David (46-50)
Alleinreisendim Mai 2019für 1-3 Tage

Wunderschönes Hotel, wunderschöne Lage

5,0/6
Das Hotel ist ein besonderer Tip. Es ist in der phantastisch renovierten Burg Waldeck aus dem 12. Jahrhundert untergebracht und läßt an Komfort nichts vermissen. Die Burg liegt majestätisch über dem Edersee auf einer Bergkuppe.
Man kann das Hotel durch einen Hintereingang betreten und befindet sich dann im nominellen Erdgeschoß. Die Lobby ist ein schweres, dunkles Burggewölbe, das allerdings in diversen Farben dezent beleuchtet wird. Dort befindet sich eine stylische Rezeption. Besonderes Highlight ist eine Sitzgruppe aus braunem Leder mit einem Brunnenschacht in der Mitte, der mit einer Glasplatte abgedeckt und mit blauem Licht beleuchtet ist.
Im Erdgeschoß gibt es auch einen Aufzug.
Das Hotel ist mit insgesamt fünf Stockwerken ausgebaut. Die Flure sind mit rotem Teppichboden ausgekleidet und sehr schön renoviert. Besonders gut fand ich, daß man die Fenster in den Mauern jeweils öffnen und hinausphotographieren konnte.
In der Burg gibt es mehrere Türmchen, die als Wendeltreppenhäuser des Hotels dienen. Im ersten Stock gibt es zudem ein Burgmuseum.
Zum Stausee hin gibt es einen großen Burghof und eine Aussichtsterrasse, die Altane mit Kanonen aus dem 1870/71er Krieg. Von dort hat man einen tollen Blick über den Edersee, vorausgesetzt er führt Wasser, und über den Kellerwald.
Vom Burghof aus gelangt man über den hinteren Turm bei der Altane ebenfalls ins Gebäude oder auch durch eine Tür in der Burg und eine steinerne Treppe in das Rezeptionsgewölbe.
Es gab nur wenige Gäste in dem Hotel, diese waren aber eher einfach.
Insgesamt ein tolles Hotel in großartiger Lage.

Lage & Umgebung5,0
Das Hotel liegt sehr entlegen, dafür aber in einer wunderschönen Gegend. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es recht umständlich zu erreichen. Man kann von Marburg/Lahn aus mit der Kurhessenbahn bis Vöhl-Herzhausen fahren. Von diesem Bahnhof aus gibt es Busverkehr und Anrufsammeltaxen, die einen zur Talstation einer kleinen Bergseilbahn bringen. Man fahre bis Haltestelle „Bergseilbahn Waldeck“. Die Bergseilbahn ist schon etwas betagt und hat sehr kleine Kabinen, die nicht für großes Gepäck geeignet sind. Fahrräder werden in einer speziellen Kabine transportiert. Die Fahrt ist aber richtig abenteuerlich. Man bedenke, daß frühmorgens, abends und nachts keine Bahn fährt. Von der Bergstation aus gelangt man in den kleinen Ort Waldeck linkerhand und rechterhand an einem Parkplatz vorbei zur Burg, in der das Hotel untergebracht ist.
Im Ort Waldeck gibt es weitere Hotels und einige Restaurants. Einkaufsmöglichkeiten am Ort sind eingeschränkt.

Zimmer4,0
Mein Zimmer lag im nominell fünften Stock unter dem Dach. Es war normal groß, hatte einen Holzboden. Zwei Wände waren unverkleidete Rohsteinwände, was dem ganzen einen burgartigen Charakter verlieh. Gedämpftes Licht aus einer Steh- und einer Schreibtischleuchte schufen ein gediegenes Ambiente. Das Zimmer wirkte stilvoll. An der Wand gab es einen Holzschreibtisch mit ausziehbarer Schreibfläche, Schublanden mit Informationen und einem LAN-Kabel, Gläsern und Hotelinformationen. Eine Minibar befand sich in dem hölzernen Einbauschrank neben der Zimmertür.
Das Bett war relativ breit, niedrig und hatte eine für mich zu dünne Decke. Zwei Kissen waren vorhanden, wobei das kleinere davon weich, das andere sehr hart war. Das eine kleine Kissen war etwas mickrig und wenig. Man konnte auf Nachfrage allerdings weitere Kissen ordern.
Auf dem Bett lagen ein Bademantel mit Hausschlappen und große Handtücher bereit. Im Schrank und im Bad gab es einen weiteren Bademantel und Hausschlappen.
Es gab keinen Wasserkocher für Kaffee und Tee auf dem Zimmer.
Das Fenster war ziemlich klein und im Grunde im Dachlukenformat, wodurch das Zimmer etwas dunkel war. Es ließ sich vollständig öffnen und bot einen schönen Blick auf den Kellerwald und einen Teil des Edersees sowie auf den Burgzugang.
Es gab keine Jalousien oder Rolläden. Der Vorhang hing fast bis zum Boden und verdeckte so den Heizkörper.
WLAN funktionierte auf dem Zimmer, man flog allerdings zwischendurch aus dem Netz und mußte sich dann erneut anmelden.
Durch eine Holzschiebetür gelang man in das nicht sehr große aber komfortable Bad, das mit schwarzen Natursteinplatten ausgekleidet war. Es hatte eine Badewanne mit Glastür und einen breiten Spiegel. Großer Mangel in einem Vier-Sterne-Hotel war, daß es kein fließend Warmwasser gab! Ich habe dort deshalb nicht geduscht.
Es gab nur wenige zusätzliche Pflegeprodukte im Bad.

