- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Gangga Isaland war der Abschluss eines 4-wöchigen Indonesienaufenthaltes. Nach Tauchsafari in Raja Ampat und Inselaufenthalt vor Papua, wollten wir unbedingt noch die Lembehstraße betauchen. Da wir aber zum Abschluß nicht mehr so viel tauchen wollten und im Gegensatz zu den Resorts direkt an der Lembehstr, einen “schönen“ Sanfstrand zum Relaxn und für Spaziergänge haben wollten, sind wir auf den Kompromiss mit Tagesausflügen zur Lembehstr. von Gangga Island aus eingegangen. Diese werden vom Gangga Island Resort aus auch angeboten. Die Anlage an sich ist schön an 2 Stränden gelegen. An dem Strand vor den Bungalows wird der Müll etwas beseitigt, an dem anderen nicht, da wird zum Glück auch nicht ganz so viel angespült. Es waren für die Größe der Anlage sehr wenig Gäste vor Ort. Dies war schön, denn wir waren oft alleine am Strand - abgesehen vom Personal, das saß mit Handy gelangweilt in vielen Ecken rum. Der Zustand der gesamten Anlage ist schlecht. Die hinteren Bungalows dienen als Ersatzlager (Türen, Schlösser etc) für die Vorderen. Viele Sachen gehören seit Jahren repariert bzw. ersetzt. Im hinteren Teil der Anlage, wo nur die Angestellten sich aufhalten, liegt sehr viel Müll. Da wo die Anlage aufhört, Müll. Im Dorf hinter der Anlage, dort schmeißt man wirklich den gesamten Müll ins Meer, der wir dann über Nacht vorne beim Hotel am Strand vor den Bungslows angespült. Das Essen ist wirklich spitze, da gibt es nichts zu meckern. Sehr reichlich, gut und mit Abwechslung. Der Hauptgrund unseres Aufenthaltes dort, das Tauchen in der Lembehstr, wurde uns leider nicht gegönnt, obwohl wir 11 Tage dort waren und gleich am Anfang klar gemacht haben, das wir das unbedingt wollen und nur deswegen extra nach Sulawesi gereist sind. Der Leiter der Tauchbasis hat mich von Anfang an nicht wirklich für voll genommen. Ich vermute, weil ich eine Frau bin. Er hat ständig nur mit meinem Begleiter gesprochen, obwohl dieser kein englisch spricht. Am Abend beim Essen geht der Basisleiter von Tisch zu Tisch und sagt welche Tauchplätze angefahren werden. Eines Abends habe ich mir erlaub zu fragen, was es dort am nächsten Tag zu sehen gibt, weil bekanntlich Tauchplätze ja unterschiedlich sind - die Antwort war “Was denke ich denn, was wir sehen werden, Fische natürlich, dafür tauchen wir ja“. Und das war alles andere wie ein kleiner Scherz, denn damit war das Gespräch für ihn beendet. Zum Ausflug nach Lembeh wurde uns jeden Abend etwas anderes versprochen, übermorgen geht ein Tagesausflug dort hin, ach warten wir lieber noch, dann machen wir es besser so, dann wieder so. Als dann kurz vor Abflug unsere Chancen zum Ausflug sehr gring wurden, meinte er, dass wir übermorgen ganz sicher fahren werden. Es kommt noch jemand mit, wir müssten auch keinen Aufschlag zahlen obwohl wir zu wenige sind. Am Abend darauf wollte ich noch abklären, wann es denn dann am nächsten Morgen genau los geht. Da wurde erst so getan als wüsste er nicht wovon ich rede, dann meinte er, er müsste das noch mit dem Resortleiter besprechen, da wir ja zu wenige sind. Vor lauter Verzweiflung haben wir vorgeschlagen, dass wir mehr zahlen, so dass sie mit der Tour kein Minus machen. Doch später auf unsere nochmalige Rückfrage kam dann die plumpe definitive Absage ohne Entschuldigung, denn sie bräuchten angeblich das Boot hier vor Ort. Sehr sehr ärgerlich für uns. Im Rückblick gesehen, war dies eine Hinhaltetaktik, in der Hoffnung, dass wir beim Warten auf die Tour über unser vorgebuchtes, im Vergleich für die Art und Qualität der Tauchgänge, sehr teures Tauchpacket hinaus mehr Tauchgänge absolvieren werden. Den Gefallen haben wir ihnen nicht getan, wir wollten die Raja Ampat-Eindrücke nun wirklich nicht damit verderben. Denn leider können wir auch nicht viele gute Worte über die Tauchgänge um Gangga Island herum lassen. Man unterschreibt in der Tauchbasis, dass man nichts anfässt, verändert oder gestellte Fotos macht. Finde ich sehr gut. Doch die Guides fummeln auf Teufel komm raus alles aus jeder Ecke oder legen Tiere für Fotos zurecht, auch wenn man x-mal meint, dass Sie es lassen sollen. Es wurde oft in kleinen Gruppen getaucht, doch diese haben sich so gestapelt als wären sie eine riesige Einheit. An Bord wird eine kleine, nichts sagende Instruktion zum Tauchgang gegeben. Für Anfänger oder unsichere sicherlich entmutigend. Zum Beispiel meinte der Guide einmal wir schwimmen rechts, doch wenn Strömung da ist, gehen wir mit ihr mit - macht ja auch Sinn. Ende vom Lied, wir kämpfen sinnlos 10 min gegen die relativ starke Stömung, kommen keinen Meter voran und erst als wir (wir waren mit guide nur 3) uns einfach umgedreht und treiben haben lassen, hat der guide fragend geschaut und aufgegeben. Auch über unsere Wünsche mit der Tauchtiefe wurde nur gelacht und wir mehr als ein mal verspottet. Wir wollten nach 50 Tauchgängen zuvor einfach nur noch zum Abschluß ein paar entspannte Tauchgänge bis maximal 15 Metermachen, je nach Sicht, die dort fast immer sehr schlecht war. Auf Sicherheit wurde gefühlt überhaupt nicht geachtet. Auf dem Boot habe ich keine Rettungsweste gesehen und der Feuerlöscher war kaum als solcher zu erkennen und wirklich komplett verrostet. Wir haben schon an vielen Orten der Welt getaucht, doch wir haben uns noch nie in einer Tauchbasis so schlecht aufgehoben gefühlt, dass es fast den gesamten Aufenthalt madig gemacht hätte.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Freunde |
Dauer: | 2 Wochen im März 2016 |
Reisegrund: | Sonstige |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Nautilus |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |