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Alexandra Maria (41-45)
Verreist als Paarim Juli 2013für 3-5 Tage

Vokuhila in Norderstedt

3,4/6
Ja, die 80er Jahre sind Kult: im Kino schauten wir “E.T.“ und “Flashdance“, alle trugen weiße Adidas-Turnschuhe, Pullover mit Blockstreifenmuster, scheiße Frisuren und diese entsetzlichen pastellfarbenen Blousons. In dieser Zeit ist unverkennbar das “Hotel Kampe/Maromme garni“ entstanden - und am Interieur der Zimmer scheint sich bis heute wenig geändert zu haben. Wer also ein bißchen Spaß und Interesse hat am Stil dieser Zeit, kann hier sehr glücklich werden.
Zur Struktur: offensichtlich wurden hier zwei nebeneinander stehende Hotels unter einem gemeinsamen (Glas)-Dach verbunden. Im Inneren dann entsprechend lange Wege, dunkle Flure, Treppen rauf und Treppen runter, kreuz und quer bis zum Zimmer. Beim Betreten des Zimmers dann die alte Gretchenfrage: wie viel kann man für dreißig Euro pro Nacht und Nase verlangen?
Wir bekamen ein recht großes helles Zimmer mit einem Fenster zur Straße, ausgelegt mit Teppich (igitt!). Altgedientes Mobiliar, passend zum Old-school-Stil des Hotels ein Röhrenfernseher, kein Safe, aber recht bequeme Betten, in den Schränken reichlich Stauraum.
Das Bad ist dunkelbraun (!) gekachelt – für Retro-Fans ein Traum. Alle anderen denken sich: immerhin ist es sauber. Schön wäre es, wenn der Duschkopf mal repariert werden würde. Überhaupt ist duschen hier ein Abenteuer: egal, was man einstellt – man bekommt eine IMMER Überraschungstemperatur: mal ist es zu kalt, mal viel zu heiss und noch bevor man sich entschieden hat, ob man sich lieber verbrühen oder verkühlen will, fällt einem auch schon wieder der Duschkopf auf den Fuß. Aber, wie gesagt, sauber war`s.
Der Check-In war kurz und bündig, auf Nachfrage gab es auch das Wifi-Paßwort. Und damit sahen wir dann ABSOLUT NIEMANDEN mehr bis zu unserer Abreise DREI Tage später – (wobei mir dann die Rezeptions-Mitarbeiterin mit großem Ernst nur EINE Nacht berechnete - und mir damit für etwa zehn Sekunden ganz erhebliche innere Gewissenskonflikte bescherte).
Zur Lage: Norderstedt liegt zwar außerhalb von Hamburg und gehört somit geographisch zu Schleswig-Holstein, ist aber de facto in Hamburg eingemeindet: es schließt nahtlos an Hamburgs nördliche Stadtteile an und teilt mit der Stadt die Postleitzahl, die Telefonvorwahl etc
Fahrzeit mit der UBahn von Garstedt/Ochsenzoll bis zum Jungfernstieg und den Landungsbrücken etwa 45 Minuten.
Fazit: okay, es war sauber und es war billig. Gut (genug) für ein paar Nächte (auf Verwandtschaftsbesuch) in Norderstedt - für Power-Sightseeing in Hamburg doch etwas zu far away from alles.



Lage & Umgebung3,0
Verkehrsanbindung & Ausflugsmöglichkeiten3,0
Einkaufsmöglichkeiten in Umgebung3,0
Restaurants & Bars in der Nähe3,0

Zimmer4,5
Ausstattung des Zimmers (TV, Balkon, Safe, etc.)3,0
Größe des Badezimmers5,0
Sauberkeit & Wäschewechsel5,0
Größe des Zimmers5,0
Zimmertyp:Doppelzimmer
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zur Straße

Service2,7
Rezeption, Check-in & Check-out3,0
Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft3,0
Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)2,0

Hotel3,5
Zustand des Hotels3,0
Allgemeine Sauberkeit4,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:3-5 Tage im Juli 2013
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Alexandra Maria
Alter:41-45
Bewertungen:36
NaNHilfreich