Service4,0
Der Check-in war freundlich, fix und professionnell. Der Check-out war etwas umständlich und langwierig, bis der richtige Name und die richtige Adresse auf der Rechnung stand. Irritierend ist zudem, daß das Frühstück auf der Rechnung zwar nicht ausgewiesen wird, gleichwohl dort aber Posten mit unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen auftauchen.

Gastronomie5,0
Das Hotel bietet eine Reihe Möglichkeiten fürs leibliche Wohl.
In einem Trakt befindet sich im zweiten Stock das Restaurant „Alte Turmuhr“, das besen Lokal im Schloßbereich, mit einer gehobenen Gastronomie und im vorderen Bereich tollem Blick auf den See. Zu bedauern ist, daß dieses Restaurant sonntags und montags geschlossen ist.
Weiter gibt es bei der Altane das gleichnamige Restaurant-Cafe. Es bietet Mittag- und Abendessen sowie nachmittags Cafe. Morgens wird dort das Frühstücksbuffet für die Hotelgäste angeboten.
Man sitzt in einem wunderschön gelegenen, nüchtern-modern in Holz gehaltenen Raum mit einem tollen Blick auf den Edersee. Zudem kann man bei schönen Wetter auf einer Terrasse sitzen.
Ich habe im Restaurant Altane zu Abend gegessen. Es gab u.a. Wild, Zander und Schnitzel. Ich habe zur Vorspeise gebeizten Lachs und zum Hauptgang ein nordhessisches Schmandschnitzel gegessen. Beides war vorzüglich, auch der Müller-Thurgau dazu. Guter Service. Störend waren andere Gäste, die direkt vor mir mit zwei kleinen Kindern saßen.
Im selben Raum fand das reichhaltige Frühstücksbuffet statt, mit allem was man braucht, Rührei war ungewürzt. Der Tee war nicht stark genug, man konnte ihn sich am Buffet selbst zubereiten, das Wasser aus dem Samowar war aber augenscheinlich zu kühl. Es gab nur Beuteltee. An Besonderem sind zu erwähnen: Leberkäseeckchen, echte Bienenwabe mit Honig gefüll, gebackene Apfelringe mit Apfelmus. Beim Frühstück war ich alleine und konnte dabei den majestätischen Blick über den Stausee genießen.
Im Burghof gibt es zudem eine Imbisbude mit Tischen und Stühlen, die allerdings optisch einen Stilbruch darstellt.

Sport & Unterhaltung5,0
Im Erdgeschoß gibt es einen tollen Wellnessbereich, der unter der Woche von 16 bis 22 Uhr geöffnet ist und am Wochenende schon ab 10 Uhr. Er ist sehr modern und stylisch gestaltet, mit einem Dampfbad, 45 Grad und einer heißen Finnsauna, 90 Grad, die wirklich sehr heiß war. Auch der Fußboden in der Sauna und der Türgriff an der gläsernen Ecktür hatten sich sehr stark aufgeheizt, Vorsicht also. Die Finnsauna war innen mit geschmackvollen rechteckigen dunkleren Holzplatten ausgekleidet. Sie war tadellos in Schuß, sauber und wirkte neu. Es stand ein Kübel mit Aufguß zum Selbermachen bereit.
Im Eckbereich gibt es eine Dusche mit Rundwand davor und darüber ein spitzes Glastürmchen. Biegt man dann nach links um gelangt man in einen sehr schönen Ruhebereich mit zahlreichen Liegen. Es standen Wasserflaschen mit Mineralwasser bereit.
Durch eine Tür konnte man zudem in einen Außenbereich mit kleiner Wiese gelangen, in dem man auskühlen und den Blick über den Kellerwald genießen konnte.
Es gab kein Schwimmbad und auch keinen Fitnessraum.

Hotel5,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen
Infos zur Reise
Verreist als:Alleinreisend
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1-3 Tage im Mai 2019
Reisegrund:Arbeit
Infos zum Bewerter
Vorname:David
Alter:46-50
Bewertungen:377
NaNHilfreich